""

ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


Zum nächsten Newsticker

Erzieherin ging sechs Monate lang mit Tuberkulose in Kinderkrippe

Mittwoch, 25.6.2014 Eine Erzieherin hat ein halbes Jahr lang in einer Kinderkrippe in Otterfing in der Nähe von München gearbeitet, obwohl sie an ansteckender Tuberkulose erkrankt war. Sie habe wegen ihres starken Hustens über Monate immer wieder Ärzte aufgesucht – allerdings ohne Befund. Als Kind sei sie bereits einmal an Tuberkulose erkrankt gewesen, wahrscheinlich brach diese nun erneut aus.

138 Kinder und zehn Erzieher stehen jetzt unter Beobachtung, wie das Gesundheitsamt Miesbach mitteilte. Bislang gebe es keine Anzeichen dafür, dass jemand sich bei der Erzieherin angesteckt hat, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes. Allerdings befinden sich fünf Kinder vorsorglich zur Beobachtung in Spezialkliniken. Allerdings könne sich ein Verdacht frühestens in acht Wochen völlig ausschließen lassen. (dpa)

Rollstuhlbasketballerinnen: Im WM-Viertelfinale von Toronto wartet Frankreich

Mittwoch, 25.6.2014 Die deutsche Damen-Nationalmannschaft bleibt bei der WM der Rollstuhlbasketballerinnen im kanadischen Tornto ungeschlagen. Gegen Japan gelang im letzten Vorrundenspiel ein deutlicher 82:49 (19:12/36:26/58:35)-Sieg, der dem Team Germany gegen Frankreich ein vermeintlich leichteres Duell für die K.O.-Runde im Viertelfinale sicherte. Topscorerin für Deutschland war Centerin Mareike Adermann mit 23 Punkten.

Bevor es am Donnerstag um 13:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr MESZ) auf dem Court zum Duell gegen Frankreich kommt, steht für die Mannschaft von Holger Glinicki am Mittwoch ein spielfreier Tag sowie der Besuch des deutschen Konsulats in Toronto auf dem Programm. (aj)

Bayerns Bildungsminister bekräftigt Pläne für Inklusion

Dienstag, 24.6.2014 An Bayerns Inklusionsplänen gab es zuletzt einige Zweifel – unter anderem wegen der Frage nach der Finanzierung. Die versucht Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle in einer heutigen Mitteilung aus dem Weg zu räumen: „Konsequenter Ausbau von Ganztag, mehr Inklusion und mehr individuelle Förderung, diese Kernziele, die Ministerpräsident Horst Seehofer in der Regierungserklärung zum Bildungswesen genannt hat, werden in der Legislaturperiode umgesetzt.“ Und: „Allein in diesem Schuljahr konnten rund 125 Schulen aller Schularten ihr Profil Inklusion umsetzen. Im kommenden Schuljahr wird die Anzahl weiter steigen.“

Die Bedeutung, die die Bildung für die Staatsregierung genießt, werde auch im aktuellen Haushalt des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums für den Bereich Bildung und Kultus von 10,9 Milliarden Euro deutlich. Durch massive Investitionen in Lehrerstellen sei das Lehrer-Schüler-Verhältnis in den vergangenen 10 Jahren von 1:17,2 auf nun 1:14 verbessert worden. „Bildung bleibt Investitionsschwerpunkt in Bayern, auch im kommenden Doppelhaushalt“, so der Minister. (PM)

Unerhört! Wolfgang Joops Hörgerät geklaut

Wolfgang Joop (Archivfoto: Arno Burgi/dpa)

Wolfgang Joop (Archivfoto: Arno Burgi/dpa)

Dienstag, 24.6.2014 Wolfgang Joop (69) wurde sein Hörgerät, das er sonst im linken Ohr trägt, gestohlen. Der Mode-Designer wurde laut einem Bericht der „Bild“ während seines Urlaubs in Tel Aviv (Israel) Opfer von Dieben im Fitnessbereich eines „Hilton“-Hotels (1000 USD pro Nacht). (ag)

RBC Köln 99ers gründet Kinder- und Jugendabteilung für Rollstuhlbasketball

Dienstag, 24.6.2014 Der RBC Köln 99ers will seine Nachwuchsarbeit verstärken und hat die „Rolli-Rookies“ gegründet für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung im Alter zwischen 10 und 17 Jahren. Als Partner für die nächsten drei Jahre wurde Juwelier Kraemer gewonnen. (PM)

Blinder stürzt zwischen U-Bahnwaggons

Montag, 23.6.2014 Ein blinder Mann ist in München zwischen zwei Waggons der U-Bahn gestürzt – dank der Aufmerksamkeit des U-Bahnfahrers wurde er nur leicht verletzt. Der 51-Jährige hatte sich laut Polizei am Montagmorgen an der Haltestelle Gern mit seinem Blindenstock vorgetastet. Als er den freien Bereich zwischen zwei Waggons erreichte, nahm er an, dass es sich um eine geöffnete Tür handelte. Er trat nach vorne und stürzte in den Zwischenraum.

