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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Inklusions-Ratgeber für Eltern erschienen

Dienstag, 27.5.2014 Die Gruppe InklusionsBeobachtung (GIB) hat einen vom elternbund hessen und der GEW Hessen konzipierten Inklusionsreader für Lehrkräfte, Eltern, Schüler und andere Interessierte herausgebracht. Der Ratgeber wird in den nächsten Tagen an Schulelternbeiräte an hessischen Schulen per Post versandt. Er lässt sich auch downloaden: www.gib-hessen.de (ag)

Abiturienten kämpfen gegen Eintrag von Legasthenie im Zeugnis

Dienstag, 27.5.2014 Drei Abiturienten kämpfen gerichtlich gegen einen Vermerk in ihrem Abiturzeugnis über ihre Rechtschreibschwäche. Vor dem bayerischen Verwaltungsgerichtshof ging der Streit mit dem Freistaat Bayern am Dienstag in eine neue Runde. Die Abiturienten berufen sich unter anderem auf das Diskriminierungsverbot. Ein staatliches und ein privates Gymnasium hatten in die jeweiligen Abiturzeugnisse eine Bemerkung über die fachärztliche Feststellung von Legasthenie geschrieben. Die Rechtschreibleistungen seien nicht gewertet worden, hieß es in den Zeugnissen. Anwalt Thomas Schneider nannte es ein „einzigartiges Phänomen“, solche Bemerkungen im Abiturzeugnis zu finden. (dpa)

Rollstuhlbasketballerinnen: Drei-Nationen-Turnier in Hamburg

Edina Müller (#7) und Annika Zeyen (#8) im Duell gegen die USA während der Paralympics 2012 in London. (Foto: Andreas Joneck)

Edina Müller (#7) und Annika Zeyen (#8) im Duell gegen die USA während der Paralympics 2012 in London. (Foto: Andreas Joneck)

Dienstag, 27.5.2014 Auf dem Weg zur WM im kanadischen Toronto (20. bis 28. Juni) präsentiert sich die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen am kommenden Freitag und Samstag in Hamburg dem eigenen Publikum. Der Paralympicssieger (Bundestrainer: Holger Glinicki) begrüßt den Weltmeister USA und den EM-Dritten Großbritannien.

Der Startschuss fällt bereits am Freitagvormittag um 10 Uhr, wenn die Mannschaft um die Lokalmatadorinnen Mareike Adermann, Simone Kues, Maya Lindholm, Edina Müller, Gesche Schünemann und Annika Zeyen von der BG Baskets Hamburg auf Großbritannien treffen.

Das Drei-Nationen-Turnier ist die erste Großveranstaltung in der neu erbauten und komplett barrierefreien Sporthalle Alsterdorfer Markt.(aj)

Knochenmarkspenderdatei ruft neuen Aktionstag gegen Blutkrebs aus

Montag, 26.5.2014 Einen neuen Aktionstag im Kampf gegen Blutkrebs stellt die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) morgen vor. Der „World Blood Cancer Day“ soll ab Mittwoch (28. Mai 2014) weltweit jährlich begangen werden. Ziel ist es, die Krankheit damit in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Unterstützt wird die Kampagne von der Sängerin Sarah Connor. Sie werde am Dienstag das Aktionssymbol präsentieren, wie die DKMS ankündigte. Erwartet werden auch zehn von Blutkrebs geheilte Patienten aus der ganzen Welt, die erstmals ihre Stammzellspender treffen. Den Angaben zufolge erkranken weltweit jährlich 917.000 Menschen an Blutkrebs. (dpa/bb)

Auszeichnung „Goldene Göre“: 2. Platz für Stadt-Rallye mit behinderten Kindern

Montag, 26.5.2014 Das Kinderbüro Karlsruhe hat den zweiten Platz beim Kinderrechtepreis „Goldene Göre“ des Deutschen Kinderhilfswerks belegt. Der höchstdotierte Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland ist mit insgesamt 10.000 Euro verbunden und wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Das Kinderbüro Karlsruhe hatte mit seh- und hörbehinderten Kindern eine Stadt-Rallye veranstaltet und somit auf die Probleme Behinderter in ihrer Stadt aufmerksam gemacht.

Der erste Platz ging an den „Mädchenjahreskalender“ von sechs Schülerinnen. Die Mädchen hatten den feministisch-politischen Taschenkalender mit Texten und Stadtplan komplett eigenständig erstellt und verkauft. Die 600 Exemplare waren bereits nach einer Woche ausverkauft. (dpa)

„Inklusion kann auch als Sparmodell missbraucht werden“

Montag, 26.5.2014 Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes (DPhV), Heinz-Peter Meidinger, warnt vor einem aus seiner Sicht nach falschen vordergründigen Verständnis von Inklusion, das den Erfolg bei der Umsetzung der UN-Konvention an formal erreichten Quoten messe. „Manches Bundesland, das sich im innerdeutschen Vergleich mit hohen Inklusionsquoten brüstet, hat zwar Förderzentren geschlossen, aber wenig bis nichts dafür getan, dass die Qualität der Beschulung behinderter Kinder in den Regelschulen erhalten oder gesteigert wird.“

