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IHK Rostock vergibt Sonderpreis für Inklusion in der Ausbildung

Dienstag, 17.6.2014 Die Industrie- und Handelskammer Rostock hat nach ihren Angaben als erste IHK Mecklenburg-Vorpommerns im Rahmen des Qualitätssiegels „TOP Ausbildungsbetrieb 2013“ einen Sonderpreis Inklusion vergeben.

Geehrt wurde der Globus Handelshof in Roggentin bei Rostock, der für schwerbehinderte Auszubildende ein individuelles Ausbildungskonzept entwickelt und umgesetzt hat, wie die IHK am Dienstag mitteilte. Dessen Ziel sei es, ein möglichst uneingeschränktes Arbeitsleben und eine erfolgreiche Ausbildung zu bieten. „Inklusion kann nur gelingen, wenn möglichst viele Menschen erkennen, dass sie den Alltag bereichert und Barrieren abbaut“,
erklärte IHK-Chef Claus Ruhe Madsen.

Die Einsatzpläne der Globus-Auszubildenden werden so gestaltet, dass sie beispielsweise Dialyse-Termine problemlos wahrnehmen könnten. Auch lege die Führung Wert darauf, allen Mitarbeitern gemessen an ihren Begabungen und geistigen sowie körperlichen Fähigkeiten optimale Arbeitsbedingungen zu bieten. Neben dem Sonderpreis Inklusion an Globus erhielten 66 der rund 1500 Ausbildungsbetriebe im IHK-Bezirk das Qualitätssiegel. (dpa/mv)

Mond hat keinen Einfluss auf Schlaf

Die nutzlose ROLLINGPLANET-Nachricht des Tages: Es glaubt doch jeder, was er will, wenn es um den Mond geht (Foto: Christine Bocks/pixelio.de)

Die nutzlose ROLLINGPLANET-Nachricht des Tages: Es glaubt doch jeder, was er will, wenn es um den Mond geht (Foto: Christine Bocks/pixelio.de)

Dienstag, 17.6.2014 Auch wenn es eine weit verbreitete Annahme ist: Der Mond ist offenbar nicht schuld an Schlafstörungen. Zu dieser Erkenntnis kamen Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, die mehr als 20.000 Datensätze zum Schlaf zahlreicher Probanden ausgewertet haben. Es habe sich kein statistisch belegbarer Zusammenhang zwischen menschlichem Schlaf und den Mondphasen gefunden.

Zwar hätten zwei Studien aus den Jahren 2013 und 2014 übereinstimmend gezeigt, dass die Teilnehmer in Vollmondnächten kürzer schliefen als in anderen Nächten. Diese Studienergebnisse könnten den Münchnern Forschern zufolge aber aufgrund der mit 30 bis 50 geringen Zahl der Teilnehmer Zufallsbefunde sein. (dpa/tmn)

Auch der Rollstuhl stört – was Nachbarn ärgert

Montag, 16.6.2014 Was können Sie bei Ihrer Nachbarschaft überhaupt nicht leiden? Für die repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2014“ wurden dazu im Auftrag von immowelt.de 1.015 Personen durch das Marktforschungsinstitut Gapfish befragt. Und das nervt die Deutschen (Mehrfachnennungen möglich):

  • Nichts, bis jetzt hatte ich immer Glück mit meinen Nachbarn: 50 Prozent
  • Nervige Haustiere: 25 Prozent
  • Rauchender Nachbar, dessen Zigarettenqualm in Ihre Wohnung zieht: 23 Prozent
  • Nachtaktiver Nachbar in einer hellhörigen Wohnung: 19 Prozent
  • Optische Beeinträchtigung (z. B. hässliche Garten- / Balkondekoration): 11 Prozent
  • Lärmende oder spielende Kinder: 11 Prozent
  • Im Hausflur abgestellter Kinderwagen / Rollstuhl: 8 Prozent

(PM)

Fallstricke des Alltags: Muss man in der S-Bahn für Behinderte aufstehen?

