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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Vermutlich ermordete Peggy: Ulvi K. freigesprochen

Mittwoch, 12.5.2014 Der geistig Behinderte Ulvi K. ist im zweiten Prozess um die seit 13 Jahren verschwundene Peggy freigesprochen worden (siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht: Lebenslänglich weggesperrt?). Das Landgericht Bayreuth hob heute eine frühere Verurteilung des 36-Jährigen wegen Mordes an dem Mädchen auf. „Er ist aus tatsächlichen Gründen freizusprechen; ein Tatnachweis ist nicht möglich“, sagte der Vorsitzende Richter Michael Eckstein. Unterstützer von Ulvi K. reagierten im Gerichtssaal mit Applaus und Bravo-Rufen auf das Urteil. (ag)

SightCity vom 14. – 16. Mai 2014

sightcity_logowebMittwoch, 12.5.2014 Heute öffnet die SightCity in Frankfurt ihre Tore. Auf der europaweit größten Fachmesse für sehbehinderte und blinde Menschen, die jedes Jahr im „Sheraton Airport“ Hotel in Frankfurt/Main stattfindet, präsentieren bis Freitag mehr als 130 Aussteller ihre Angebote von Hilfsmitteln über technische Innovationen bis zu Bildungs- und Freizeitangeboten. Im vergangenen Jahr verzeichnete die SightCity 3.800 Besucher. In Deutschland leben zirka 500.000 sehbehinderte und rund 150.000 blinde Menschen. (PM)

Oscar Pistorius soll in die Psychiatrie

Archivfoto: Oscar Pistorius (Foto: dpa)

Archivfoto: Oscar Pistorius (Foto: dpa)

Dienstag, 12.5.2014 Im Mordprozess gegen Oscar Pistorius hat Staatsanwalt Gerrie Nel einen überraschenden Antrag gestellt: Der Angeklagte soll einen Monat lang in einer psychiatrischen Einrichtung unter Beobachtung gestellt werden. Ein Gutachter soll den Paralympics-Stars auf Zurechnungsfähigkeit untersuchen. Nel erklärte seinen Antrag mit dem „begründeten Verdacht“, dass Pistorius an einer psychischen Erkrankung leiden könne.

Allerdings ist Nel nicht von Fürsorge umtrieben: Er wolle mit seinem Antrag verhindern, dass der Angeklagte im Falle einer Verurteilung wegen Mordes den Schuldspruch mit dem Argument anficht, nicht voll zurechnungsfähig gewesen zu sein. Diese Hintertür soll Pistorius offenbar verschlossen werden. Eine Psychiaterin hatte zuvor Pistorius eine intensive Angststörung bescheinigt. Die Richterin Thokozile Masipa will die Entscheidung über den Antrag am Mittwoch verkünden. (dpa/ag)

Landtag Baden-Württemberg debattiert über Teilhabe Behinderter in den Kommunen

Dienstag, 12.5.2014 Der Landtag diskutiert am Mittwoch (9.00 Uhr) über die Teilhabe behinderter Menschen in den Kommunen. Die CDU hat die Debatte auf die Tagesordnung des Plenums in Stuttgart gesetzt, weil ihr ein Papier der Landesarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik der Grünen sauer aufgestoßen ist. Darin würden die Sonderschulen in Baden-Württemberg als „pädagogische Fehlentwicklungen“ bezeichnet, die mit der UN-Behindertenrechtskonvention nicht vereinbar seien. (dpa/lsw)

Strenge Behinderte: In neun Jahren wurde erst ein Gütesiegel „Erfurt Barrierefrei“ vergeben

Dienstag, 12.5.2014 Da sind unsere Kollegen aber streng: Seit genau neun Jahren gibt es das Gütesiegel „Erfurt Barrierefrei“ – vergeben wurde es bisher erst ein Mal, an eine Apotheke, die vorige Woche aus der Stadt weggezogen ist. Laut Stadtrat hat die Entscheidergruppe – durchweg Betroffene mit einer Behinderung: Blinde, Sehbehinderte, Hörbehinderte, Gehörlose, Rollstuhlfahrer, Senioren mit gesundheitlichen Einschränkungen – bisher alle anderen Firmen, die an dem Siegel interessiert waren, als nicht ausreichend barrierefrei abgelehnt. (jl)

