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Rehacare 2017 eröffnet – hier sind die ersten Highlights

Ein Rollstuhl, der sich mit den Augen steuern lässt, Hilfsmittel aus dem 3D-Drucker und ein Handschuh mit Sensoren gehören zu den Neuheiten, die auf der Messe präsentiert werden.

In einem Rollstuhl, der dank einer speziellen Kopfsteuerung fährt. (Foto: Marcel Kusch/dpa)

In einem Rollstuhl, der dank einer speziellen Kopfsteuerung fährt. (Foto: Marcel Kusch/dpa)

Eine querschnittsgelähmte Frau läuft mit einem robotischen Exoskelett bei der Rehacare über einen Parcours. (Foto: Marcel Kusch/dpa)

Eine querschnittsgelähmte Frau läuft mit einem robotischen Exoskelett bei der Rehacare über einen Parcours. (Foto: Marcel Kusch/dpa)

Eine 3D-gefertigte Handprothese. (Foto: Marcel Kusch/dpa)

Eine 3D-gefertigte Handprothese. (Foto: Marcel Kusch/dpa)

Model Wildtraut hält eine Flasche mit einer bionischen SEM-Hand fest. (Foto: Marcel Kusch/dpa)

Model Wildtraut hält eine Flasche mit einer bionischen SEM-Hand fest. (Foto: Marcel Kusch/dpa)

Die internationale Pflegemesse Rehacare präsentiert seit heute in Düsseldorf wieder Neuheiten auf dem wachsenden Hilfsmittel-Markt für Menschen mit Behinderung. Rund 780 Aussteller aus fast 40 Nationen geben bis Samstag einen Überblick über neueste technische Entwicklungen, die den Alltag für junge und alte Menschen mit Behinderungen erleichtern sollen.

Den Rollstuhl mit den Augen steuern – das gehört zu den technischen Neuheiten, die heute besonders viele Neugierige fanden. Schwerstbehinderte, die weder sich zu bewegen noch zu sprechen in der Lage sind, können den „SeeTech Wheelchair“ mit den Augen steuern. Als Kommunikationshilfe dient ein Monitor am Rollstuhl. Er bildet die Umgebung ab. Man fixiert mit den Augen die eingeblendete Schaltfläche und wählt den Bereich, zu dem man fahren möchte. Schließt man die Augen oder fixiert das Stopp-Symbol, hält der Rollstuhl an.

3D-Drucker im Einsatz

Auch 3D-Drucker bieten neue Hilfen. Griff- und Schreibhilfen für Rheumakranke oder individuell gestaltete Prothesen können Betroffene damit künftig selber herstellen, etwa Transportanhänger für Rollstühle. Die Daten wie etwa Baupläne oder 3D-Modelle werden in gängigen Internetplattformen für jeden frei zur Verfügung gestellt.

Mit einem speziellen Handschuh können Menschen mit eingeschränkter Handfunktion etwa nach einem Schlagfall wieder Gegenstände greifen und festhalten. Durch Sensoren in den Fingerspitzen verstärkt der Handschuh die Kraft seines Anwenders und macht es ihm möglich, Gegenstände, selbstständig zu greifen und zu transportieren.

Freizeit- und Reiseangebote

Neue extra lange Stöcke bekommen kleine Kinder mit Sehbehinderung in die Hand. Durch ihn erleben sie nach Angaben der Entwickler spielerisch ihre Wahrnehmung, so dass es für sie selbstverständlich wird, mit dem Langstock mobil zu sein. Die Kinder sollen damit ihren Bewegungsradius erweitern und lernen, sich unabhängiger zu bewegen.

Ein Fachforum vermittelt praxisnahes Wissen für Pfleger sowie für pflegende Angehörige. Auch über barrierefreie Freizeit- und Reiseangebote können sich die Besucher informieren. Zahlreiche Unternehmen haben sich zudem auf die behindertengerechte Umrüstung von Autos spezialisiert. Wer sportlich aktiv werden möchte, kann sich über Sportmöglichkeiten informieren und sie ausprobieren.

Lesen Sie auch: „Viele Menschen mit Behinderung sind über die mangelnde Funktion ihrer Hilfsmittel unzufrieden“ – Interview mit dem „Cybathlon“-Erfinder Professor Robert Riener über technologische Fortschritte bei Assistenzsystemen, Inklusion dank Technik, Exoskelette und Emotionen.

(dpa)

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