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Rostocker Erklärung: „Teilhabe- und Pflegereform gehören zusammen!“

Freitag, 23.5.2014 Die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern haben sich bei ihrem Treffen in Rostock dafür ausgesprochen, die geplante Teilhabereform für Menschen mit Behinderungen und die anstehende Pflegereform zeitlich und inhaltlich zu einem Gesamtkonzept zu verbinden. In ihrer Rostocker Erklärung mit dem Titel „Teilhabereform und Pflegereform gehören zusammen!“ fordern sie, das Recht auf Teilhabe und unabhängige Lebensführung auch bei Pflegebedürftigkeit zu sichern.

Die Beauftragten für Menschen mit Behinderungen des Bundes und der Länder treffen sich halbjährlich zu Arbeitstagungen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation. Im Rahmen der Treffen werden insbesondere auch die legislativen Vorhaben der Bundesregierung aus Sicht der Betroffenenvertreter kritisch und konstruktiv begleitet, um Impulse zu Problemlösungen zu geben. Diesmal ist der Bürgerbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern Gastgeber.

Den Wortlaut der Rostocker Erklärung finden Sie hier: Behindertenbeauftragte der Bundesregierung (PM)

Auch für sehbehinderte Menschen geeignet: Google experimentiert mit 3D-Scanner in Tablets

Freitag, 23.5.2014 Google treibt seine Pläne für mobile Geräte, die ihre Umgebung erkennen können, weiter voran. Der Internet-Konzern wolle ab kommendem Monat eine Testreihe aus 4000 Tablets produzieren, die eine Art eingebauten 3D-Scanner haben, berichtete das „Wall Street Journal“ am Freitag. Sie sollen zwei Kameras auf der Rückseite sowie Infrarot-Sensoren haben sowie Software, die diese Daten zu dreidimensionalen Abbildungen verarbeiten kann.

Google hatte die Pläne unter dem Namen „Project Tango“ bereits im Februar vorgestellt. Der damalige Prototyp war ein Smartphone mit 5-Zoll-Bildschirm (12,7 cm). Kamera und Sensoren nähmen 250.000 3D-Messungen pro Sekunde vor, hieß es damals. Mit der Technik könnte man zum Beispiel vor dem Möbelkauf seine Wohnung vermessen oder Sehbehinderten Möglichkeiten zur Orientierung geben, nannte Google Beispiele für Anwendungsszenarien. Zu den Partnern zählt der deutsche Bosch-Konzern, der im Geschäft mit Sensoren stark vertreten ist. Der neue Bericht ist ein Hinweis darauf, dass der Internet-Konzern das Programm weiterentwickelt. (dpa)

Südwesten fordert Nationalen Diabetesplan

Freitag, 23.5.2014 Baden-Württemberg verlangt vom Bund einen Nationalen Diabetesplan. „Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, werden die Behandlungen von Diabetes und ihrer Folgeerkrankungen über kurz oder lang nicht mehr ohne Qualitätseinbußen finanzierbar sein“, sagte Gesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) in Stuttgart. Deswegen wolle Grün-Rot voraussichtlich am 13. Juni mit Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen eine entsprechende Initiative in den Bundesrat einbringen. Ein einheitliches Konzept solle besonders auf Prävention, Früherkennung und Selbsthilfe setzen. Bundesweit sind acht Millionen Menschen von der Zuckerkrankheit betroffen. (dpa/lsw)

Frankfurt rennt – 258.500 Euro für Behindertensport

Freitag, 23.5.2014 Fast 72.000 Läufer gehen beim J.P. Morgan Corporate Challenge am 11. Juni in Frankfurt an den Start. Die Läufer beim weltgrößten Firmenlauf kommen aus 2.781 Unternehmen, wie die Veranstalter mitteilten. Aus dem Erlös der Veranstaltung werden diesmal 258.500 Euro für die Förderung des Behindertensports gespendet. (dpa)

„Bobby“ Brederlow ist an Demenz erkrankt

Bobby und Gerd Brederlow leben seit dem Tod ihrer Mutter gemeinsam in einer Wohnung (Foto: dpa)

Bobby und Gerd Brederlow leben seit dem Tod ihrer Mutter gemeinsam in einer Wohnung (Foto: dpa)

Donnerstag, 22.5.2014 Rolf Bobby Brederlow (52), Schauspieler mit Down-Syndrom, ist demenzkrank geworden. Das sagte sein Bruder Gerd (60) gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Er vergisst beim Tischdecken die Teller und weiß nach 30 Jahren nicht mehr, wo in unserer Wohnung das Besteck liegt.“ Bobby Brederlow feierte seinen Durchbruch 1999 mit dem TV-Vierteiler „Liebe und weitere Katastrophen“, in dem er an der Seite von Senta Berger und Suzanne von Borsody zu sehen war. 2001 spielte er neben Veronica Ferres die Hauptrolle in dem Film „Bobby“. Nach ihm ist der jährliche Medienpreis der Bundesvereinigung Lebenshilfe benannt. (ag)

Theater der Jungen Welt: Uraufführung zum Thema Inklusion

Donnerstag, 22.5.2014 Das Theater der Jungen Welt in Leipzig bleibt seiner Linie treu und setzt auch in der nächsten Spielzeit auf gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen. Die Saison 2014/15 stehe unter dem Motto „Übermorgen“, sagte der Intendant des Kinder- und Jugendtheaters, Jürgen Zielinski, am Donnerstag.