Der U-Bahnfahrer bemerkte dies in seinem Spiegel und leitete sofort Rettungsmaßnahmen ein. Der Behinderte wurde durch den Sturz leicht an der Schulter verletzt, zur ambulanten Behandlung kam er in ein Krankenhaus. Auch in der Vergangenheit hatte es in München bereits ähnliche Vorfälle gegeben, sogar mit tödlichem Ausgang, siehe ROLLINGPLANET-Bericht: Todesfalle U-Bahn: Die Stadtwerke München nehmen Stellung. (dpa/lby)

Familie in Prag bekommt Rekord-Schmerzensgeld nach Geburtsfehler

Prag (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)Prag (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Prag (Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Montag, 23.6.2014 Eine Familie aus Prag erhält Schmerzensgeld von umgerechnet 1,1 Millionen Euro, weil ihr vier Jahre altes Kind seit einem Geburtsfehler gelähmt und taub ist. Das hat ein Prager Bezirksgericht am Montag entschieden. Der Agentur CTK zufolge ist es die höchste Summe, die Eltern in einem solchen Fall jemals in Tschechien zugesprochen wurde.

Die zur Zahlung verurteilte Klinik kann gegen das Urteil Berufung einlegen. Bei der Geburt kam es zu unerwarteten Komplikationen, auf die nach Ansicht des Gerichts nicht angemessen reagiert wurde. Sachverständige hatten ausgesagt, dass ein Kaiserschnitt notwendig gewesen wäre. (dpa)

„Maskenmann“-Prozess: Gutachter zweifelt an Schilderung von Opfer

Montag, 23.6.2014 Im „Maskenmann“-Prozess hat ein Gutachter Zweifel an der Darstellung eines zeitweise entführten Managers geäußert. Es sei für ihn „nicht vorstellbar“, wie der Manager im Dunklen durch das unwegsame Gelände am Großen Storkower See habe fliehen können, ohne sich im Gesicht oder an den Händen zu verletzen, sagte der Gerichtsmediziner Harald Voß vor dem Landgericht Frankfurt (Oder).

Der Mann hatte sich selbst befreit. Er war nach eigenen Angaben im Herbst 2012 von einem Maskierten verschleppt worden. Voß wurde am Montag zum gesundheitlichen Zustand zweier Opfer gehört.

Angeklagt ist ein 46-Jähriger wegen versuchten Mordes und Totschlags. Er soll vor mehr als drei Jahren eine Unternehmergattin in Bad Saarow niedergeknüppelt haben. Später soll der Maskierte auf die Tochter der Familie geschossen haben. Die Schüsse verfehlten sie und trafen ihren Wachmann, der seitdem im Rollstuhl sitzt. Ein Jahr später soll der Mann den Manager entführt haben, um Lösegeld zu erpressen. (dpa/bb)

Behandlungsfehler: Ärztekammer in Westfalen-Lippe führt Patientenvertreter ein

Montag, 23.6.2014 Ein Patientenvertreter soll in Zukunft die Aufklärung von Behandlungsfehlern bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe besser kontrollieren. Der Vertreter nehme im Juli seine Arbeit auf, teilte die Kammer am Montag in Münster mit. Patienten und Angehörige können sich an den Patientenvertreter wenden, wenn sie mit der Arbeit der Gutachterkommission der Ärztekammer nicht einverstanden sind.

Die Bundesärztekammer hatte am Montag in Berlin ihre Statistik zu Behandlungsfehlern vorgestellt. Danach wurde im vergangenen Jahr bundesweit bei 7922 untersuchten Behandlungen in mehr als jedem vierten Fall ein Fehler festgestellt. (dpa/lnw)


Gesundheit & Medizin

+++ Elektronische Patientendaten: Vom Rettungswagen in die Klinik
+++ WM der Rollstuhlbasketballerinnen: Deutschland rollt locker ins Viertelfinale
+++ WM der Rollstuhlbasketballerinnen: Zweiter Sieg im zweiten Spiel
+++ Rollstuhlbasketballer: Erfolgreiche WM-Generalprobe in Gießen
+++ Diabetes: Fasten nur nach Absprache mit dem Arzt
+++ Kommunikation mit Demenzkranken: Ratgeberforum gibt Tipps
+++ Taubblind Fußball erleben
+++ Paralympics-Sieger Rehm verpasst Weltrekord knapp


Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN