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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Sachsen-Anhalt ist bei der Beschäftigung Schwerbehinderter bundesweit das Schlusslicht

Freitag, 30.5.2014 Das geht aus einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor. Demnach waren 2012 im Land nur 3,8 Prozent aller der Berechnung zugrunde liegenden Arbeitsplätze mit Menschen mit Schwerbehinderung besetzt, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur am Freitag in Halle mitteilte. Bundesweit lag die Beschäftigungsquote Schwerbehinderter den Angaben zufolge im Schnitt bei 4,6 Prozent. Als Pflicht gilt für Arbeitgeber mit mehr als 20 Mitarbeitern eine Quote von 5 Prozent. (dpa/sa)

Legasthenie: Verwaltungsgerichtshof untersagt Vermerke im Abi-Zeugnis

Freitag, 30.5.2014 Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat Vermerken in Abitur-Zeugnissen über Legasthenie-Schwächen einen Riegel vorgeschoben. Bemerkungen etwa über die Nichtbewertung von Rechtschreibleistungen, die auf eine Legasthenie eines Schülers hindeuten, müssten unterbleiben, befand der Verwaltungsgerichtshof in einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung. Zur Begründung hieß es, für solche Vermerke fehle eine gesetzliche Grundlage.

Drei Abiturienten waren gegen einen Vermerk in ihrem Abiturzeugnis über ihre Rechtschreibschwäche vor Gericht gezogen (ROLLINGPLANET berichtete). Das Gericht hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache die Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zugelassen. (dpa/lby)

Stephen Hawking macht einen auf Krake

Aufmacher von "Bild online"

Aufmacher von „Bild online“

Donnerstag, 29.5.2014 Stephen Hawking, die weltberühmteste Intelligenzbestie im Rollstuhl, hat im Auftrag eines Wettanbieters berechnet, wie England Fußball-Weltmeister werden kann. Hawking mit dem ihm eigenen Humor: „Sie haben festgestellt, dass ich als theoretischer Physiker marginal besser qualifiziert bin, Vorhersagen zu machen als Paul, der Krake.” Der Oktopus hatte vor vier Jahren bei der WM in Südafrika als Orakel Berühmtheit erlangt. Anhand statistischer Berechnungen empfiehlt Hawking dem Team von Nationaltrainer Roy Hodgson in Brasilien unter anderem rote Hemden und eine 4-3-3-Formation. (ag)
Hawkings Erfolgsformel für die Engländer

Hawkings Erfolgsformel für die Engländer

SAM: Rennwagen für einen Tetraplegiker

Sam Schmidt ist seit 2000 querschnittsgelähmt. (Foto: Arrow SAM Project)

Sam Schmidt ist seit 2000 querschnittsgelähmt. (Foto: Arrow SAM Project)

Sam Schmidt in der Renn-Corvette (Foto:  Arrow SAM Project)

Sam Schmidt in der Renn-Corvette (Foto: Arrow SAM Project)

Donnerstag, 29.5.2014 Sam Schmidt ist nach einem Rennunfall von den Schultern abwärts gelähmt. Jetzt fährt er wieder – er lenkt eine 460-PS-starke Corvette durch bloße Kopfbewegung und seine Zähne. An dem Projekt SAM (Semi-Autonomous Motorcar) waren vier Unternehmen und die Non-Profit-Organisation eines Neurochirurgen beteiligt, der sich für die Mobilität von Menschen mit Handicaps einsetzt. „Es sollte eine Demonstration sein, was technisch machbar ist“, sagt Chakib Loucif, Technikchef von Arrow Electronics, einem Unternehmen, das im Bereich der medizinischen Technik, IT und Elektronik arbeitet. Ein direktes kommerzielles Interesse, aus dem Prototypen ein Serienfahrzeug zu machen, bestünde nicht. Bericht auf SPON.

Ändert Verena Bentele ihren Amtstitel?

