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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Umfrage: Jeder Zweite kann mit dem Begriff „Inklusion“ nichts anfangen

Montag, 2.6.2014 Laut einer repräsentativen Umfrage zum Thema Bildung kann jeder zweite Befragte mit dem Begriff der Inklusion – dem gemeinsamen Unterricht von Behinderten und Nichtbehinderten – nichts anfangen. Befragt wurden 2000 Erwachsene. Die Umfrage wurde heute in Berlin von der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz vorgestellt. (dpa)

„Aktion Mensch“ mit fast 440 Mio. Euro Jahresumsatz

50_Jahre_Aktion_Mensch_300Montag, 2.6.2014 „Aktion Mensch“ hat seinen Jahresbericht 2013 vorgelegt. Die Soziallotterie konnte 2013 ihren Jahresumsatz um 1,75 Prozent auf 439,94 Mio. Euro steigern. Davon flossen 153 Mio. Euro in 7.469 Projekte der Behinderten- sowie Kinder- und Jugendhilfe. 11,7 Millionen Euro wurden für Werbung zum Thema Inklusion ausgegeben. Die Zahl der Mitarbeiter blieb konstant bei 276 Mitarbeitern, darunter 13 Auszubildende, 65 Teilzeitkräfte und 38 Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung. (PM)

Sonderheft in Blindenschrift zur Fußball-WM

Montag, 2.6.2014 Die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) gibt, wie heute kobinet berichtet, in Zusammenarbeit mit dem Sportmagazin „kicker“ zum Start der Fußball-WM in Brasilien am 12. Juni ein Sonderheft in Blindenschrift zur Fußball-WM in Brasilien heraus. Es enthält auf 100 Seiten unter anderem Informationen zum deutschen WM-Kader, einen Statistikteil, einen Rückblick auf die WM 1950, die ebenfalls in Brasilien stattfand, und den kompletten WM-Spielplan zum Ausfüllen. Das Heft kann für eine Schutzgebühr von 17,90 Euro plus Verpackungskosten bei der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) unter 06421/6060 oder [email protected] bestellt werden. (ag)

Weniger Fesselungen und Psychopharmaka in München: Gericht will Pflege humaner machen

Montag, 2.6.2014 In München startet ein Projekt, damit Menschen im Heim seltener ruhig gestellt werden: Ein Verfahrenspfleger soll im Einzelfall zwischen Gericht, Pflegepersonal, Angehörigen und Patient vermitteln. „Es geht um mehr Lebensqualität für die Betroffenen“, zitiert die Münchner „Abendzeitung“ Gerhard Zierl, Präsident des Münchner Amtsgerichtes, der Ende Juni ein gemeinsam mit dem Justizministerium erarbeitetes Konzept vorstellen will.

Das Amtsgericht ist in diesen Fragen zuständig, weil es über Betreuung, aber auch über die Genehmigung von freiheitsentziehenden Maßnahmen und die Medikamentierung entscheidet. Es gebe immer wieder Klagen, dass alte Menschen nicht nur mit gefesselt, sondern auch unnötig mit Arzneimitteln ruhig gestellt würden. München sei mit dem neuen Projekt bundesweit Vorreiter. „Das Amtsgericht München ist das erste Gericht, das sich dieses Problems annimmt“, so Zierl. „Wir wollen nicht physische Fesseln durch medikamentöse ersetzen.“ (ag)

Deutsche Rollstuhlbasketballerinnen gewinnen Turnier in Hamburg

Sonntag, 1.6.2014 Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen (Paralympicssieger 2012) hat am Wochenende das Drei-Nationen-Turnier in der Hamburger Sporthalle Alsterdorf gewonnen. Drei Wochen vor den Weltmeisterschaften im kanadischen Toronto feierte die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki dabei mit 58:40 und 55:46 zwei klare Erfolge über den EM-Dritten Großbritannien, während gegen die Weltmeisterinnen aus den USA je ein Erfolg (75:59) und eine Niederlage (49:52) zu Buche standen. Erfolgreichste deutsche Korbwerferinnen war Marina Mohnen (Köln 99ers). (aj)

Einer wie Bruno

Sonntag, 1.6.2014 Bruno ist geistig behindert und kümmert sich allein um seine 13-jährige Tochter. Die steht zu ihrem Vater – bis die Pubertät kommt. Die Tragikomödie mit Christian Ulmen (siehe auch ROLLINGPLANET-Interview: Die Macher erzählen über den Film) ist jetzt kostenlos auf spiegel.tv zu sehen. (ag)

1. Deutsches Gebärdensprach-Comedy-Festival Ulkie

Ulkie-Festival in Berln (Foto: Marco Strauß)

Ulkie-Festival in Berln (Foto: Marco Strauß)

Stand-up-Comedy in Gebärdensprache (Foto: Marco Strauß)

Stand-up-Comedy in Gebärdensprache (Foto: Marco Strauß)

Gestern feierte Ulkie Premiere (Foto: Marco Strauß)

Gestern feierte Ulkie Premiere (Foto: Marco Strauß)

Sonntag, 1.6.2014 In der Gehörlosenkultur entsteht derzeit die neue Sparte Comedy. Im Berliner Babylon fand gestern Ulkie, das 1. Deutsche Gebärdensprach-Comedy-Festival, statt. Im Vordergrund stand Stand-Up-Comedy, Teilnehmer führten Witze, Sketches und Satirestücke in Gebärdensprache vor.