Montag, 16.6.2014 Einmal in der Woche beantwortet die Kolumnistin Elisabeth Binder im Berliner „Tagesspiegel“, wie man mit komplizierten Situationen des Alltags umgeht. Leserin Alina fragte dieses Mal: „Zum wiederholten Male ist mir in der S-Bahn folgendes passiert: Ein Herr saß neben seinem Rad auf einem der Klappsitze vorne und belegte insgesamt 5 Sitze. Es war voll, und da ich schwer behindert bin, bat ich um einen Sitzplatz. Ich bekam zur Antwort, dass er gar nicht daran denke, Platz zu machen, es sei schließlich sein gutes Recht, sein Fahrrad so zu stellen. Platz machen müsse er nur für Rollstuhlfahrer, aber die würden ja schon sitzen. Auch mein Ausweis nützte nicht. Bei den Umsitzenden herrschte eisiges Schweigen. Hätte es nicht die Höflichkeit geboten, mir Platz zu machen?“

Hm. Sie werden jetzt doch wohl hoffentlich nicht lange über das richtige Verhalten nachdenken müssen? Die Antwort im „Tagesspiegel“ fällt klar aus und hätte auch ROLLINGPLANET nicht freundlicher formulieren können: „Schon bei der Lektüre möchte man sich empören über diesen unsäglichen Kotzbrocken, dessen Kinderstube, falls sie denn je vorhanden war, offenbar schon lange unter Bergen von Zynismus begraben liegt.“ (ag)

Deutscher soll Chef des Weltverbandes der Rollstuhlbasketballer werden

Ulf Mehrens (l.), Chef des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes, und die Basketballerin Edina Müller (m.) beim Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: dpa)

Ulf Mehrens (l.), Chef des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes, und die Basketballerin Edina Müller (m.) beim Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: dpa)

Montag, 16.6.2014 Karriereplanung perfektioniert wie ein Dreier von der Mittellinie: Ulf Mehrens (58), Vorsitzender des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS) und Vizepräsident des internationalen Rollstuhlbasketballverbandes IWBF in Europa, soll Präsident der IWBF werden. Die derzeitige Amtsinhaberin, Maureen Orchard aus Kanada, tritt nicht mehr an.

Die Wahl des gebürtigen Oldenburgers Mehrens (war nicht immer nur Funktionär, sondern spielte einst auch international Fußgänger-Basketball) beim World Congress im südkoreanischen Incheon am 13. Juli 2014 gilt als sicher. (ag)


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4 Kommentare

  • Marita Laroussi

    die frau im rollstuhl kenne ich durch BUK Hamburg, sie ist wirklich toll und war/ist für mich ein vorbild!!

    16. Juni 2014 at 16:46
  • Heidi Rappold

    Diese Situationen in der S-Bahn kenne ich auch zur Genüge. Dunkelhäutige Menschen sind wirklich sehr viel höflicher, behilflicher und stehen von selber auf. Aber in vielen deutschen Köpfen steckt leider noch das Denken der von 1933-1945

    16. Juni 2014 at 17:20
  • dasuxullebt

    Ich habe oft ein Problem damit, Leute anzusprechen, von denen ich Denke, dass sie sich vielleicht gerne setzen würden. Einfach, weil ich nicht gerne fremde Leute anspreche, und es auch schon Leute gab, die beleidigt waren, dass ich mich erdreisten konnte, ihnen einen Platz anzubieten.

    Da gefällt es mir doch deutlich besser, wenn Behinderte eine so klare Ansage machen. Dass die anderen Leute sich nicht eingemischt haben ist typisches Verhalten, man möchte sich nicht in fremde Angelegenheiten mischen.

    Wie würde das eigentlich rechtlich aussehen? Beispielsweise wenn viele Leute ihre Fahrräder dabeihaben (was ja manchmal vorkommt), und ein Rollstuhlfahrer in dem Abteil keinen Platz mehr hat? Die Leute haben ja auch für eine Fahrradkarte bezahlt. Der gesunde Verstand würde sagen, dass man erstmal einen anderen Wagon probiert, und wenn da auch kein Platz ist, sich dann halt einigen müsste, für wen es am wenigsten ausmacht, den nächsten Zug zu nehmen. Da das in der Realität kaum funktionieren wird, ist das doch sicher irgendwie geregelt.

    16. Juni 2014 at 17:40
  • Jan Kajnath

    Ich finde die Erklärung des Radfahrers auch unmöglich. Ich würde den Fahrer zu Hilfe rufen und den Typen des Zuges verweisen lassen! Ich stell mich mit meinem E-Rolli einfach in die Tür. Mal sehen wie laut dann die eisige Stille wird. 😉 🙂

    16. Juni 2014 at 23:52

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