Donnerstag, 29.5.2014 Die 32-jährige Verena Bentele ist seit Anfang des Jahres Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. „Ein sperriger Titel, den sollte ich in den nächsten vier Jahren vielleicht ändern“, sagte die Ex-Spitzensportlerin bei einer Veranstaltung des Lions-Clubs im Kurhaus Freudenstadt (Baden-Württemberg). ROLLINGPLANET ist dabei – wir finden den Zungenbrecher auch doof. (ag)

Pädophiler Rollstuhlfahrer soll in Sicherungsverwahrung

Mittwoch, 28.5.2014 Ein 45-jähriger querschnittgelähmter Rollstuhlfahrer aus Neuwied (Rheinland-Pfalz), der jahrelang wegen Kindesmissbrauchs in Haft war und sich anschließend erneut an einem Kind vergriff, wurde vom Landgericht Koblenz zu achteinhalb Jahren Gefängnis und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Anwalt will Revision einlegen. Er kritisiert unter anderem, dass das Gericht im Prozess nicht alle wichtigen Zeugen gehört habe. (ag)

CDU Schleswig-Holstein stellt Inklusionskonzept vor: Förderzentren als Schulen erhalten

Mittwoch, 28.5.2014 Behinderte Kinder in Schleswig-Holstein sollten nach Ansicht der CDU an Schulen, aber auch weiterhin an Förderzentren Schulunterricht erhalten können. „So vielfältig wie die Kinder, so vielfältig müssen auch die Fördermöglichkeiten sein“, erläuterten die CDU-Schulexperten Heike Franzen und Tobias Loose am Mittwoch in Kiel bei der Vorstellung ihres Inklusionskonzeptes.

Es sieht gemeinsamen Unterricht an der Regelschule, die Einrichtung von Kompetenzzentren und den Erhalt von Förderzentren als „Schule mit Schülern“ vor. Dagegen setzt Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) langfristig allein auf Inklusionsunterricht an Regelschulen. (dpa/lno)

Pflegereform: „Verbindlicher Zeitplan für Pflegebedürftigkeitsbegriff unverzichtbar“

Adolf Bauer (Foto: SoVD)

Adolf Bauer (Foto: SoVD)

Mittwoch, 28.5.2014 Zum heute vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Pflegeversicherung erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer: „Die Bundesregierung lässt die Gretchenfrage der geplanten Reform offen. Denn ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff soll erst 2017 kommen. Es ist aber ein Fehler, zunächst Leistungsverbesserungen zu schaffen und erst danach zu regeln, wer anspruchsberechtigt ist. Zudem bleiben die geplanten Verbesserungen unzureichend, weil keine automatisierten Leistungsanpassungen vorgesehen sind. Diese sind jedoch dringend geboten, um den Pflegenden zu helfen, die psychisch und finanziell an der Belastungsgrenze stehen. Nötig ist eine grundlegende Neuausrichtung der Pflegeversicherung. Dazu gehören faire Löhne ebenso wie Konzepte, die eine hochwertige Pflege gewährleisten.“ (ots)

Am 28. Mai ist Welt-MS-Tag

Mittwoch, 28.5.2014 „Gleiche Chancen trotz Multiple Sklerose“ lautet das Motto des diesjährigen Welt-MS Tages, für den die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die Schirmherrschaft übernommen hat. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) schreibt dazu: „Die mehr als 130.000 MS-Erkrankten in Deutschland, nach neuesten Zahlen des Bundesversicherungsamtes sind es möglicherweise deutlich mehr, verdienen die gleichen Chancen in Schule, Ausbildung, Beruf, im gesellschaftlichen und familiären Leben wie gesunde Menschen! Um dieses Ziel zu realisieren, müssen Hindernisse benannt werden. Aufklärung ist nötig, um Vorurteile auszuräumen.“ (ag)

Sportvereine sollen Geld aus Strafkasse an MS-Patienten spenden

Mittwoch, 28.5.2014 Wer fürs Fluchen, den Platzverweis oder sonstige Fehltritte im Sportverein in die Strafkasse einzahlen muss, soll künftig zum Spender für einen guten Zweck werden. Der rheinland-pfälzische Landesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft bittet um diese Beträge, um MS-Patienten zu unterstützen. „Es ist sehr wichtig, das die MS mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wird“, teilte der Landesvorsitzende Klaus Mattes gestern in Mainz mit. Mit den Spenden will die MS-Gesellschaft unter anderem Beratung und Hilfe finanzieren. Schirmherrin des Landesverbandes Rheinland-Pfalz ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). (dpa/lrs)

