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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Hannover: Lotsendienst für Stadtteilveranstaltungen

Mittwoch, 11.6.2014 Das 2012 gegründete „Netzwerk für inklusive Kultur“ in Hannover bietet wieder einen Lotsendienst für Menschen mit Behinderung (Sehbehinderte, Rollstuhlfahrer) an, die selbständig öffentliche Veranstaltungen besuchen möchten. Nach den positiven Erfahrungen auf dem Fährmannsfest im letzten Jahr wird der Service nun auch auf das Deisterstraßen-Fest am 19.7.2014 und das Limmerstraßen-Fest am 6.9.2014 ausgeweitet.

Interessenten können sich an den Üstra-Haltestellen abholen und auf der Veranstaltung von einem Lotsen begleiten lassen. Darüber hinaus gibt es Informations- und Servicestellen auf allen drei Veranstaltungen sowie Zugang zu rollstuhlgerechten Toiletten.

Gleichzeitig werden noch freiwillige Helfer als Lotsen gesucht. Infos gibt es bei:
Hannoversche Werkstätten gem. GmbH
Heide Lange
Thurnithistraße 1, 30519 Hannover
Mail: [email protected]
Tel.: 05 11/53 05-346
Fax: 05 11/53 05-100

Ärzte entfernen Ungarin einen Riesen-Tumor

Mittwoch, 11.6.2014 Einen 25 Kilogramm schweren Tumor haben Ärzte einer Frau in Ungarn entfernt. Die Operation sei bereits Mitte Mai erfolgt, teilte das Landesinstitut für Onkologie in Budapest am Mittwoch der Nachrichtenagentur MTI mit. Die 46-jährige Frau habe infolge des Eingriffs 40 Kilogramm abgenommen. Sie habe inzwischen die Klinik verlassen und lebe beschwerdefrei, hieß es in der Mitteilung weiter. Tumore dieser Größenordnung werden in der medizinischen Fachliteratur als selten beschrieben. (dpa)

Nur jede zehnte Kneipe in Schwerin ist rauchfrei

Dienstag, 10.6.2014 Der Schutz von Nichtrauchern wird einer Studie zufolge in Schwerin nur unzureichend umgesetzt. In jedem dritten Gastronomie-Betrieb der Landeshauptstadt werde geraucht, teilte das Deutsche Krebsforschungszentrum unter Berufung auf eine Untersuchung von 93 Gaststätten am Dienstag mit. Insbesondere in Bars und Kneipen sind Raucher demnach noch die Regel: Nur etwa jede zehnte Kneipe in Schwerin sei rauchfrei, hieß es. Besser sei es in Cafés und Restaurants. Im Vergleich zu anderen Landeshauptstädten liege Schwerin damit insgesamt auf einem mittleren Rang.

In Mecklenburg-Vorpommern sei der Nichtraucherschutz aber besonders wichtig, weil das Land eine der höchsten Raucherquoten bundesweit habe. Die Landesregierung solle daher die Ausnahmen für Raucherkneipen streichen. Das aktuelle Nichtraucherschutzgesetz des Landes, das 2007 beschlossen wurde, läuft Ende Juli aus. (dpa/lmv)

Westfalen: Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung bleibt hoch

Dienstag, 10.6.2014 Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Schwerbehinderung bleibt in Westfalen auf einem hohen Niveau. Wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) berichtet, ist die Zahl der gehandicapten Menschen ohne Job im Mai um 74 Personen auf 22.714 angestiegen. Das sind 498 Personen mehr als vor einem Jahr. LWL-Sozialdezernent Matthias Münning fordert die Arbeitgeber angesichts der aktuellen Entwicklung dazu auf, sich dem Thema Inklusion zu öffnen und neue Wege zu gehen. „Hierfür gibt es beeindruckende Beispiele, nur sind es zu wenige“, so Münning. (PM)

Spektakulärer Tourette-Rap im Internet

Montag, 9.6.2014 Um auf die Tourette-Erkrankung aufmerksam zu machen, hat der belgische Selbsthilfeverein Iktic ein Musikvideo ins Netz gestellt – mit einem Beat aus Tics von zahlreichen Betroffenen, die mitgemacht haben. Unterstützt wurde das Projekt vom belgischen Singer/Songwriter Wouter Berlaen. (ag)

