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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Milliardengeschäft: Fresenius Medical Care erwartet mehr Nieren-Patienten

Donnerstag, 15.5.2014 Der Medizintechnikhersteller und Gesundheitsdienstleister Fresenius Medical Care (FMC) rechnet mit einer weiter steigenden Zahl von Nieren-Patienten. Ende 2013 waren weltweit mehr als 2,5 Millionen Menschen mit chronischen Nierenversagen in Dialysebehandlungen: „Wir erwarten ein Wachstum von 6 Prozent“, sagte FMC-Chef Rice Powell am Donnerstag bei der Hauptversammlung des Dax-Konzerns (10,7 Mrd. Euro Umsatz) in Frankfurt.

Im Jahr 2020 werden danach an die 4 Millionen Menschen auf eine Behandlung durch Dialyse angewiesen sein. Gründe dafür lägen im wachsenden Durchschnittsalter der Bevölkerung und der Zunahme von Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes.

FMC sieht sich als Weltmarktführer für Dialyse-Produkte und Dienstleistungen rund um die Nierenwäsche. In mehr als 3200 Zentren wurden zuletzt rund 270.000 Patienten behandelt. (dpa)

Zweite Schule lehnt behinderten Jungen Henri ab

Donnerstag, 15.5.2014 Nach einem Gymnasium hat auch eine Realschule in Walldorf einem Jungen mit Down-Syndrom den Wechsel in die fünfte Klasse verweigert. Wie die Eltern am Donnerstag mitteilten, hat die Gesamtlehrerkonferenz der Realschule Walldorf abgelehnt, sich an der Integration des 11-Jährigen Henri an die Regelschule (Inklusion) zu beteiligen. Nach Angaben der Eltern war in der Realschule vorsorglich in einer kurzfristig einberufenen Gesamtlehrerkonferenz abgestimmt worden, nachdem die Eltern dem Staatlichen Schulamt Mannheim Interesse signalisiert hätten. (dpa/lsw)

Jetzt vermasselt uns die Deutsche Bahn auch noch den Fußball

Deutsche Bahn (Foto: KP)

Deutsche Bahn (Foto: KP)

Donnerstag, 15.5.2014 Ist ein Hauptbahnhof in einer Landeshauptstadt wirklich behindertengerecht, wenn sein Fahrstuhl regulär um 22.30 Uhr abgestellt wird? Was ist von einem Mobilitätsservice zu halten, der uns immer wieder mal gerne vergisst? Wir fürchten, mit der Liebe von ROLLINGPLANET zur Deutschen Bahn klappt es in diesem Leben beim besten Willen nicht mehr. Hier gibt es wieder Neues von unseren Freunden: Warum ein Mainzer Rolli die Meisterschaftsfeier von Bayern München trotz Tickets für die Allianz-Arena und DB nicht live erleben durfte, schildert die Allgemeine Zeitung. (jl)

Vizepräsidentin Schmidt präsentiert neues Angebot für Besucher mit Handicap

Donnerstag, 15.5.2014 Der Deutsche Bundestag erweitert sein Angebot für Besucher des Reichstages um einen weiteren sogenannten Audioguide. Vizepräsidentin Ulla Schmidt (auch Vorsitzende der Lebenshilfe) präsentiert am Mittwoch, 21. Mai 2014, 12 Uhr, auf der Dachterrasse des Reichstagsgebäudes die neue Version „Leichte Sprache“. Dies ist eine Ergänzung des bereits vorhandenen Angebotes für Menschen mit Handicap.

Bisher gibt es:
▪ Audioguide für Blinde, mit Ergänzungen des Basistextes sowie zusätzlichem „Tastkoffer“ mit elf Reliefs ausgewählter Objekte
▪ Tastmodell des Reichstagsgebäudes: Umgebungsrelief des Parlaments- und Regierungsviertels, Tiefenrelief des Plenarsaals und der Kuppel
▪ Videoguide für Gehörlose mit Gebärdensprache und Texteinblendung (PM)

Neue Helga-Gunderlach-Stiftung für Menschen mit Behinderung

Donnerstag, 15.5.2014 Der Offenbacher Norbert Gunderlach (74) hat die nach seiner vor zwei Jahren verstorbenen Ehefrau benannte Helga-Gunderlach-Stiftung gegründet. Das Stiftungskapital beträgt 500.000 Euro. Aus den Zinsausschüttungen sollen Menschen mit Behinderung direkt und unbürokratisch Unterstützung erfahren. Gunderlach hat einen 43-jährigen behinderten Sohn. (jl)

