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Blindenverband fordert bessere Vorsorge bei Augenerkrankungen

Freitag, 27.6.2014 Für die systematische Einbeziehung von Augenuntersuchungen in die Früherkennung macht sich der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) stark. Denn der altersbedingte Verlust der Sehkraft sei häufig vermeidbar, vorausgesetzt er werde rechtzeitig erkannt und behandelt, sagte die DBSV-Präsidentin Renate Reymann zu Beginn der Fachtagung „Sehen im Alter“ am Freitag in Bonn. „Dem deutschen Gesundheitssystem fehlt hier eine Präventions- und Behandlungsstrategie.“

Auf der zweitägigen Tagung wollen Experten die Möglichkeiten erörtern, wie Senioren von besserer Versorgung und einer Vernetzung der Hilfsangebote profitieren können. (dpa)

Nur 6.822 Menschen mit Behinderung machten das Sportabzeichen

DOSB gab heute die Zahlen fürs Jubiläumsjahr 2013 bekannt

DOSB gab heute die Zahlen fürs Jubiläumsjahr 2013 bekannt

Freitag, 27.6.2014 Im vergangenen Jahr wurde 808.310 Mal das Sportabzeichen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vergeben, davon 6.822 (minus 256 weniger als im Vorjahr) oder umgerechnet 0,84 Prozent gingen an Menschen mit Behinderung. (ag)

Einnahme von Asthmamitteln verstößt nicht gegen Ramadanregeln

Freitag, 27.6.2014 Muslime verstoßen nicht gegen die Fastenregeln des Ramadan (in diesem Jahr vom 28. Juni – 27. Juli), wenn sie in dieser Zeit Dosiersprays oder Pulverinhalatoren gegen Asthma oder andere Lungenkrankheiten verwenden. Darauf weist Gabriele Overwiening von der Bundesapothekerkammer anlässlich des Ramadanbeginns am Samstag hin. Auch Salben und Augentropfen seien unproblematisch, Nasentropfen oder Zäpfchen dagegen gelten als unzulässig.

Wenn ein Muslim längerfristig Arzneimittel zu bestimmten Tageszeiten einnehmen muss, sollte er sich vom Arzt oder Apotheker beraten lassen, ob er sie zu einem anderen Zeitpunkt nehmen kann, rät Overwiening. Manchmal sei es auch möglich, in Absprache die Dosis zu verändern oder einen alternativen Arzneistoff einzusetzen, der weniger oft eingenommen werden muss. Besonders für Menschen mit Diabetes ist es Overwiening zufolge wichtig, sich beraten zu lassen. (dpa/tmn)

Sky Sport News HD erhält Medienpreis des Bayerischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbands

Donnerstag, 26.6.2014 Der TV-Sender Sky Sport News HD wird für seine Berichterstattung über die Special Olympics Garmisch-Partenkirchen 2013 mit dem Medienpreis des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbands Bayern (BVS Bayern) im Bereich TV/Hörfunk ausgezeichnet.

Mit dem Award würdigt der BVS Bayern publizistische Arbeiten in Hörfunk und Fernsehen sowie Print- und Online-Medien, die den Sport für Menschen mit Behinderungen in all seinen Facetten zeigen und damit einen Beitrag zur Inklusion leisten. Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine unabhängige Jury, die sich aus Sportjournalisten, Sportlern und dem Präsidenten des BVS Bayern zusammensetzt.

Silke Keul, die für den Beitrag verantwortliche Jungredakteurin bei Sky Sport News HD, nimmt den Preis am 10. August 2014 im Rahmen der Elektrorollstuhlhockey-WM in München entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro spendet Keul an die Sky Stiftung, die als Projektförderer von Special Olympics Deutschland unter anderem Sport- und Bewegungsprojekte für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung unterstützt. (PM)

RSV Lahn-Dill: Vertrag mit Junioren-Weltmeister Huber bis 2017 verlängert

Christopher Huber (Foto: Mediashots Werbefotografie)

Christopher Huber (Foto: Mediashots Werbefotografie)

Donnerstag, 26.6.2014 Junioren-Weltmeister Christopher Huber hat sein Engagement bei den Wetzlarer Rollis langfristig verlängert. Mindestens bis Sommer 2017 wird der frisch gebackene Abiturient für den RSV Lahn-Dill, Deutscher Meister im Rollstuhlbasketball, spielen. Dies teilte der Verein heute mit.