„Gebärdensprachfestival, Gebärdensprachtheater und Gebärdensprachpoesie, Deaf Slam, das Deaf Filmfestival und das Gehörlosen Magie Festival, der Wettbewerb um die Miss Deaf Germany oder den Mister Deaf Germany und viele andere Initiativen in der Unterhaltungskultur für Hörgeschädigte existieren bereits“, schreiben die Veranstalter dazu. „Aber Comedy in Gebärdensprache findet man zumeist nur im Privaten, in Social Communities oder vereinzelt bei wenigen Bühnenauftritten.“ (ag)

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag

Raucht nicht mehr: Schauspielerin Jessica Schwarz (Foto: Jens Kalaene/dpa)

Raucht nicht mehr: Schauspielerin Jessica Schwarz (Foto: Jens Kalaene/dpa)

Samstag, 31.5.2014 Dazu finden Sie heute auf ROLLINGPLANET diese beiden Beiträge: Kippe weg – Promis zeigen, wie es geht und Mit dem Rauchen aufhören: Warum Hilfsmittel wie die E-Zigarette wenig gegen Nikotinsucht nutzen. (red)

Messe Bremen organisiert „Neuro 2014“ im Herbst

Samstag, 31.5.2014 Die Messe Bremen hat in diesem Jahr erstmals die Organisation des neurologischen Kongresses in Bremerhaven übernommen. Im Mittelpunkt des Treffens am 27. September 2014 stehen „Multiple Sklerose“ und „Morbus Parkinson“. Außerdem geht es um das weit verbreitete Syndrom ruheloser Beine (RLS). Die Veranstaltung richtet sich mit Vorträgen, Informationsangeboten und einer Industrieausstellung an Patienten, Ärzte und Pflegepersonal. Mit der „Neuro 2014“ wird die Tradition des Bremerhavener Neurologietags fortgesetzt, der seit 2004 alle zwei Jahre ausgerichtet wird. (PM)

1600 Bufdis in Berlin – auch Senioren

Samstag, 31.5.2014 Ob in der Behindertenhilfe oder im Naturschutz: Rund 1600 Menschen leisten derzeit in Berlin den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Nach Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) waren es im April 1581 Teilnehmer und damit 308 mehr als ein Jahr zuvor. Der Freiwilligendienst wurde im Juli 2011 als Nachfolger des Zivildienstes eingeführt, der zusammen mit der Wehrpflicht wegfiel. Anders als beim Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gibt es keine Altersobergrenze mehr. „Der älteste BFDler, den wir bisher hatten, war 73“, sagte der Sprecher des Berliner Roten Kreuzes, Rüdiger Kunz. (dpa)

Bildungsforscher Klemm: „Inklusion klappt, wenn man will“

Samstag, 31.5.2014 Der renommierte Bildungsforscher Klaus Klemm hat in einem Interview mit der Deutschen Welle gesagt, dass Inklusion klappt, wenn man nur will. Mit Blick auf den Fall Henri sagt Klemm: „Also ich hätte versucht, mein Kollegium davon zu überzeugen, dass wir das schaffen. Eltern haben ja auch Ansprüche auf Assistenzen für behinderte Schüler, sogenannte Integrationshelfer. Und die Schulen bekommen entsprechend zusätzliche finanzielle Unterstützung. Gerade bei Kindern mit Down-Syndrom funktioniert die Integration eigentlich sehr gut.“ (ag)

Monitor Jugendarmut 2014: Keine Bildungsgerechtigkeit für Behinderte

Freitag, 30.5.2014 Der Monitor Jugendarmut 2014 ist erschienen. Dabei handelt es sich um eine Auswertung aktueller und frei zugänglicher Statistiken und Studien über junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren, welche die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit e. V. zum dritten Mal herausgibt und die heute beim 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg vorgestellt wurde.

„Armut ist erblich, denn sie wird zu oft über Generationen von Eltern an Kinder weitergereicht. Das Risiko, arm zu werden und zu bleiben, steigt mit Migrationshintergrund, Behinderung, Bildungsnot. Dies zuzulassen, ist für unser reiches Deutschland beschämend“, zitiert der Monitor Jugendarmut 2014 Markus Schnapka, Jugend- und Sozialdezernent der Stadt Bornheim. (ots)

Rollstuhlmarkt: Permobil übernimmt TiLite

Werbefoto von TiLite

Werbefoto von TiLite

Freitag, 30.5.2014 Der schwedische E-Rollstuhlspezialist Permobil hat den 1998 gegründeten Aktiv-Rollstuhl-Hersteller TiLite (USA) übernommen. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt, der neue Eigentümer räumt jedoch ein, für die Akquisition Schulden aufgenommen zu haben. Permobil und TiLite machen zusammen einen Umsatz von zirka 220 Millionen Euro. In Deutschland werden die Aluminium- und Titanstühle der Marke T-Lite von der t-rv Technik & Reha Vertriebs GmbH in Rheinstetten (Baden-Württemberg) verkauft. Daran soll sich auch in naher Zukunft nichts ändern, heißt es seitens t-rv. (km)


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1 Kommentar

  • Petra Wontorra

    Na toll: Inklusion gleich gemeinsamer Unterricht. Wer Inklusion so versteht, hat’s nicht verstanden!

    2. Juni 2014 at 22:42

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