Münchner Rolli-Cup 2014 steigt

Mittwoch, 14.5.2014 Der USC München organisiert am Samstag, den 17. Mai, in der Fischer-von-Erlach-Sporthalle (Fischer-von-Erlach-Straße 6) zum dritten Mal den Münchner Rolli-Cup. Der Eintritt ist frei. Ein Rollstuhlbasketball-Turnier auf Bayernliga-Niveau: Um den Titel kämpfen die vier Mannschaften BVSV Ingolstadt, SHG Dachau, SV-Reha Augsburg und USC München III. (AU)

Achtung, Taschenrechner festhalten: Bistum Limburg baut wieder

Zurückgetretener Bischof Tebartz-van Elst (Foto: dpa)

Zurückgetretener Bischof Tebartz-van Elst (Foto: dpa)

Mittwoch, 14.5.2014 Das skandalträchtige Limburger Bistum, bekannt geworden durch Immobilien-Protz Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht: Geld für eine 31-Millionen-Euro-Kirche, nicht aber für einen Fahrstuhl für Rollstuhlfahrer), baut wieder: Für etwa fünf Millionen Euro soll von Juli an das in die Jahre gekommene Priesterseminar saniert werden. Das Bistum nutzt das 4000 Quadratmeter große, denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1931 als Tagungs-, Begegnungs- und Ausbildungsort. Es soll ein Jahr lang modernisiert und barrierefrei umgebaut werden. Mit dem Fahrstuhl sollte es dieses Mal also klappen. (ag)

Subjektive Einschätzung von Alzheimer stimmt oft

Mittwoch, 14.5.2014 Bemerken Senioren erste Anzeichen von Alzheimer an sich, ist das oft keine Einbildung. Im Rahmen einer Langzeitstudie konnten Forscher der Universität Kentucky zeigen, dass Ältere mit diesem Eindruck oft richtig liegen. Für die Untersuchung wurden mehr als 7500 Männer im Alter über 60 fortlaufend begleitet. Bei einer ersten Nachuntersuchung wurde gut der Hälfte der Teilnehmer, die ursprünglich keine Anzeichen von Demenz gezeigt hatten, die Frage gestellt: „Haben Sie irgendeine Veränderung an Ihrem Gedächtnis festgestellt, seit Sie das letzte Mal hier waren?“

Tatsächlich fanden sich bei denjenigen Männern, die die Frage bejahten, in den anschließenden Tests häufiger Anzeichen für klinisch auffällige kognitive Aussetzer, heißt es in der Zeitschrift „Psychologie Heute“ (Ausgabe Juni 2014). Sie konnten auf eine beginnende Alzheimererkrankung hinweisen. Besorgniserregend seien aber nur solche Gedächtnisprobleme, die sich mit der Zeit verschlimmern und die in vielen Alltagssituationen auftreten. (dpa/tmn)

Opposition in Baden-Württemberg: Grüne wollen Sonderschulen abschaffen

Mittwoch, 14.5.2014 In der Debatte um die Integration behinderter Kinder in Regelschulen haben CDU und FDP den Grünen vorgeworfen, Sonderschulen abschaffen zu wollen. Zwar habe sich die Sonderschulpflicht für behinderte Kinder überlebt, aber das höchst ausdifferenzierte Sonderschulsystem biete ihnen Chancen, derer sie nicht aus ideologischen Gründen beraubt werden dürften, sagte der FDP-Bildungsexperte Timm Kern am Mittwoch im Landtag in Stuttgart.

Kultusminister Andreas Stoch (SPD) versicherte hingegen, das qualifizierte Wahlrecht für Eltern behinderter Kinder zwischen Sonderschulen und Regelschulen mit der erforderlichen personellen, sächlichen und räumlichen Ausstattung werde kommen. „Wir werden beides in hoher Qualität vorhalten.“ (dpa/lsw)

Robert James Campbell: US-Gericht setzt Hinrichtung aus

Auf solchem einem Brett erfolgt die Hinrichtung (Foto: ntv)

Auf solchem einem Brett erfolgt die Hinrichtung (Foto: ntv)

Mittwoch, 14.5.2014 Eine Hinrichtung mit Giftspritze im US-Bundesstaat Texas wurde zwei Stunden vor dem Termin gestoppt. Die Justiz gab damit einem Einspruch des verurteilten Mörders Robert James Campbell statt. Die Verteidigung erhält mehr Zeit, um zu beweisen, dass Campbell geistig behindert ist. In diesem Fall wäre die Todesstrafe verfassungswidrig. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte im Juni 2002 die Hinrichtung von geistig Behinderten verboten. Die Bundesstaaten können aber selber festlegen, wo die Grenze der intellektuellen Leistungsfähigkeit liegt. (ag)


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