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99. Deutscher Katholikentag will barrierefrei sein

Dienstag, 20.5.2014 Der 99. Deutsche Katholikentag in Regensburg 2014 (28. Mai bis 1. Juni) soll barrierefrei werden. Erwartet werden 1.500 Besucher mit Behinderung. Der Veranstalter verspricht zahlreiche Angebote, damit alle Teilnehmenden an dem Glaubensfest selbstbestimmt teilnehmen können, und will damit einer Mitteilung zufolge neue Maßstäbe für Großveranstaltungen setzen. Unter anderem sollen temporäre Einbauten dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderung in der mittelalterlichen Innenstadt von Regensburg auch nicht-barrierefreie Veranstaltungsorte ohne Probleme besuchen können. Die „Aktion Mensch“ unterstützt unter anderem Videowände, Induktionsschleifen und Gebärdensprachdolmetscher mit 177.247 Euro. (ag)

Henris Eltern wollen vorerst schweigen

Montag, 19.5.2014 Nach der Entscheidung des Kultusministeriums zur schulischen Zukunft des geistig behinderten Henri wollen sich die Eltern des Elfjährigen zunächst nicht mehr öffentlich äußern. „Es gibt eine Zeit zu reden, und es gibt eine Zeit zu schweigen“, sagte Henris Mutter Kirsten Ehrhardt am Montag in Walldorf (Baden-Württemberg), nachdem sie gestern noch bei „Günther Jauch“ zu den Gästen gehörte, die das Thema „Inklusion“ diskutierten. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) hatte entschieden, den Beschluss des Gymnasiums gegen die Aufnahme Henris in die fünfte Klasse nicht aufzuheben. (ag)

Baden-Württemberg und Berlin wollen „Jugend trainiert für Paralympics“ erhalten

Jugend-trainiert-fuer-ParalympicsMontag, 19.5.2014 Die Länder Baden-Württemberg und Berlin wollen die Schüler-Wettbewerbe „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“ vor dem Aus bewahren. Morgen will das Stuttgarter Kultus- und Sportministerium einen gemeinsamen Entschließungsantrag präsentieren, der die Finanzierung sichern soll. Um die seit 1969 bestehenden Wettbewerbe gibt es Streit, da der Bund angekündigt hat, seinen Zuschuss um 350.000 Euro zu halbieren. Bisher finanzieren neben dem Bund die beim baden-württembergischen Kultusministerium ansässige Deutsche Schulsportstiftung und die Berliner Senatsverwaltung die Wettbewerbe. (dpa)

Rollstuhlbasketballerinnen: 5 Siege gegen WM-Gastgeber

Montag, 19.5.2014 Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat ihren Härtetest für die WM (20. bis 28. Juni in Toronto) eindrucksvoll bestanden. In einem einwöchigen Trainingslager im kanadischen Winnipeg (Provinz Manitoba) stand neben zahlreichen Trainingseinheiten eine Testspielserie gegen WM-Gastgeber Kanada auf dem Programm. Alle fünf Begegnungen entschied die Auswahlmannschaft von Holger Glinicki klar für sich – was umso beachtlicher ist, da auch Kanada WM-Gold als Ziel ausgegeben hat. Topscorerin für die Deutschen war mit 92 Korbpunkten die Kölnerin Marina Mohnen. (aj)

Zanardi fährt im BMW auf Rang fünf

2012 am Nürburgring: Das BMW-Auto von Alessandro Zanardi (Foto: Maximilian Haupt/dpa)

2012 am Nürburgring: Das BMW-Auto von Alessandro Zanardi (Foto: Maximilian Haupt/dpa)

Montag, 19.5.2014 Alex Zanardi hat am Ort des größten Erfolgs seiner zweiten Karriere eine beeindruckende Leistung als Rennfahrer gezeigt. Der frühere Formel-1-Pilot und zweifache Paralympics-Sieger (Handbike) belegte in einem für seine Bedürfnisse umgebauten BMW Z4 GT3 vom 17. Startplatz aus den fünften Rang im Hauptrennen der Blancpain-GT-Sprint-Serie.