Der in Gießen geborene und in Rockenberg lebende Huber gewann bereits zahlreiche Titel. Nach der Junioren-Europameisterschaft 2012 führte er als Kapitän die deutsche U23-Auswahl im vergangenen Sommer auch zum WM-Titel im türkischen Adana. Im Frühjahr 2014 gewann er mit dem RSV zum zweiten Mal das Double aus nationaler Meisterschaft und DRS-Pokal.

Vor wenigen Wochen bestand der 18-jährige Forward sein Abitur am Ernst-Ludwig-Gymnasium in Bad Nauheim, wobei er für ein Novum sorgte. Als erster Schüler in Hessen überhaupt absolvierte er seine praktische Sportprüfung im Rollstuhl. Ab dem Herbst soll nun ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen folgen. (aj)

Behörden warnen vor angeblichem Wundermittel gegen Krebs

Mittwoch, 25.6.2014 Die hessischen Gesundheitsbehörden warnen vor einem angeblichen Wundermittel gegen Krebs und chronische Infektionen. Das unter dem Namen „Miracle Mineral Supplement“ („MMS“) vor allem über das Internet vertriebene Produkt berge „erhebliche Gesundheitsgefahren“, teilte das Regierungspräsidium in Darmstadt am Mittwoch mit. Eine heilende Wirkung sei bei dem Produkt hingegen nicht nachweisbar.

Beim Einnehmen setzte das enthaltene Natriumchlorit ätzendes Chlordioxid frei – ein Stoff, der normalerweise als Desinfektionsmittel unter anderem bei der Aufbereitung von Trinkwasser eingesetzt werde. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte bereits Anfang Juni vor den Gefahren durch MMS gewarnt. (dpa/lhe)

Saarland: Eltern von Behinderten können zwischen Regel- und Förderschule wählen

Bildungsminister Ulrich Commerçon (Foto: dpa)

Bildungsminister Ulrich Commerçon (Foto: dpa)

Mittwoch, 25.6.2014 Eltern von Schülern mit Behinderung können künftig im Saarland frei wählen, ob ihr Kind gemeinsam mit Nichtbehinderten zur Schule gehen soll. Der Landtag beschloss am Mittwoch einstimmig eine Änderung des Schulgesetzes. Damit soll die UN-Behindertenkonvention umgesetzt und die Inklusion an Schulen erleichtert werden.

Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) sprach von einer weiteren „Etappe“ auf dem Weg zur Inklusion. Die Opposition forderte Verbesserungen der Rahmenbedingungen. So würden mehr Lehrer benötigt, um Menschen mit Behinderung angemessen in der Regelschule zu fördern.

In Grundschulen im Saarland war zuletzt bei etwa jedem zehnten Kind ein zusätzlicher sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden. Bislang lag die Integrationsquote in den Grundschulklassen bereits bei über 60 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt. (dpa/lrs)

Rheinland-Pfalz: Landesregierung verteidigt Kurs bei Inklusion

Mittwoch, 25.6.2014 Im Streit um die Finanzierung des Ausbaus der Inklusion in Rheinland-Pfalz will die rot-grüne Landesregierung an ihrem Kurs festhalten. Wer das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern voranbringen wolle, brauche eine klare Linie, sagte Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) am Mittwoch im Landtag in Mainz. Zu den bestehenden 262 Schwerpunktschulen im Land kämen im Sommer 7 weitere hinzu. Ausgleichszahlungen für Mehrbelastungen der Kommunen seien geprüft worden, aber nicht nötig. Die angekündigte Vergabe von acht Millionen Euro aus Bafög-Mitteln sei hingegen eine Chance, die Kommunen zu unterstützen.

Die CDU-Opposition kritisierte, es fehle weiter an Rechts- und Ressourcensicherheit. Deshalb müsse den Kommunen mehr Zeit zur Umsetzung der Inklusion eingeräumt werden. Über das neue Schulgesetz soll bei der nächsten Landtagssitzung abgestimmt werden. Ab August sollen Eltern wählen können, ob ihr Kind auf eine Förderschule mit Sonderbetreuung oder eine Schwerpunktschule geht. Für Bafög-Ausgaben reservierte Mittel können künftig für andere Bildungsausgaben eingesetzt werden, da der Bund den Ländern deren Anteil an der Ausbildungsfinanzierung abnimmt. (dpa/lrs)


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