Schießsport: Paralympics-Siegerin Manuela Schmermund verteidigt Hessenmeistertitel

Manuela Schmermund am 30 August 2012 bei den Paralympics in London (Foto: dpa)

Manuela Schmermund am 30 August 2012 bei den Paralympics in London (Foto: dpa)

Montag, 9.6.2014 Die querschnittgelähmte Manuela Schmermund hat am Sonntag die Hessenmeisterschaft mit dem Luftgewehr stehend in der Schadensklasse SH1 gewonnen. Mit dem Resultat von 393 Ringen verwies die 42-jährige Paralympics-Gewinnerin ihre ärgste Konkurrentin Natascha Hiltrop (386) auf den zweiten Platz. (ag)

Bildungsreport kritisiert fehlende bundeseinheitliche Kriterien bei Inklusion

Montag, 9.6.2014 Der Bericht „Bildung in Deutschland 2014“ einer Autorengruppe mit namhaften Wissenschaftlern soll am kommenden Freitag gemeinsam vom Bundesbildungsministerium und der Kultusministerkonferenz (KMK) veröffentlicht werden. Einen Schwerpunkt setzt der Bildungsbericht, der von Bund und Ländern alle zwei Jahre vorgelegt wird, diesmal bei den Bildungschancen für Behinderte und bei der angestrebten Inklusion – dem von einer UN-Konvention verlangten gemeinsamen Unterricht von Behinderten und Nicht-Behinderten.

Derzeit gibt es in Deutschland 493 000 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf – das sind 6,5 Prozent aller Schüler. 40 Prozent der zu Fördernden gelten als lernbehindert. Bemängelt wird von den Autoren das Fehlen eines Diagnoseverfahrens nach bundeseinheitlichen Kriterien. Zudem müsse es bei den Hilfen mehr Abstimmung zwischen den verschiedenen Institutionen (Schule, Jugendhilfe, Sozialämter) geben. Weitere Details: Hier geht es zum ausführlichen Bericht. (dpa)

Republikaner in Texas wollen Schwule mit Therapien „heilen“

Montag, 9.6.2014 Die Republikaner im US-Staat Texas wollen Schwule künftig mit psychologischen Therapien „heilen“. Die knapp 10.000 Parteimitglieder nahmen den Punkt bei ihrer jährlichen Versammlung in Fort Worth ins Parteiprogramm auf, berichtete CNN am Montag. Kommentar seitens ROLLINGPLANET ist hier wohl überflüssig.(ag)

Rollstuhlbasketball: World Super Cup 2014 geht an Deutschland und Türkei

Simone Kues (#6) und die Australierin Sarah Stewart (#13) kämpfen um den Ball. Annika Zeyen (#8), Mareike Adermann (#4) und Edina Müller (#7) beobachten die Aktion. (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Simone Kues (#6) und die Australierin Sarah Stewart (#13) kämpfen um den Ball. Annika Zeyen (#8), Mareike Adermann (#4) und Edina Müller (#7) beobachten die Aktion. (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Dirk Passwian (#11) sucht im Spiel gegen die Türkei eine Anspielstation. Kai Möller (#9) und Matthias Heimbach (#6) sowie Özgür Gurbulak (#5) und Deniz Acar (#9) beobachten die Szene. (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Dirk Passwian (#11) sucht im Spiel gegen die Türkei eine Anspielstation. Kai Möller (#9) und Matthias Heimbach (#6) sowie Özgür Gurbulak (#5) und Deniz Acar (#9) beobachten die Szene. (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Montag, 9.6.2014 Beim am Pfingst-Wochenende erstmals ausgetragenen World Super Cup in Frankfurt am Main haben die deutschen Damen (Paralympicssieger 2012) ohne Niederlage den Titel geholt – vor Europameister Niederlande und Australien, dem Silbermedaillengewinner der Paralympics 2012. Bei den Herren belegte Türkei Platz eins vor Deutschland und Schweden.

