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ROLLINGPLANET fordert: Behindertenparkplätze für alle Freizeit-Musiker!

Wir haben ein schlechtes Gewissen – wegen uns gibt es jetzt ein Benefizkonzert weniger.

Hier handelt es sich um einen klaren Fall von Misstönen (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Hier handelt es sich um einen klaren Fall von Misstönen (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

In unserer ebenso umstrittenen wie beliebten Rubrik „Parkplatzschweine“ können ROLLINGPLANET-Nutzer/innen Falschparker veröffentlichen, die sie auf einem Behindertenparkplatz ertappen. Von den Besitzern der fotografierten Autos bekommen wir immer wieder wütende oder/und erheiternde Antworten. Die folgende wollen wir der Öffentlichkeit auf keinen Fall vorenthalten – auch ROLLINGPLANET findet: In Deutschland muss es endlich Behindertenparkplätze für Freizeit-Musiker geben, die mit ihrem Enkelchen unterwegs sind!

Sehr geehrte Damen u. Herren,
mit verwundern entnahm ich heute meiner Windschutzscheibe einen Zettel mit einer beliedigenden Aussage meiner Person gegenüber. Ich habe bei meinem Supermarkt meines vertrauens auf einem Behinderten Parkplatz geparkt, aber nur aus dem Grund, da die daneben platzierten Mutter/Kind Parkplätze von nicht Mutter/Kind Autobesitzern besetzt waren. Da im Umfeld des Supermarktes (HIT-Markt) genügend Behinderten Parkplätze existieren, habe ich diesen Parkplatz genutzt, da ich mein 2 1/2 jähriges Enkelchen dabei hatte. Ein Hinweis von Ihrem Denunzianten in Form einer persönlichen Ansprache an mich oder ein freundlicher Handzettel hätte dem genüge getan. Sollte mein Kennzeichen bzw. Foto auf ihrer Page erscheinen werde ich meinen Rechtsbeistand hinzu ziehen. Ich fühle mich in der Art und Weise wie Sie hier vorgehen beleidigt und kann dies auch so nicht hinnehmen. Ich habe den Marktleiter über den Vorfall unterrichtet und er wird auch gegen Sie rechtliche Schritte einleiten, da er einen eingriff in sein Hausrecht sieht und solche denunzierendes vorgehen auf seinem Grundstück bzw. Supermarkt nicht dulden kann. Es ist kein öffentlicher Raum der hier durch ein Fehlverhalten verletzt wurde. Die Marktleitung hat sich von dem Zettel eine Kopie gemacht und wird es an seine Rechtsabteilung weiterleiten. Meine persönlichen Daten liegen der Marktleitung ebenfalls vor.
Da ich in meiner Freizeit Musiker (Bandleader) bin und jedes Jahr ein Benefizkonzert zu Gunsten Behinderter Menschen mache, werde ich auf diesen Vorfall hin, meine Aktivität dieses Jahr einstellen. Ich werde als Begründung dazu ihre Homepage erwähnen und den vorliegenden Fall schildern.

In anbetracht des Vorfalls ohne MFG.

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11 Kommentare

  • Andrea Bröker

    Das ist echt eine Frechheit. Ich habe kürzlich auch einen Mann beobachtet, der frech mit Kleinkind im Auto auf einem Behindertenparkplatz vor dem Supermarkt parkte. Auf meine Bemerkung hin, dass dies frech sei, wäre der Typ beinahe noch auf mich losgegangen. Leider ist das unberechtigte Parken auf Behindertenparkplätzen für die meisten noch immer ein Kavaliersdelikt, genauso wie das Besetzen von Schwerbehindertenplätzen im Zug.

    27. April 2014 at 16:39
  • Inklusion

    Interessante News. Da sollte man einfach zurückklagen;-)

    27. April 2014 at 16:58
  • Maik

    Mir sind auch schon solch frechen (für mich schon bösartigen) Menschen über den weg gelaufen. Diese haben mir auch mit Anwalt und Schlägen gedroht. Da sieht man dass solche Menschen kein Gehirn haben! Diese vergessen, dass das Schicksal auch sie dazu verdammen kann. Dass sie auf solch einen Parkplatz angewiesen sein könnten.

