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Robert Harting triumphiert in Berlin – aber gegen Sebastian Dietz verliert er

Beim größten Leichtathletik-Treffen der Welt muss der Olympiasieger nun dem Paralympicssieger einen ausgeben.

Vom Trikot nicht täuschen lassen: Der Mann rechts heißt nicht Felix Schoeller, sondern Sebastian Dietz. Links: Robert Harting (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Vom Trikot nicht täuschen lassen: Der Mann rechts heißt nicht Felix Schoeller, sondern Sebastian Dietz. Links: Robert Harting (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Es war die große Diskus-Show von Robert Harting. Zum fünften Mal gewann der Weltmeister in Serie in seiner Heimatstadt Berlin. Mit 69,02 Meter übertrumpfte er am Sonntag beim ISTAF seinen deutschen Widersacher Martin Wierig und begeisterte die 53.000 Zuschauer.

Das mit Spannung erwartete interne Duell gegen Paralympicssieger Sebastian Dietz (ROLLINGPLANET berichtete: DISKUSsion über Inklusion: Behinderter Bulle gegen nichtbehinderten Bullen) verlor Harting jedoch. Spielregel war, dass nicht die nackten Ergebnisse von heute zählen: Mit einer gelben Linie für die durchschnittliche Weite der jeweils letzten fünf Wettkämpfe sollten die Leistungen vergleichbar gemacht werden.

2:1 für Sebastian Dietz

„Jetzt muss ich Sebastian heute Abend einen ausgeben“, sagte Harting, weil er bei dem besonderen Wettkampf nur einmal seinen Durchschnittwert der letzte fünf Wettkämpfe übertraf, der teilweise querschnittgelähmte Dietz mit 39,77 Metern aber zweimal.

Dietz durfte beim ISTAF als erster Leistungssportler mit Behinderung in einem offiziellen Wettbewerb der Nichtbehinderten starten. Dass Dietz beim größten Leichtathletik-Treffen der Welt von der Berliner Harting-Begeisterung profitieren soll und sich mit nichtbehinderten Sportlern messen kann, war Harting, der sich immer wieder für den Behindertensport einsetzt, ein großes Anliegen.

(RP/dpa)

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