Eine der ersten Neuheiten werde im September die deutschsprachige Erstaufführung von „Man sieht sich“ sein, einem Facebook-Stück über die veränderte Kommunikation durch soziale Netzwerke. Dem Thema der Inklusion nähert sich ebenfalls im September die Uraufführung „Patricks Trick“ über einen Jungen, dessen Bruder behindert zur Welt kommen wird. (dpa/sn)

Bildungsgewerkschaft fordert Richtlinien für Inklusion

Donnerstag, 22.5.2014 Verbindliche Richtlinien zum gemeinsamen Lernen behinderter und nichtbehinderter Schüler hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Rheinland-Pfalz gefordert. Schwerpunktschulen mit inklusivem Unterricht seien häufig auf sich allein gestellt, kritisierte der Vorsitzende Klaus-Peter Hammer am Donnerstag in Mainz. „Inklusion ist machbar, und zwar an allen Schulen. Dazu brauchen sie aber Hilfe.“

Bisher müsse jede der 262 Schwerpunktschulen selbst planen, wie sie ihre behinderten Schüler eingliedere, sagte Hammer. Die rund 4100 Schüler mit Handicap an den Schulen müssten die gleiche Förderung erhalten. (dpa/lrs)

Eine Behindertenbeauftragte, die nicht mit Behinderten spricht

Donnerstag, 22.5.2014 So kann man ein Amt auch interpretieren: Der Hochtaunuskreis in Hessen präsentiert seine neue Behindertenbeauftragte Lisa Ziegler (71), macht aber klar, „dass sie nicht als Ansprechpartnerin für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung steht“, wie der Usinger Anzeiger schreibt. Die Zeitung zitiert eine Kreisbeigeordnete: „Dafür haben wir bereits erprobte Strukturen, wie den Pflegestützpunkt als Beratungsangebot sowie die vielen Verbände, die behinderte Menschen beraten. Lisa Ziegler berät die Entscheidungsträger in Gesellschaft und Politik zum Thema Inklusion. Zudem wird sie die Verwaltung in diesem Prozess sensibilisieren.“ (jl)

Behindertenbeauftragter will mehr Behinderte in Parlamenten

Gerd Weimer, der Behindertenbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Gerd Weimer, der Behindertenbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Donnerstag, 22.5.2014 Der Behindertenbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg hat Behinderte aufgerufen, sich aktiv an der Kommunalpolitik zu beteiligen. In den Parlamenten seien sie noch immer stark unterrepräsentiert, da gebe es großen Nachholbedarf, sagte Gerd Weimer der Nachrichtenagentur dpa. „Wir haben insgesamt eine Million Schwerbehinderte in Baden-Württemberg, prozentual sind das etwa zehn Prozent der Bevölkerung – aber mit Sicherheit sind nicht zehn Prozent in den kommunalen Parlamenten schwerbehindert.“ Es sei jedoch sehr wichtig, dass die Betroffenen dort vertreten seien, da sie viele Dinge besser einschätzen könnten als Menschen ohne Handicap. (dpa)

Rollstuhlbasketballer am Bosporus angekommen

Es zwickt in der Nase: Dirk Köhler fehlt (Foto: RSV Lahn-Dill)

Es zwickt in der Nase: Dirk Köhler fehlt (Foto: RSV Lahn-Dill)

Donnerstag, 22.5.2014 Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren nimmt ab am Dr.-Jochen-Trawinski-Turnier in Istanbul teil. Gegner im sechsköpfigen Teilnehmerfeld sind neben der deutschen Auswahl der dreifache Europameister Italien, der dreifache Paralympicssieger Kanada, der EM-Vierte Spanien, die USA und Gastgeber Türkei.

Verzichten muss das Team Germany auf Center-Routinier Dirk Köhler, der sich kurzfristig einer Nasen-Operation unterziehen musste und rund eine Woche ausfallen wird.

Das Turnier, das seit dem Jahr 2000 in losen Abständen in Istanbul stattfindet, geht auf den deutschen Schiedsrichterausbilder Dr. Jochen Trawinski zurück, der am 17. August 1999 eines von rund 18.000 Todesopfer des schweren Erdbebens in der Westtürkei wurde. (aj)

Nur knapp jedes fünfte neue Medikament hat beträchtlichen Mehrwert

Donnerstag, 22.5.2014 Viele neue Medikamente gegen schwere Krankheiten haben für die Patienten laut offizieller Prüfung keinen Mehrwert gegenüber bereits gängigen Arzneimitteln. Knapp zwei von drei neuen Präparaten helfen den Patienten dagegen mehr. Das geht aus einer Bilanz des zuständigen höchsten Gremiums im Gesundheitswesen hervor, des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Von 73 Arzneimitteln, die vom G-BA bisher nach den Anfang 2011 eingeführten Regeln bewertet wurden, wurde 14 Präparaten beträchtlicher Zusatznutzen bescheinigt. Bei 23 Medikamenten sahen die Prüfer einen geringen, bei 6 einen nicht bestimmbaren Mehrwert. (dpa)

Praxistag „Inklusion“ in Rostock

Donnerstag, 22.5.2014 Der erste Praxistag „Inklusion“ des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M V) findet offensichtlich breite Zustimmung bei Lehrerinnen und Lehrern. Rund 300 Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern wollen sich am Samstag, den 24. Mai 2014, im Audimax der Universität Rostock über ihre Erfahrungen beim gemeinsamen Lernen von Kindern mit individuellem Förderbedarf austauschen. (PM)


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