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Inklusion: Niedersachsens Kommunen wollen vor dem Staatsgerichtshof klagen

Donnerstag, 5.6.2014 47 Kommunen in Niedersachsen wollen vor dem Staatsgerichtshof gegen das Land klagen, weil sie die Kosten für die Einführung der inklusiven Schule (Einbau von Fahrstühlen, Inklusionshelfer) erstattet bekommen wollen. „Bisher hat das Land kein Gesetz erlassen oder vorgelegt, mit dem den Kommunen die Kosten vom Land erstattet werden“, teilte der Städtetag am Donnerstag mit. Dazu sei das Land aber nach der niedersächsischen Verfassung verpflichtet.

„Vor diesem Hintergrund bleibt den niedersächsischen Kommunen keine andere Wahl: Sie müssen vor dem Staatsgerichtshof Verfassungsbeschwerde erheben, da die Frist zur Klageerhebung am 31. Juli 2014 abläuft“, erklärte der Vizepräsident des Städtetags, Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU). Hier geht es zum ausführlichen ROLLINGPLANET-Bericht. (dpa)

Die Geschichte des einarmigen Klavierspiels

Machte es mit links: Paul Wittgenstein (Foto: Bernard Fleischer Moving Images)

Machte es mit links: Paul Wittgenstein (Foto: Bernard Fleischer Moving Images)

Donnerstag, 5.6.2014 Musik und Behinderung? Klavier mit nur einem Arm? Paul Wittgenstein (1887–1961), der Sohn eines Stahlmagnaten und Bruder des Philosophen Ludwig Wittgenstein, machte einarmige Klaviermusik konzertfähig, nachdem er im Ersten Weltkrieg den rechten Arm verlor und dennoch eine Pianistenkarriere begann. Das berühmteste Linke-Hand-Konzert, bis heute im Repertoire, schrieb Maurice Ravel. Und heute? Zeigt Nicholas McCarthy, mit nur einer Hand zur Welt gekommen, wie es geht. Mehr darüber in einem Bericht im „Tages-Anzeiger“: „Die Paralympics der Klassik“. (ag)

Bei IPC Schieß-Weltmeisterschaften in Suhl 51 Nationen am Start

Donnerstag, 5.6.2014 Die Meldezahlen stehen fest: 268 Athleten aus 51 Nationen werden vom 19. bis zum 26. Juli 2014 ihre Besten ermitteln. Die gesamte Weltelite des paralympischen Schießsports wird anwesend sein, darunter auch die derzeit beste deutsche Schützin, Natascha Hiltrop. (ag)

In Hamburg fehlen 3500 Jobs für Behinderte

Donnerstag, 5.6.2014 Über 11.000 Arbeitsplätze in über 4000 Firmen müssten in Hamburg mit Behinderten besetzt sein, sind es aber nicht. (Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen müssen wenigstens auf fünf Prozent der Stellen schwerbehinderte Menschen beschäftigen oder eine Ausgleichsabgabe zahlen). Dies berichtet das Hamburger „Abendblatt“.

Im Rahmen des Modells Hamburger Budget für Arbeit sollen nun bis Ende des Jahres mindestens 100 Menschen, die bisher in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet haben, in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis integriert werden. Lohnkostenzuschüsse von bis zu 70 Prozent des Bruttogehalts, berufliche Assistenzleistungen und Prämien an Arbeitgeber gibt es als materiellen Anreiz für die Firmen. Für das Programm werden bis zu fünf Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichabgabe zur Verfügung gestellt. (ag)

Internationaler Fachkongress für Diversität und Inklusion in München

Donnerstag, 5.6.2014 Von Sonntag, 8. Juni, bis Dienstag, 10. Juni, findet an der Technischen Unversität München (TUM) ein internationaler Kongress zu den Themen „Diversität“ und „Inklusion“ statt. In den Unterlagen heißt es: „Menschen mit Behinderungen sind von besonderen Exklusionsgefahren betroffen, denn schon ein nicht barrierefreier Gebäudeeingang eines potenziellen Arbeitgebers reicht aus, um die Inklusion am regulären Arbeitsmarkt massiv zu erschweren.“ Erwartet werden Teilnehmer aus mehr als 30 Ländern. (ag)