    27. April 2014 at 17:07
  • Rika Tjakea

    Ihr Bösen!

    27. April 2014 at 17:52
  • Scharik

    Eine besondere Persönlichkeit, dieser Herr „Bandleader“.

    Ich möchte doch an dieser Stelle den Hinweis an alle anderen Rolli-Parklizenzinhaber loswerden, dass wir als sogenannte Köperbehinderte und oft eben auch Rollinutzer, uns doch keineswegs über Menschen aufregen sollten, die offensichtlich unter einer psychischen Belastungsstörung leiden könnten.
    Anders ist für mich dieses Bandleaderschreiben nicht zu erklären.

    Erklären wir also einem Menschen gegenüber, dessen sozialpsychiatrische Anamnese vielleicht Erklärungen zu bestimmten Verhaltensweisen geben könnte, unser uneingeschränktes Wohlwollen.
    Vielleicht könnte diesem Bandleader auch der Hinweis gegeben werden, dass eine behördlich festgestellte Fahruntüchtigkeit, zum Beispiel wegen sozialpsychiatrischer Auffälligkeiten, deutschlandweit und ganz berechtigt weitaus mehr Nicht-Körperbehinderte trifft, als beispielsweise rolli-Nutzer.

    27. April 2014 at 20:02
  • Antje Meyer

    Ich bin zwar leider keine Hobbymusikerin, aber ich arbeite in einer WfbM und bin immer unheimlich nett zu Menschen mit Behinderung, berechigt mich das jetzt dazu, auf Behindertenparkplätzen parken zu dürfen? 😉

    28. April 2014 at 06:38
  • Rolling-Fan

    Da hat man echt Zweifel an dem IQ dieser Person. Einerseits behauptet er, die Mutter-Kind-Parplätze wären von Nicht-Mutter-Kindern besetzt, woher will er das wissen? Das nimmt er zum Anlass, als NIcht-Behinderter einen Behindertenparkplatz zu nutzen, ein klares Vergehen mit Bußgeld-Möglichkeit. Das klingt im übrigen nach einer leeren Drohung, wenn ihr tatsächlich verklagt werden solltet, startet bitte eine Spendenkampagne, viele hier sind bereit, euch finanziell zu unterstützen, um solche Unverschämtheiten abzustellen.

    28. April 2014 at 09:59
  • Hannah

    Zwecks Vermeidung eines Strafzettels oder eines anprangernder Rolling Planet Users ist darauf zu achten, dass Hobbymusiker ihre Gitarre deutlich sichtbar hinter die Windschutzscheibe legen. Dann dürfte einer Besetzung des Behindertenparkplatzes nichts mehr im Wege stehen.

    28. April 2014 at 19:34
  • Handbiker

    Ich bin für eine Gesetztesänderung. Wenn alle unsere Parkplätze die Breite eines Behindertenparkplatzes haben müssen, gibt auch keine Parkplatzschweine mehr.

    29. April 2014 at 07:43
  • Chris Stern

    Hab‘ ich das richtig verstanden: Wenn ich ein Enkelchen habe, brauche ich mich nicht an Vorschriften zu halten? Und ich habe das Recht, mich tierisch zu ärgern, dass Behinderte am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen wollen und für sie ausgewiesene Parkplätze benutzen wollen, obwohl ich doch Benefizkonzerte für sie gebe und sie schön daheim bleiben könnten? Verrückte Welt!

    29. April 2014 at 20:17
  • Zerberus

    Der Klage, die mit Sicherheit nicht eingereicht wird, könntet ihr entspannt entgegensehen! Kein Anwalt mit Hirn im Kopf wird sich da engagieren. Persönlichkeitsrechte sind nach gesetzlichen Gesichtspunkten nicht verletzt worden und Fahrzeuge können jederzeit fotografiert werden. Der Markt ist, obwohl Privatgelände, ein öffentlicher Bereich und somit sind aufgestellte Verkehrszeichen auch zu beachten!
    Ich empfehle dem Klagewütigem Musiker eine Gehirntomografie, denn irgendetwas kann im Oberstübchen nicht stimmen!
    Macht weiter so! Egoisten an den Pranger…

    29. April 2014 at 22:07

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