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Hitzefrei gibt es im Büro nur in Ausnahmefällen

Donnerstag, 12.6.2014 Steigen draußen die Temperaturen, wird es in manchen Büros unerträglich heiß. Viele Arbeitnehmer wünschen sich nun hitzefrei – doch einen Anspruch haben sie nur in den seltensten Fällen, sagt Hans Georg Meier, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin.

Grundsätzlich dürfe der Arbeitgeber bestimmen, wann und wo seine Mitarbeiter im Einsatz sind. Dabei hat er allerdings die gesundheitlichen Interessen seiner Angestellten zu berücksichtigen. Wer zum Beispiel schwanger ist oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hat, bei dem kann es unzumutbar sein, in sehr warmen Büros zu sitzen. In solchen Fällen kann der Mitarbeiter „hitzefrei“ bekommen. (dpa/tmn)

Rund 500 Gesichtschirurgen befassen sich in Mainz mit neuen Therapien

Donnerstag, 12.6.2014 Nach schweren Unfällen oder bei Tumorbehandlungen setzen Gesichtschirurgen verstärkt auf körpereigene Transplantate nach Maß statt auf die Verpflanzung fremder Gesichter. Unter dem Motto „Maßgeschneidertes Gesicht statt Gesichtstransplantation“ stellt die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am (heutigen) Donnerstag (12.00 Uhr) in Mainz neue Therapien vor. Dabei kommt auch ein 3-D-Drucker zum Einsatz. Rund 500 Experten wurden beim 64. Kongress der Gesellschaft vom 11. bis 14. Juni erwartet. Jedes Jahr nehmen ihre Fachärzte bundesweit etwa 120.000 Gesichtsoperationen vor. (dpa/lrs)

UN-Fachausschuss: Behindertenbeauftragte Bentele gratuliert Degener zur Wiederwahl

Donnerstag, 12.6.2014 Wie wir bereits gestern meldeten (siehe vorletzte Nachricht unten), wurde Frau Professor Theresia Degener (53) für weitere vier Jahre mit einer großen Mehrheit zum Mitglied des UN-Fachausschusses gewählt. Seit 2011 hat sie dort ein Mandat inne. Der Fachausschuss hat die Aufgabe, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf internationaler Ebene zu fördern und besteht aus 18 Mitgliedern.

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen gratuliert heute: „Ich freue mich außerordentlich über die Wiederwahl von Frau Professor Degener. Mit ihrem breiten Fachwissen, aber auch mit ihrer ganzen Persönlichkeit steht sie für einen unermüdlichen Einsatz für die Rechte behinderter Menschen. Ich wünsche ihr für die kommenden Jahre alles Gute für ihre Arbeit im Fachausschuss.“

Degener genießt auf nationaler und internationaler Ebene einen ausgezeichneten Ruf. Die Rechtsprofessorin, die durch Contergan geschädigt ist, setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. (PM)

Reisende müssen noch lange auf barrierefreie Bahnhöfe in Neuwied warten

Donnerstag, 12.6.2014 Reisende, die auf barrierefreie Zugänge angewiesen sind, werden laut einem Bericht des „General-Anzeiger“ auch in Zukunft Probleme haben, die Bahnhöfe in Neuwied (Rheinland-Pfalz) für Fahrten mit der Deutschen Bahn zu nutzen. Das geht aus einer Stellungnahme der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Elisabeth Bröskamp (Bündnis 90/Grüne) hervor. Wie Bröskamp mitteilt, wurden laut Landesregierung in den letzten fünf Jahren keine Förderanträge für die barrierefreie Umrüstung von Bahnsteigen in der Stadt und im Landkreis Neuwied eingereicht. (ag)

Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ fordert einfacheren Zugang zur Reha

Donnerstag, 12.6.2014 Die von der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED) ins Leben gerufene Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ fordert Kostenträger und Politik auf, den Zugang zur Reha zu vereinfachen. Aktuell sei der Zugang zu wichtigen Reha-Leistungen für Patienten durch intransparente Strukturen und bürokratische Hürden erschwert. Die komplexen Genehmigungsverfahren schreckten die Rehabilitanden eher ab und verhinderten in vielen Fällen den raschen Beginn der notwendigen Leistung.

„Die rechtzeitige medizinische Rehabilitation erspart der Gemeinschaft hohe Aufwendungen und Kosten. Es ist daher nicht zu begreifen, warum der Zugang zur Reha nicht endlich vereinfacht wird“, sagte Prof. Bernd Petri, Vorstandsvorsitzender der DEGEMED. Seit Jahren warte die Branche auf ein neues Verordnungsverfahren. Die aktuellen Verfahren seien sperrig, schwerfällig und führten zu häufig zu einer Ablehnung von Anträgen. „Seit Jahren wartet die Reha-Branche auf ein einheitliches und schnelles Verfahren, das für alle Träger gleichermaßen gilt,“ so Petri. (PM)