Zanardi – verlor bei einem schweren Rennunfall 2001 beide Beine – fuhr mit zwei Prothesen. „Es war einer der härtesten Kämpfe auf drei oder vier Rädern, den ich jemals geführt habe“, sagte der 47-Jährige: „Mit dem Handbike konnte ich zumindest leichter atmen. Ich hab mich buchstäblich gefühlt wie in einem Kochtopf. Zu Beginn des Rennens war es noch nicht so schlimm, da ich mein Kühlgerät hatte. Nach 25 Minuten fiel es leider aus. Ab dann musste ich kämpfen.“ (ag)

Dritter Freiwilligentag bei Audi

Montag, 19.5.2014 Beim Audi-Freiwilligentag am Sonnabend, 24. Mai 2014, unterstützen rund 460 Mitarbeiter des Automobilherstellers 54 soziale Projekte. In Ingolstadt und den umliegenden Landkreisen engagiert sich die Belegschaft für Kinder, Senioren sowie Menschen mit Behinderung und den Tierschutz. Zeitgleich startet das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit regionalen Freiwilligenagenturen und Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement, um in der Region eine Infrastruktur für gesellschaftliches Engagement zu schaffen. (ag)

Samuel Koch spielt in Til Schweigers neuem Film

Sonntag, 18.5.2014 Samuel Koch (26) bekommt in Til Schweigers neuer Produktion „Honig im Kopf“ eine kleine Rolle. Der verunglückte „Wetten, dass…“-Kandidat wird an der Seite von Didi Hallervorden und Emma Schweiger (Tochter von Til) agieren. Der Film soll an Weihnachten in die Kinos kommen. Er handelt von einem an Alzheimer erkrankten Mann, der von seiner Enkelin aus dem Pflegeheim entführt wird, um gemeinsam nach Venedig zu reisen – also eine Art Schweiger-Kombi aus „Sein letztes Rennen“ und „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. (ag)

3.000 Zuschauer beim Start der neuen Blindenfußball-Saison

Sonntag, 18.5.2014 Zum Start der neuen Blindenfußball-Saison feierte Vizemeister SF/Blau-Gelb Blista Marburg einen 11:0-Kantersieg gegen BFW/VSV Würzburg (neunfacher Torschütze: Alican Pektas), während Meister MTV Stuttgart gegen SG PSV Köln mit 4:1 gewann. Rund 3.000 Zuschauer erlebten am Samstag den Auftakt in Mainz. Neun Mannschaften tragen an fünf Spieltagen in wechselnden Städten den Titel aus. Nächster Termin ist am 7. Juni 2014 in Dortmund (Derner Straße 423b). Ausführlicher Bericht bei kobinet. (ag)

Der „Fall Henri“ bei Günther Jauch

In welche Richtung geht in Deutschland die Inklusion? Darüber diskutiert am Sonntagabend Günther Jauch mit Gästen (Foto: dpa)

In welche Richtung geht in Deutschland die Inklusion? Darüber diskutiert am Sonntagabend Günther Jauch mit Gästen (Foto: dpa)

Sonntag, 18.5.2014 Das Thema heute Abend bei Günther Jauch (ARD, 21.45 Uhr) lautet: „Mit Down-Syndrom aufs Gymnasium – Freie Schulwahl für behinderte Kinder?“ Gleiches Recht für alle: Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam an einer Schule lernen. So fordern es die Vereinten Nationen, und so steht es seit 2009 auch in deutschen Gesetzbüchern. Doch an der Umsetzung hapert es gewaltig. Den Schulen fehlen schlicht die Mittel, viele Eltern und Schüler fürchten zudem Nachteile durch das gemeinsame Lernen.

Wo die Inklusion an ihre Grenzen stößt, zeigt derzeit auch der Fall Henri: Der Elfjährige mit Down-Syndrom wird von Gymnasium und Realschule abgelehnt (siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht: Mit Down-Syndrom aufs Gymnasium? Warum eigentlich nicht?). Wie aber kann Inklusion gelingen? Wann ist sie sinnvoll, wann problematisch? Welche Erfahrungen haben Betroffene mit diesem Thema bislang gemacht? Warum tut sich gerade Deutschland so schwer damit?

Gäste sind: Malu Dreyer (SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz) Kirsten Ehrhardt (Journalistin und Mutter von Henri) Josef Kraus (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes) Carina Kühne (lebt mit dem Down-Syndrom) und Jan-Martin Klinge (Lehrer). (PM)


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