Baby schreit zu laut – Krankenschwester klebt Mund zu

Dienstag, 12.5.2014 Ein sechs Tage altes Baby hat auf einer Neugeborenenstation auf den Philippinen so laut geschrien, dass eine Krankenschwester dem Kleinen den Mund zuklebte. Die entsetzten Eltern veröffentlichten Fotos von ihrem Baby mit den Klebestreifen auf dem Mund und lösten am Dienstag eine Welle der Empörung aus. „Dies ist Yohannes Noval“, schrieb der Vater Ryan Noval zu dem Foto auf Facebook. „Er kann über seine schrecklichen Erlebnisse im Gewahrsam der Kinderschwester nicht berichten – deshalb tun wir es.“

Die Krankenschwester habe ihnen gesagt, dass ihr Junge ständig geschrien habe und immer etwas essen wollte, deshalb habe sie ihm die Klebestreifen verpasst, sagten die Eltern. Das Krankenhaus auf der Insel Cebu kündigte eine Untersuchung an, wie die Zeitung „Sun Star Cebu“ schrieb. Nach Angaben der Verwaltung werden Klebestreifen verwendet, damit den Babys die Schnuller nicht aus dem Mund fallen. Der Junge war wegen einer Infektion im Krankenhaus. (dpa)

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es in dringenden Fällen Facharzt-Termine binnen eines Werktags

Dienstag, 12.5.2014 Patienten mit einem dringenden medizinischen Problem bekommen in Mecklenburg-Vorpommern binnen eines Werktags einen Termin beim Facharzt. Wer ein weniger akutes Problem hat, bei dem sich jedoch zum Beispiel bei einer laufenden Therapie der Gesundheitszustand verschlechtert hat, erhält einen Facharzttermin innerhalb einer Woche.

Das teilten die Kassenärztliche Vereinigung und die AOK Nordost am Dienstag mit. Beide Seiten hatten 2011 einen Vertrag über ein sogenanntes A- und B-Überweisungsmodell geschlossen. Auch mit anderen Kassen gibt es solche Verträge, wie es hieß. (dpa/mv)

Sachsen erfüllt Beschäftigungsquote für Behinderte

Dienstag, 12.5.2014 Das Land Sachsen hat im vergangenen Jahr rund 6100 schwerbehinderte Menschen beschäftigt – 100 mehr als 2012. Insgesamt waren 6,4 Prozent der Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst mit Menschen mit Handicap besetzt, wie das Sozialministerium am Dienstag mitteilte. Damit liege der Freistaat über der gesetzlichen Beschäftigungsquote von fünf Prozent. Das Land habe demzufolge auch keine Ausgleichsabgabe leisten müssen.

„Menschen mit Behinderungen sind gut qualifizierte Fachkräfte, ohne die wir unsere Aufgaben nicht bewältigen könnten“, erklärte Sozialministerin Christine Clauß (CDU). Dennoch würden die Potenziale behinderter Menschen auch in Zeiten zunehmenden Fachkräftebedarfs oft nicht gesehen. (dpa/sn)

Behinderte Fußballer trainieren mit Profis der TSG 1899 Hoffenheim

510px-Logo_TSG_HoffenheimDienstag, 12.5.2014 TSG 1899 Hoffenheim hat zu einem gemeinsamen Training von Menschen mit und ohne Behinderung eingeladen. Der Bundesligist schickte seinen Reha-Trainer Otmar Rösch und die Profis Jiloan Hamad (schwedischer Nationalspieler) und Tarik Elyounoussi (norwegischer Nationalspieler). Insgesamt beteiligten sich 35 Menschen mit Behinderung an der einmal im Jahr stattfindenden Aktion im Rahmen der „Special Olympics UEFA-FootballWeek“.

Jeder Deutsche trinkt durchschnittlich 500 Flaschen pro Jahr

Bierflaschen (Foto: Melling Rondell/pixelio.de)

Bierflaschen (Foto: Melling Rondell/pixelio.de)

Montag, 12.5.2014 500 Flaschen Bier oder 11,8 Liter pro Jahr – so viel Alkohol trinkt jeder Deutsche über 15 Jahren umgerechnet pro Jahr. Das ist etwa doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt. Das geht aus einem neuen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor, der heute in Genf vorgestellt wurde.

