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Robin Hood für blinde Menschen

Zum ersten Mal am Staatstheater Karlsruhe findet für Sehbehinderte eine Opernvorstellung mit Live-Audiodeskription statt.

Robin Hood mit einem Bogen schaut den Betrachter an

Robin Hood im Großen Haus des Staatstheaters Karlsruhe (Foto: Jochen Kle)

Am Staatstheater Karlsruhe hat „Robin Hobin“, eine Abenteueroper von Frank Schwemmer in 15 Bildern, am 20. Mai Premiere. Am 16. Juni gibt es für blinde Menschen das Libretto mit Live-Audiodeskription sowie ein spezielles Rahmenprogramm.

Hierfür kooperiert das Theater mit der Vereinigung deutscher Filmbeschreiber – Hörfilm e.V und dem Berliner Autorenteam um Anke Nicolai. Detaillierte Erläuterungen zum Handlungsgeschehen, Bühnenbild und Kostümen werden in ausgewählten Gesangspausen live über Kopfhörer eingesprochen und vermitteln den Sehgeschädigten auf diesem Weg optische Eindrücke des Bühnengeschehens.

Das sehgeschädigte Publikum empfängt die Zusatzkommentare über Monocliphörer und Audioguides. Ab 14 Uhr sind im Unteren Foyer in einer Werkstattstraße Kostüme und Masken zum Anfassen und Ertasten ausgestellt. Zeitgleich finden Bühnenführungen und Werkeinführungen statt. Nach Vorstellungsende um 19 Uhr sind alle zu einem Nachgespräch mit Sehbehinderten im Unteren Foyer eingeladen.

Zwischen den Programmpunkten besteht die Möglichkeit eines Imbisses im Theatergebäude.

Informationen zur Besetzung und zur Aufführung stehen kostenlos in Braille- und Großschrift zur Verfügung, die Mitnahme von Blindenführhunden ist ebenfalls möglich.

Außerdem stehen für Kinder mit Hörschädigungen zusätzlich Induktionsschleifen zur Verfügung.

Das Theater verfügt über fünf barrierefrei zugängliche Rollstuhlplätze.

Ein spezielles Kartenkontingent für Sehgeschädigte bietet Karten zum halben Preis, die auch für die jeweiligen Begleitpersonen gedacht ist.

Weitere Infos: http://www.staatstheater.karlsruhe.de/programm/info/1165/

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich an:
Julia Schüttke
Telefon: 07 21/72 58 09 23
[email protected]

Darum geht es

Papa ist mal wieder zu spät. Daniel hat genug von der Unzuverlässigkeit seines Vaters und widmet sich seinem neuen Computerspiel „Robin Hood“. Plötzlich steht Robin im Zimmer. Oder besser gesagt: Das defekte Computerspiel hat den Helden des Mittelalters unter den Wohnzimmertisch gebeamt. Robin Hood hält nicht viel vom modernen Leben und vom Streit von Daniels Eltern über Erziehungsfragen. Durch das Drücken der Enter-Taste kann Daniel Robin Hood zurückkehren lassen – und folgt ihm gleich hinterher.

Im Sherwood Forest trifft er eine ganze Horde anderer Kinder aus der Gegenwart und Robins Bande. Gemeinsam nehmen sie Prinz John die Steuergelder weg, die er mithilfe des Sheriffs von Nottingham seinen Untertanen abgepresst hat. Doch Sheriff und Prinz holen zum Gegenschlag aus und kidnappen die Kinder aus der Gegenwart. Daniel und Robin müssen schlau und mutig sein, um in die Burg des Prinzen einzudringen. Glücklicherweise kommt ihnen bei der Befreiung der Kinder auch noch Daniels Vater zu Hilfe, und gemeinsam meistern sie das Abenteuer.

16.6.2012
Badisches Staatstheater Karlsruhe, Baumeisterstr. 11, 76137 Karlsruhe
90 Minuten. Komponist: Frank Schwemmer, Regie: Nelly Danker, Bühnenbild: Rainer Sellmaier, Kostüme: Julia Schnittger, Mitwirkende: Mitglieder des Opernensembles, des Opernstudios, der Karlsruher Kinderchor Cantus Juvenum und der Badische Staatsopernchor
www.staatstheater.karlsruhe.de

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1 Kommentar

  • Helge Blankenstein

    Sehr geehrte Julia Schüttke,

    wenn die Hintergrundinfos eingesprochen werden könnte man diese doch gleich aufzeichnen. Dadurch würde man erreichen, dass blinde und/oder sehbehinderte Operbesucher auch an anderen Terminen die Nutzung ermöglichen. Immerhin ist es eine Premiere. Also ist davon auszugehen, dass Menschen aus unterschiedlichsten Landesteilen sich diese Möglichkeit nicht entgehen lassen wollen, aber für den bisher einen Termin, Probleme haben.

    Oder habe ich das falsch verstanden?

    Helge Blankensgtein

    17. Mai 2012 at 21:05

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