Politische Partizipation auf bayrisch

Donnerstag, 5.6.2014 Der Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration des bayerischen Landtags lädt heute in den Bayerischen Landtag zu einem Fachgespräch zum Thema „Bundesleistungsgesetz und Bundesteilhabegesetz“ ein. Kobinet berichtet, dass Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen die mangelhafte Beteiligung behinderter Menschen und ihrer Verbände an diesem Fachgespräch kritisieren. (ag)

Christian Lells Schwester an Mukoviszidose gestorben

Christian Lell (Archivfoto:  Peter Steffen/dpa)

Christian Lell (Archivfoto: Peter Steffen/dpa)

Donnerstag, 5.6.2014 Der Fußball-Profi Christian Lell (29) trauert um seine Schwester Marie-Therese Lell († 27), die laut „Bild“ an Mukoviszidose (Cystische Fibrose CF) gestorben ist. Ein zäher Schleim verklebt bei dieser bislang nicht heilbaren Stoffwechselkrankheit vor allem die Lunge und die Bauchspeicheldrüse. Schrittweise verlieren die Organe ihre Funktionstüchtigkeit. Die Trauerfeier für die gelernte Tierpflegerin fand, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 2. Mai im kleinen Familien-Kreis auf dem Münchner Ostfriedhof statt.

Der ehemalige Bayern-Star gründete 2009 die Christian Lell-Stiftung für Mukoviszidose, die er auch jetzt weiterführen will: „Schon als kleiner Junge habe ich miterlebt, wie belastend die tägliche Einnahme von Medikamenten und das Inhalieren für Körper und Seele sind. Auch an unserer Familie ist die Krankheit nicht spurlos vorübergegangen. Jeder Tag bedeutete neue Herausforderungen, war und ist eine enorme Belastungsprobe. Marie-Thereses Schicksal und die damit verbundenen Erlebnisse haben mich unwiderruflich geprägt.“ (cm)

Schließungspläne wegen Inklusion: Psychologie-Studenten in Bremen protestieren

Mittwoch, 4.6.2014 Um Stellen für Inklusion zu schaffen, will die klamme Wissenschaftsbehörde in Bremen die Psychologie-Ausbildung kappen. Rund 300 Studierende protestierten gegen die geplante Schließung ihres Studienganges, berichtet die taz. (ag)

Samuel Koch mit Optimierungsdrang

Samuel Koch (Foto: Peter Steffen/dpa)

Samuel Koch (Foto: Peter Steffen/dpa)

Mittwoch, 4.6.2014 Der bei „Wetten, dass…“ verunglückte Samuel Koch (26) kann sich immer noch nicht so recht damit anfreunden, mit einem Rolli durch die Gegend zu fahren. „Ich muss mich mit dem Ist-Zustand arrangieren, das gelingt mir nicht immer,“ sagte er bei einer Podiumsdiskussion in Rheinberg (Nordrhein-Westfalen). „Für mich ist es manchmal erschreckend, dass ich mich zunehmend an die Situation zu gewöhnen scheine, das aber gar nicht möchte, sondern eher einen Optimierungsdrang in mir verspüre.“ (ag)

VdK fordert mehr Jobs für Menschen mit Behinderung

Mittwoch, 4.6.2014 Inklusion ist mehr als der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung – sie umfasst alle Lebensbereiche, von der gesundheitlichen Versorgung über Freizeit und Mobilität bis hin zur Arbeit. Darauf macht der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen anlässlich der heutigen Plenarsitzung des Landtags zum Aktionsplan der Landesregierung „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“ aufmerksam und fordert insbesondere konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderung. (PM)

BFV-Inklusions-Cup am 12. Juli 2014 mit Schirmherrin Gloria von Thurn und Taxis

Mittwoch, 4.6.2014 Der bayerische Fußball-Verband (BFV) veranstaltet am 12. Juli 2014 auf der Sportanlage des SV Nittendorf seinen ersten Inklusions-Cup. Hierzu sind inklusive Teams mit Kids zwischen zehn und 15 Jahren aus Behinderteneinrichtungen, Schulen und Vereinen eingeladen. Neben dem Turnier wird ein Rahmenprogramm geboten (u.a. Durchführung des DFB-Schnupperabzeichens). Schirmherrin ist Gloria von Thurn und Taxis. Anmeldeformulare sind bis zum 29. Juni bei Nico Kempf erhältlich und einzureichen, Mail: [email protected] (WS)


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