Männer trinken mehr als doppelt so viel wie Frauen. Während ein Mann in Deutschland im Schnitt jährlich 16,8 Liter Alkohol konsumiert, sind es bei den Frauen 7 Liter. Bier macht mehr als die Hälfte des bundesweit konsumierten Alkohols aus (53,6 Prozent), gefolgt von Wein (27,8 Prozent) und harten Getränken (18,6 Prozent).

Weltweit liegt der Alkoholkonsum mit 6,2 Litern reinen Alkohol nur knapp halb so hoch wie in Deutschland. Übermäßiges Trinken begünstigt laut der WHO mehr als 200 Krankheiten, darunter Leberzirrhose und Krebs, aber auch Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Lungenentzündung. (dpa)

Viele angehende Lehrer sind auf Inklusion nicht gut vorbereitet

Montag, 12.5.2014 Angehende Lehrer werden in Nordrhein-Westfalen offenbar nur wenig auf die schulische Inklusion vorbereitet, berichtet die „Westfalenpost“. Obwohl die Einführung des gemeinsamen Lernens von behinderten und nicht behinderten Schülern bereits im August beginnt, stecken die Basismodule für Referendare noch in den Anfängen fest. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) habe eingeräumt, dass die Basismodule für die Referendare zum Thema Inklusion von der Kultusministerkonferenz (KMK) erst noch erarbeitet werden müssen. (ag)

Bielefelds neues Rathaus mit kurzen Wegen für Menschen mit Behinderung

Montag, 12.5.2014 Ab Dienstag (13. Mai) bieten in Bielefeld die zentrale Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderungen und die zentrale Anlaufstelle für Schwerbehindertenangelegenheiten und Schwerbehindertenausweise ihre Dienste Tür an Tür im Neuen Rathaus an. Die beiden Anlaufstellen finden sich ab diesem Zeitpunkt günstig gelegen in der 1. Etage in unmittelbarer Nähe zu den Fahrstühlen und sind damit für mobilitätseingeschränkte Menschen gut erreichbar. Die zentrale Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderungen ist im Zimmer G 118, 1. Etage, Neues Rathaus zu finden. Die zentrale Anlaufstelle für Schwerbehindertenangelegenheiten und Schwerbehindertenausweise im Zimmer G 120, 1. Etage, Neues Rathaus. (PM)

Neue Initiative für barrierefreien Hauptbahnhof Freiburg

Montag, 12.5.2014 Der Hauptbahnhof Freiburg (Baden-Württemberg) soll barrierefrei werden. Diese Forderung erhebt die heute vorgestellte neue Initiative „Bahnhof ohne Barrieren“ (BOB). Mit dabei sind der Behindertenbeirat der Stadt, zahlreiche Verbände und Firmen. Die Deutsche Bahn AG ist der Ansicht, ihr Hauptbahnhof sei barrierefrei, da er fünf Aufzüge hat. Stadträtin und Rollstuhlfahrerin Anke Dallmann von BOB kritisiert hingegen, dass die Aufzüge umständlich und oft zu klein seien, zu Wartezeiten zwingen, oft defekt und nach Mitternacht außer Betrieb sind. (ag)

Baden-Württemberg: Grüne wollen Budget für Inklusion beim Land

Montag, 12.5.2014 In der Debatte um die Integration behinderter junger Menschen haben die Landtags-Grünen vorgeschlagen, dass die Kommunen ihre dafür vorgesehenen Mittel an Regelschulen dem Land übertragen. Eingliederungs- und Jugendhilfemittel für Schulassistenten, die Kinder mit Handicaps in der Schule begleiten, sollten für zunächst drei bis fünf Jahre den staatlichen Schulämtern zufließen, erläuterte der Sozialexperte Thomas Poreski. „Das hat den Vorteil für die Familien, dass sie nur eine Anlaufstelle für Anträge haben“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Überdies fordert die Grünen-Fraktion in einem einstimmig beschlossenen Eckpunktepapier 200 Stellen für Sonderpädagogen, die auf die Staatlichen Schulämter aufgeteilt werden sollen. (dpa/lsw)


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