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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Inklusion: Musikschulen verabschieden Potsdamer Erklärung

Samstag, 17.5.2014 Der Verband deutscher Musikschulen will bundesweit gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder zum Standard machen (ROLLINGPLANET berichtete). In Potsdam einigten sich am Samstag 300 Leiter von Musikschulen auf eine entsprechende Erklärung. Hierbei wird Inklusion als generelle Haltung für die Musikschularbeit definiert. Sie soll eine Teilhabe aller Menschen durch diskriminierungsfreie Angebote garantieren, die zudem eine weitgehende Selbstbestimmung jedes Einzelnen anstrebt.

Nach Verbandsangaben sind bundesweit knapp 930 Musikschulen dem Verband angeschlossen. Die Einrichtungen sind an etwa 4000 Orten vertreten. Gut eine Million Schüler nehmen deren Angebot wahr, darunter 8.100 mit Behinderung. Mehr als jede zweite Musikschule in Deutschland bietet nach Verbandsangaben speziellen Musikunterricht für Behinderte an, auch in Zusammenarbeit mit Sonderschulen oder Behinderteneinrichtungen. (dpa)

Fußball für alle: Kicklusion in München

Kicklusion im Münchner Luitpoldpark (Foto: mobilspiel)

Kicklusion im Münchner Luitpoldpark (Foto: mobilspiel)

Samstag, 17.5.2014 Der Münchner Verein MobilSpiel e.V. lädt am morgigen Sonntag, 18. Mai, von 14-18 Uhr zum „Kicken ohne Ende – Das 1. Fußballfest für Alle mit und ohne Handicap“ im Schwabinger Luitpoldpark ein (auch bei schlechtem Wetter).

Auf dem Programm stehen: Fußball mit verbundenen Augen – Fußball auf 4 Rädern – Bubble-Fußball – Riesenkicker – Tischkicker – E-Torwandschießen – Fußballtennis – Blindenfußball und Infos mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) und dem Blindenfußballteam Würzburg – Infos und Rollstuhlfahrerfußball mit dem RBS Sportamt/Freizeitsport. (PM)

Neue Datenbank barrierefrei kommunizieren

Samstag, 17.5.2014 Unter http://www.barrierefrei-kommunizieren.de/ bietet die Berliner Stiftung barrierefrei kommunizieren! eine neue Datenbank, mit der sich Computertechnologien für Menschen mit Behinderung finden lassen. (PM)

Inklusion: Berliner Erklärung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE)

Samstag, 17.5.2014 Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und seine Partnerorganisationen Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer (GÖD-APS) Österreich sowie Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) tragen die UN-Behindertenrechtskonvention mit. In ihrer „Berliner Erklärung zur Inklusion“ betonen die Verbandsspitzen, alle Kinder sollten grundsätzlich in die Schule vor Ort gehen können und dort gemäß ihrem Lernstand gefördert werden.

Eine Forderung lautet: „Für die Entwicklung einer inklusiven Schule sind kontinuierlich ausreichende Ressourcen ohne Finanzierungsvorbehalt bereit zu stellen. “ Weiter heißt es: „Inklusion kann nicht in der üblich gewordenen Reformhektik von oben verordnet und ohne genügend Ressourcen an die Schulen delegiert werden. Sonst droht ein Scheitern.“ Gelingende Inklusion sei ein langer Prozess, der politische Wahlperioden überdauere und dauernde Aufmerksamkeit verlange.

VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann betonte: „Das Maß für gelingende Inklusion muss das Wohl des Kindes sein. Kindeswohl nach Kassenlage darf es nicht geben.“ Das Kooperationsverbot von Bund und Ländern im Bildungsbereich erweise sich als großes Hindernis in Deutschland, die Inklusion in gemeinsamer Verantwortung umzusetzen, so Beckmann. „Wir brauchen endlich ein tragfähiges gemeinsames Finanzierungskonzept von Bund, Ländern und Kommunen.“ (PM)

MS-Patientin sexuell belästigt? Bad Wildunger Klinik trennt sich von Oberarzt

Freitag, 16.5.2014 Weil er eine Patientin mit Multipler Sklerose (MS) geküsst haben soll, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Oberarzt aus Bad Wildungen. Es gebe eine Anzeige, nach der der Arzt die Frau zudem an Arm und Bein gestreichelt habe, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde.

Wie Klinik-Chef Joachim Großschädl betonte, habe sich das Haus „aus Fürsorgepflicht“ nach Bekanntwerden der Vorwürfe von dem Arzt getrennt. Nach Angaben von Rechtsanwältin Maike Koch, die das mutmaßliche Opfer vertritt, ist der Oberarzt Ende Oktober 2013 auf das Zimmer der wehrlosen Frau gekommen und „tätlich“ geworden. Sie fordert für die Rollstuhlfahrerin nun 15.000 Euro Schmerzensgeld von der Klinik. (dpa)