Neue Behindertenzeitschrift „Zeit der Freundschaft“

Donnerstag, 12.6.2014 Zum ersten Mal in Bottrop (116.500 Einwohner, Nordrhein-Westfalen) wird, wie die Stadt mitteilt, eine Zeitung von Menschen mit Behinderungen herausgebracht. Anlass ist ein Aktionstag am kommenden Samstag (14. Juni 2014, ab 10 Uhr) auf dem Berliner Platz. Er will vor allem auf die Probleme von Rollstuhlfahrern und anderen Menschen mit Gehbehinderung hinweisen. Die Publikation mit dem Titel „Zeit der Freundschaft“ will einen Einblick über das Leben der Betroffenen und das Miteinander geben, hat aber den Anspruch, für alle Bürgerinnen und Bürger lesenswert zu sein, und ist kostenlos. (PM)

Das Gehörlosen-Zitat von Prinz Philip

Prinz Philip (Foto: dpa)

Prinz Philip (Foto: dpa)

Donnerstag, 12.6.2014 Die Huffington Post hat zehn peinliche Zitate von Prinz Philip (der Herzog von Edinburgh und Mann der Queen feierte diese Woche seinen 93. Geburtstag) zusammengestellt. Eines davon lautet: „Gehörlos? Wenn sie hier stehen, ist es kein Wunder, dass sie taub sind.“ Sagte er zu einer Gruppe tauber Kinder, die neben einem Stahlband standen. (ag)

Bildungsexperte warnt vor Scheitern der rheinland-pfälzischen Schulreform

Donnerstag, 12.6.2014 Der Erziehungswissenschaftler Professor Rainer Winkel von der Berliner Universität der Künste hat bei der Veranstaltung „Mainzer Impulse zur Bildungspolitik“ vor einem Scheitern der Inklusion in Rheinland-Pfalz gewarnt – weil nicht ausreichend Geld zur Verfügung gestellt werde. Ob die Reform gelinge, sei deshalb zweifelhaft. (ag)

Mit Pflege offensichtlich überfordert – Mann ersticht Ehefrau

Mittwoch, 11.6.2014 In Geretsried (23.200 Einwohner, Bayern) hat ein Mann seine behinderte Ehefrau erstochen. Der 58-Jährige stellte sich am Dienstagmorgen der Polizei und legte ein Geständnis ab. Das gleichaltrige Opfer hatte vor zwei Jahren einen Schlaganfall erlitten und war seither ein Pflegefall und im täglichen Leben auf den Rollstuhl angewiesen. Die Situation könnte den Mann auf lange Sicht hin überfordert haben, mutmaßt die Polizei. (pol)

Sachsen bringt Wahlbroschüren mit bunten Comics und leichter Sprache heraus

Mittwoch, 11.6.2014 Mit bunten Comics, Hintergrundwissen und Beispiel-Bildern will Sachsens Regierung geistig behinderte Menschen zur Landtagswahl ermutigen. In einer Broschüre (hier geht es zum Download) kann sich jeder über Themen wie Briefwahl, den Landtag oder die Parteien informieren. Dem Behindertenbeauftragten Stephan Pöhler liege viel daran, dass jeder sein Wahlrecht wahrnehmen könne, hieß es in einer Mitteilung. „Dazu gehört aber auch, Menschen mit kognitiven Einschränkungen die Wahl an sich zu erläutern“, sagte Pöhler.

In der Broschüre wird beispielsweise auch gezeigt, wie ein Wahlzettel aussieht und wo man die Ergebnisse erfährt. Formuliert ist alles in einfacher Sprache. Auch vor der Landtagswahl 2009 sei eine solche Broschüre angeboten worden, sagte der Sprecher des Behindertenbeauftragten, Michael Welsch. Sachsens neuer Landtag wird Ende August gewählt. (dpa/sn)

UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen: Theresia Degener wiedergewählt

Mittwoch, 11.6.2014 In New York wurde die Behindertenaktivistin und Juristin Prof. Dr. Theresia Degener auf der 7. Staatenkonferenz der UN-Behindertenrechtskonvention in New York für eine erneute Amtsperiode (2015 -2018) in den UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen gewählt. Dies berichtet kobinet. Von allen Mitgliedern erhielt die Bochumerin die meisten Stimmen.(ag)

Kampagne klärt über Schlaganfall auf

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) (Foto: Andreas Gebert/dpa)

Mittwoch, 11.6.2014 Beim Schlaganfall zählt jede Minute – eine groß angelegte Aufklärungskampagne soll deshalb in Bayern deutlich machen, wie wichtig rasches Handeln ist. „Beim Schlaganfall macht es ganz klar keinen Sinn, erst den Hausarzt anzurufen, sondern beim Schlaganfall muss sofort über die 112 der Rettungsdienst alarmiert werden“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch bei der Auftaktveranstaltung in Erlangen.

Gut 40.000 Menschen im Jahr sind im Freistaat von der Krankheit betroffen. Typische Symptome sind ein herabhängender Mundwinkel, halbseitige Lähmungserscheinungen oder Gefühlsstörungen, Sprech-, Sprach- oder Schluckstörungen. (dpa/lby)


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