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Robert Lewandowski verspricht Blindenmannschaft Hilfe bei EM-Teilnahme

Welche Fußballer sonst noch unter die Beine bzw. Arme greifen.

Offensichtlich ein netter Kerl, auch wenn seine Hilfsaktion ihn nicht in die Armut treiben wird: Robert Lewandwoski (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Offensichtlich ein netter Kerl, auch wenn seine Hilfsaktion ihn nicht in die Armut treiben wird: Robert Lewandwoski (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Der polnische Stürmer-Star Robert Lewandowski will blinden Sportlern helfen, sich den Traum von der Teilnahme an der Fußball-EM in Großbritannien zu erfüllen. Eine Sprecherin seines Managements bestätigte am Freitag im Fernsehsender TVN24, dass der Bayern-Profi die blinden „Kollegen“ unterstützen wolle. Zur Höhe der Summe könnten aber noch keine Angaben gemacht werden.

Die polnische Blinden-Nationalmannschaft hatte sich für die EM-Teilnahme qualifiziert. Allerdings drohte die Reise nach Großbritannien am fehlenden Geld zu scheitern: Das Team hatte für das gesamte laufende Jahr 20.000 Zloty (etwa 5000 Euro) Fördermittel erhalten. Für den EM-Einsatz wurden aber 55.000 Zloty veranschlagt, sagte Trainer Lubomir Prask, als er am Freitag im Fernsehen das Dilemma des Blindenteams schilderte.

Ibrahimovic zahlte alles

Wenige Stunden später war Prask begeistert über zahlreiche Reaktionen: „Das Geld ist nahezu zusammen. Für uns wird ein Traum wahr.“ Lewandowski habe mit der Mannschaft Kontakt aufgenommen, sagte der Trainer. „Es ist unglaublich, dass so ein großer Star hinter uns steht.“

Im vergangenen November hatten Lewandowskis Bayern-Mitspieler Sebastian Schweinsteiger, Borussia Dortmund und ein privater Sponsor der deutschen Mannschaft mit beinamputierten Kickern ihre WM-Teilnahme ermöglicht. Helfertechnisch gesehen an der Spitze liegt Zlatan Ibrahimovic. Der hatte im August 2014 der schwedischen Natio mit sogenannten geistig behinderten Menschen die WM-Reisekosten in Höhe von 38.000 Euro komplett finanziert: „Fußball sollte von jedermann gespielt werden, unabhängig von Geschlecht, Behinderung oder nicht,“ begründete er seine Spende.

(RP/dpa)

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1 Kommentar

  • Daniel Horneber

    das sollten alles DFB Abteilungen sein und der DFB hat das dann zu finanzieren aber der Vortei lwenn so läuft liegt auf der Hand so können sich einzeln als edele Gönner aufspielen die den Armen Behinderten ihr Hobby zahlen einfach widerlich

    6. März 2015 at 17:17

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