Am 28. Mai ist Tag der Lebensspende

Aktuelles Kampagnenfoto der DKMS

Aktuelles Kampagnenfoto der DKMS

Mittwoch, 28.5.2014 Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie, darunter viele Kinder und Jugendliche. Oft ist eine Stammzelltransplantation die einzige Heilungschance. Für 20 Prozent der Betroffenen wird aber kein Knochenmarkspender gefunden. Bei häufigen Gewebemerkmal-Kombinationen ist ein Spender unter 20.000 Menschen, bei seltenen keiner unter Millionen. Zum Tag der Lebensspende informiert die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) über Leukämie und wirbt um neue Helfer. Mehr als 4,2 Millionen Stammzellspender ließen sich schon registrieren, 41 551 gaben laut DKMS als Spender einem Leukämiekranken eine neue Lebenschance. (dpa)

Arzneimittelreport: Patienten bekommen trotz Risiken oft neue Mittel

Mittwoch, 28.5.2014 Trotz mitunter tödlicher Risiken für Patienten verordnen Ärzte laut einem neuen Arzneimittelreport oft teure neuere Medikamente statt bewährter und günstigerer Medikamente. Studienautor Gerd Glaeske machte bei der Vorstellung der Studie im Auftrag der Krankenkassen Barmer GEK etwa auf Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung aufmerksam. „Die Todesfälle nehmen zu“, sagte er bezüglich des Mittels Xarelto. Der Umsatz mit dem Präparat habe innerhalb eines Jahres um mehr als 200 Prozent auf mehr als 280 Millionen Euro zugenommen. Insgesamt könnten die Kassen laut Report bei Medikamenten ohne Einbußen für Patienten viel sparen. (dpa)

WHO fordert Erhöhung der Tabaksteuern

Mittwoch, 28.5.2014 Zigaretten und andere Tabakprodukte sollten nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch teurer werden, um mehr Menschen vom Rauchen abzuhalten. Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai rief die Organisation zur weiteren Erhöhung der Tabaksteuern auf. Die WHO geht davon aus, dass sich die Zahl der Raucher innerhalb von drei Jahren nach einer 50-prozentigen Erhöhung dieser Steuern weltweit um 49 Millionen Menschen vermindern würde. Dies könne 11 Millionen Leben retten.

Vor allem junge Menschen könnten durch hohe Zigarettenpreise vom Rauchen abgehalten werden, erklärte die WHO in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Tabak töte nahezu die Hälfte seiner Konsumenten. Alle sechs Sekunden sterbe ein Mensch an den Folgen des Rauchens sowie anderer Formen des Tabakgebrauchs.

„Die Erhöhung der Steuern auf Tabak ist der effektivste Weg dessen Konsum zu verringern und Leben zu retten“, erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. „Entschlossene Aktionen bei der Steuer treffen die Tabakindustrie dort, wo es ihr wehtut.“ Die
zusätzlichen Staatseinnahmen müssten in die medizinische Versorgung fließen. (dpa)

Rheinland-Pfalz steckt Bafög-Millionen in Inklusion und Hochschulförderung

Mittwoch, 28.5.2014 Acht Millionen Euro sollen nach dem Willen der rheinland-pfälzischen Landesregierung ab 2015 jährlich an die Kommunen in Rheinland-Pfalz fließen, um vor Ort die Inklusion an den Schulen umzusetzen. Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz. „Wir werden in Kürze mit den Kommunen Gespräche aufnehmen und konkrete Vereinbarungen treffen“, so Dreyer.

Rheinland-Pfalz stehen ab 2015 jährlich 35 Millionen Euro mehr im Haushalt zur Verfügung, weil der Bund ab diesem Zeitpunkt die kompletten Kosten für das Bafög übernehmen will. Neben der Inklusion sollen vor allem die Hochschulen profitieren. „Die Grundfinanzierung der Hochschulen muss im Vergleich zu den vergangene Jahren steigen“, sagte Dreyer. Deswegen erhalten die Hochschulen den größten Anteil des Betrages. (ag)


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