Der World Super Cup wurde sowohl bei den Damen als auch Herren mit drei Mannschaften ausgetragen, die jeweils zwei Mal gegeneinander spielten. Er gilt als Härtetest für die Weltmeisterschaften der Damen vom 20. bis 28. Juni im kanadischen Toronto und der Herren vom 5. bis 14. Juli im südkoreanischen Incheon. (aj)

E-Rollstuhlfahrerin rammt 74-Jährige Frau von hinten – Fahrerflucht und Krankenhaus

Sonntag, 8.6.2014 Fahrerflüchtige E-Rollifahrerinnen gibt es offensichtlich überall: In Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) hat dieses Mal eine ältere Dame eine unangenehme Begegnung mit einer ROLLINGPLANET-Bewohnerin gemacht. Der Vorfall ereignete sich am Freitag gegen 17:00 Uhr im Einkaufscenter „Warnowpark“ im Stadtteil Lütten Klein.

Die 74-Jährige ging durch die Galerie im Erdgeschoss des Einkaufscenters, als sie von hinten von einem Elektrorollstuhl gerammt wurde. Die Frau stürzte und zog sich eine Wadenbeinfraktur und Kopfverletzungen zu. Passanten kümmerten sich um die Rentnerin und alarmierten den Rettungsdienst. Zwischenzeitlich verließ die unbekannte Rollstuhlfahrerin den Warnowpark. Gegen sie wird jetzt wegen des Verdachtes der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt. (pol)

Fahrräder & Rollis: Grüne fordern barrierefreie Bahnhöfe

Sonntag, 8.6.2014 Der bahnpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Matthias Gastel, verlangt Verbesserungen der Deutschen Bahn: „Die Bundesregierung muss als Eigentümer der Bahn darauf hinwirken, die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme deutlich zu vergrößern und auch die Bahnhöfe entsprechend barrierefrei zu gestalten, was Menschen im Rollstuhl zu Gute käme.“ Daran müsse der Bahn „schon aus eigenem wirtschaftlichem Interesse“ gelegen sein. Denn: „In Fernbussen, die zunehmend zur Konkurrenz für die Bahn werden, ist die Fahrradmitnahme problemlos möglich“, sagte Gastel. (dpa)

Landesinklusionspreis Baden-Württemberg: 38 Finalisten nominiert

Sonntag, 8.6.2014 Für Baden-Württembergs neuen Landesinklusionspreis – insgesamt mit 120.000 Euro dotiert – wurden aus 250 Bewerbungen 38 Finalisten nominiert. Damit verbunden ist eine Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro. Bewerben konnten sich Projekte in den vier Bereichen Wohnen, Arbeiten, Bildung und Erziehung sowie Freizeit, Kultur und Sport, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen befördern und im Alltag aktiv leben.

Die 14-köpfige Jury wird am 18. Juli 2014 die Sieger bekannt geben und im Stuttgarter Haus des Sports küren. Der erste Platz ist mit 15.000 Euro, der zweite Platz mit 5.000 Euro und der dritte Platz mit 3.000 Euro dotiert. Neben Sozialministerin Karin Altpeter, Kultusminister Andreas Stoch und dem Landes-Behindertenbeauftragten Gerd Weimer werden zirka 400 Gäste erwartet. Als besonderer Gast ist die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, angekündigt. (ag)

Buch-Einband aus Menschenhaut entdeckt

Bucheinband aus Menschenhaut (Foto: kawa)

Bucheinband aus Menschenhaut (Foto: kawa)

Sonntag, 8.6.2014 In der Bibliothek der US-Universität Harvard wurde ein in Menschenhaut eingebundenes Buch entdeckt. Für das Einband des Werks „Des destinées de l’âme“ („Das Schicksal der Seele“) des französischen Schriftstellers Arsène Houssaye aus dem 19. Jahrhundert wurde Rückenhaut aus dem Leichnam einer psychisch kranken Frau entnommen, die an einem Herzinfarkt gestorben war. Dies teilte die Uni in einer Erklärung mit.

Den Hinweis hatte der Autor selbst mit einer handschriftlichen Notiz auf einer den ersten Seiten gegeben: „Ein Buch über die menschliche Seele hat eine menschliche Hülle verdient.“ Die Verwendung von Menschenhaut – etwa von hingerichteten Kriminellen – zum Einbinden von gedruckten Schriften sei damals nicht unüblich gewesen, so die Wissenschaftler. (ag)


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