Behindertenbeauftragter begrüßt Entscheidung im „Fall Henri“

Gerd Weimer, der Behindertenbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Gerd Weimer, der Behindertenbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Freitag, 16.5.2014 Wie schnell fällt der denn um? Der Behindertenbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg hat die Entscheidung von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) im „Fall Henri“ begrüßt. „Ich halte diese Entscheidung für richtig, die er getroffen hat“, sagte Gerd Weimer am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. „Wenn es weder am Gymnasium noch an der Grundschule willkommen ist, dann ist es für das Kind nicht gut, die Entscheidung gegen das Lehrerkollegium zu treffen.“ Stoch hatte entschieden, den Beschluss des Walldorfer Gymnasiums gegen die Aufnahme des geistig behinderten Elfjährigen nicht aufzuheben. Noch vor eineinhalb Wochen hatte Weimer getönt: Die Weigerung des Walldorfer Gymnasiums, den Jungen, der das Down-Snydrom hat, in die fünfte Klasse aufzunehmen, sei beschämend. (RP/dpa)

Gehörlose adoptiert taube Hündin

Freitag, 16.5.2014 Das ist doch mal eine herzerweichende Geschichte: Die gehörlose Cindy Koch aus Nebraska (USA) hat den tauben Pitbull-Mischling „Rosie“ adoptiert. Die beiden unterhalten sich in Zeichensprache. „Wir hören beide nichts und können uns in die Lage des jeweils anderen versetzen“, so Koch. Mehr darüber in der Kronen-Zeitung. (ag)

Citroën Jumpy für Selbstfahrer im Rollstuhl

Citroën Jumpy

Citroën Jumpy

Freitag, 16.5.2014 Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bietet die Paravan GmbH einen Komplettumbau auf Basis des Citroën Jumpy an. Rollstühle können bei dem Modell auf allen Plätzen im Fahrzeug inklusive Fahrer- und Beifahrersitz befestigt werden. Innen- und Laderaummaße bleiben laut Citroën unverändert. Die Umbaumaßnahmen lassen sich zudem individuell an die jeweilige Art der Behinderung anpassen. So gibt es Lösungen vom einfachen Lenkradknauf bis zum kompletten Lenksystem, bei dem das Auto per Joystick gesteuert wird. (dpa/tmn)

Mindestens jeder Achte hat einmal im Leben krankhafte Angst

Freitag, 16.5.2014 Angststörungen sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Symptome sind zum Beispiel Herzrasen, Beklemmung und Schwindel. Patienten, deren Ängste nicht therapiert werden, ziehen sich häufig zurück und reduzieren ihre sozialen Kontakte. Das Risiko für zusätzliche Erkrankungen wie Depressionen steigen. Angststörungen treten meist im frühen Erwachsenenalter auf.

Angststörung wird häufig nicht direkt erkannt und behandelt, da körperliche Symptome wie Herzrasen oder Schwindel nicht damit in Zusammenhang gebracht werden. Weitere Hinweise auf die Erkrankung ist mangelndes Vertrauen in die eigene Stärke und das Gefühl von Ausgeliefertsein. (dpa)

Auftakt für Modellregion „Inklusive Bildung Kassel“

Donnerstag, 15.5.2014 Die Modellregion „Inklusive Bildung Kassel“ ist gestartet. „Inklusion ist, wenn keiner draußen bleiben muss und alle mitmachen können“, sagte Schuldezernentin Janz bei der Auftaktveranstaltung vor mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, Staatlichem Schulamt, politischen Gremien in der Stadt, Frühförderstellen, Behindertenverbänden, Universität und anderen Institutionen.

Ziel der vom Land Hessen geförderten Modellregion ist es, die allgemeine Schule in ihrem inklusiven Prozess zu unterstützen und zu begleiten, bestehende Ressourcen zu bündeln sowie Vernetzungsstrukturen mit allen beteiligten Professionen und Institutionen aufzubauen. In der Modellregion soll – so die offizielle Sprachregelung – erprobt werden, wie es gelingen kann, inklusive Strukturen im allgemeinen Schulsystem flächendeckend einzurichten. Könnte aber laut ROLLINGPLANET-Unterstellung auch heißen: Die Verantwortlichen gönnen sich ein wenig Zeit, um die flächendeckende Inklusion aufzuschieben. (jl)

Tübinger Hirnforscher erhält hoch dotierten US-Preis

Professor Mathias Jucker (Foto: Jucker Consulting)

Professor Mathias Jucker (Foto: Jucker Consulting)

Donnerstag, 15.5.2014 Der Tübinger Hirnforscher Mathias Jucker erhält gemeinsam mit einem amerikanischen Kollegen den mit 500.000 US-Dollar (rund 364.000 Euro) dotierten MetLife Foundation Award. Das teilte die Stiftung am Donnerstag in New York mit.

Die Auszeichnung würdige Juckers experimentelle Belege für das sogenannte Prion-Prinzip, das für Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson und andere Erkrankungen des Nervensystems verantwortlich sein könnte. Beim Prion-Prinzip verdreht sich ein einzelnes Eiweiß und zwingt seine Nachbarn dann in eine neue Form. So nehmen diese gesunden Eiweiße dann die falsche Struktur auf. (dpa/lsw)

Allianz wird Partner des IPC Athletics

Donnerstag, 15.5.2014 IPC Athletics, der Leichtathletikverband des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), und der Finanzdienstleister Allianz SE haben eine 12-monatige Partnerschaft vereinbart. Damit wird die Allianz der erste offizielle internationale Förderer dieser Sportgruppe. Die Allianz und IPC Athletics werden gemeinsame Programme und digitale Auftritte entwickeln, um mehr Aufmerksamkeit für die Athleten und ihren Sport zu erreichen. Darüber hinaus unterstützt die Allianz dieses Jahr drei IPC Athletics Grand Prix Veranstaltungen sowie die Europameisterschaft im August. (DBS)


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