Die Standards seien dagegen vielfach abgesenkt worden. Kinder mit Behinderungen befänden sich nun an Regelschulen in Lerngruppen, die dreimal so groß seien wie ihre bisherigen. „Man muss es ganz klar sagen: Quoten sind nicht gleichbedeutend mit Qualität und die Erfahrung lehrt: Inklusion kann auch als Sparmodell missbraucht werden!“ (PM)

Begeisternde „Wheelchairica“-Premiere

Szenenbild "Wheelchairica" (Foto: Rehability)

Szenenbild „Wheelchairica“ (Foto: Rehability)

Sonntag, 25.5.2014 Rollstuhlfahrer wollen gar nicht am Leben der Fußgänger teilnehmen. Sie leben in ihrer eigenen Welt. Das Wort Behinderung gibt es nicht. Doch ihre heile Welt gerät gehörig aus den Fugen: Eine größenwahnsinnige und experimentierfreudige Professorin zündet den Antrieb ihrer neuesten Rollstuhlerfindung und sorgt für eine gehörige Explosion. Danach ist nichts mehr, wie es war. Alle stehen unter Schock und müssen der bitteren Wahrheit ins Auge sehen: „Alles ist abgebrannt, wir haben alles verloren.“

Das von ROLLINGPLANET-Sponsor unterstützte Musical „Wheelchairica – alles inklusive“ hat bei seiner ausverkauften Premiere in Eppelheim bei Heidelberg (Baden-Württemberg) begeisterte Kritiken erhalten. So urteilt die „Schwetziger Zeitung“: „Thema Inklusion genial auf der Bühne umgesetzt“. (ag)

Leitfaden „Inklusion Unternehmen“ erschienen

Sonntag, 25.5.2014 Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat den Leitfaden „Inklusion Unternehmen“ herausgegeben und Praxisbeispiele zusammengestellt. Sie reichen von Initiativen im Bereich Berufsorientierung über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zur Neueinstellung oder Weiterbeschäftigung von Menschen mit Behinderung. Sie sollen einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten geben und zum Erfahrungsaustausch sowie zur Nachahmung anregen. Hier geht es zum Download. (PM)

Veranstalter ziehen positives Fazit der Special Olympics

Tosi, das Düsseldorfer Maskottchen, begrüßte  Besucher der Special Olympics (Foto: SOD/Stefan Holtzem)

Tosi, das Düsseldorfer Maskottchen, begrüßte Besucher der Special Olympics (Foto: SOD/Stefan Holtzem)

Sonntag, 25.5.2014 Die Veranstalter der Special Olympics 2014 in Düsseldorf haben eine positive Bilanz der Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung gezogen. Vom 19. bis 23. Mai haben sich 4800 Athleten, unter ihnen 262 so genannte Unified-Partner ohne Behinderung, in 18 Sportarten und im wettbewerbsfreien Angebot untereinander gemessen. „Das Motto ,Gemeinsam stark‘ wurde in allen Facetten der Veranstaltung umgesetzt. Die Chancen, mit den Nationalen Spielen Impulse für Inklusion zu geben, wurden genutzt“, sagte Gernot Mittler, Präsident von Special Olympics Deutschland (SOD). Täglich besuchten zwischen 5000 und 6000 Besucher die insgesamt 13 Sportstätten. (ag)

Wahlaufruf des Deutschen Behindertenrates: Für ein barrierefreies und demokratisches Europa

wahlen2014
Samstag, 24.5.2014 Der Deutsche Behindertenrat (DBR) ruft zur Stimmabgabe bei der morgigen Europawahl am 25. Mai auf. „Wir knüpfen große Erwartungen an die Wahlen. Sie müssen zu einem deutlichen Politikschub für die Menschen mit Behinderungen in Europa führen. Ohne Reformen der europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik bleibt die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber behinderten Menschen in der EU unsicher“, erklärt Adolf Bauer, Präsident des DBR und Sozialverbandes Deutschland (SoVD), der in diesem Jahr den Vorsitz des DBR-Sprecherrats hat.

„Wer wählt, kann einen aktiven Beitrag für mehr Barrierefreiheit und eine rasche Ratifizierung des optionalen Zusatzprotokolls zur UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen leisten. Wir haben den Parteien unsere Fragen gestellt und die Antworten veröffentlicht. Sie können helfen, wenn es um die Wahlentscheidung geht“, sagt Bauer. DBR-Wahlprüfsteine: www.deutscher-behindertenrat.de (PM)

Durchschnittsalter für Hörgeräte sinkt

Samstag, 24.5.2014 Die Bundesbürger greifen früher zum Hörgerät. „Die Tendenz geht zu einer früheren Versorgung“, sagte die Präsidentin der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker, Marianne Frickel. „Das Durchschnittsalter liegt nicht mehr bei 70 oder 75, sondern schon zwischen 60 und 65.“ Derzeit gibt es nach ihren Angaben in Deutschland rund 2,5 Millionen Menschen, die mit einem Hörgerät versorgt sind.

Die Zahl der pro Jahr verkauften Hörgeräte stieg laut Innung von knapp 776.000 im Jahr 2009 um etwa ein Viertel auf fast 984.000 im vergangenen Jahr. Ein Grund sei die Alterung der Gesellschaft, zudem sinke die Hemmschwelle, ein Hörgerät zu nutzen. Rund 15 Millionen Menschen haben Hörprobleme, schätzt die Fördergemeinschaft Gutes Hören. (dpa)


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