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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Prinz Harry tanzt den Gangnam-Style mit behinderten Menschen

Mittwoch, 2.7.2014 Prinz Harry (siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht Prinz Harry gründet „Paralympics für Soldaten“) ist derzeit mit einer Charity-Tour in Südamerika unterwegs. Bei einem Besuch eines Heimes für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung zeigte der 29-Jährige, was er Gangnam-Style-technisch drauf hat. Die Kinder und Jugendlichen der „Fundacion Amigos de Jesus in Santiago“ (Chile) hatten eine kleine Show für Harry vorbereitet. Als ihn eines der Mädchen auf die Bühne bat, zögerte Harry laut Medienberichten nicht lange und machte mit. (ag)

DOSB will Inklusion beim Sportabzeichen voranbringen

Mittwoch, 2.7.2014 Sportler mit und ohne Behinderung sollen nach dem Willen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) künftig häufiger gemeinsam das Sportabzeichen machen können. Bei einer Veranstaltung in Kiel sei dafür am Mittwoch ein neues Konzept getestet worden, teilte der Dachverband mit. Entwickelt worden sei es in Zusammenarbeit mit dem Kieler Sportwissenschaftler Manfred Wegner. Wie ROLLINGPLANET berichtete, machten im vergangenen Jahr nur 6.822 Menschen mit Behinderung das Sportabzeichen.

Menschen mit und ohne Handicap sollen künftig am gleichen Ort und zur gleichen Zeit die Prüfungen ablegen können. Das Projekt sei zunächst auf drei Jahre angelegt. „Unser Ziel ist es, dass die Teilnahme von Menschen mit Behinderung an der DOSB-Sportabzeichen-Tour eine Selbstverständlichkeit wird“, erklärte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes. (dpa)

„Nature“ zieht Studie zur Zellverjüngung zurück

Mittwoch, 2.7.2014 Fünf Monate nach der aufsehenerregenden Studie zur Verjüngung von Zellen mit Säure hat die britische Zeitschrift „Nature“ die Veröffentlichung zurückgezogen. Zuvor hatte eine Untersuchung gezeigt, dass die beiden erschienen Artikel zu dem Thema fehlerhafte Daten enthielten. Daraufhin distanzierten sich sämtliche Autoren von den Resultaten und entschuldigten sich für die Fehler.

Die Wissenschaftler aus Japan und den USA hatten Ende Januar berichtet, dass sie unter anderem mit Zitronensäure Körperzellen neugeborener Mäuse in eine Art embryonalen Zustand zurückversetzt hatten. Diese sogenannten STAP-Zellen könnten sich wieder in nahezu jeden Zelltyp entwickeln, schrieb das Team damals. Eine solche Zellverjüngung hatten Forscher bis dahin nur mit genetischer Manipulation erreicht. (dpa)

„Dem Benachteiligungsverbot muss ein gutes Bundesteilhabegesetz folgen“

Montag, 30.6.2014 Dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 30. Juni 1994, den Satz „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ in Artikel 3 des Grundgesetzes aufzunehmen, muss nun endlich ein gutes Bundesteilhabegesetz folgen. Dies bekräftigte Dr. Sigrid Arnade vom Behindertenverband NETZWERK ARTIKEL 3 heute bei einer Kundgebung zum 20jährigen Jubiläum des Bundestagsbeschlusses in Berlin.

„Die Aufnahme des Benachteiligungsverbotes für behinderte Menschen ins Grundgesetz ist eine Bürgerrechtserklärung für behinderte Menschen, die viel in Bewegung gebracht hat. Dieser Ansatz muss durch die konsequente Umsetzung des Benachteiligungsverbotes und endlich durch die Schaffung eines guten Bundesteilhabegesetzes konsequent weiter verfolgt werden. Denn behinderte Menschen werden immer noch massiv an der gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gehindert“, so Arnade.

„Viele behinderte Menschen, die Unterstützung brauchen, werden nach wie vor auf die Sozialhilfe verwiesen und dürfen nicht mehr als 2.600 Euro ansparen. Die Aussonderung in Sonderwelten wie Förderschulen, Wohnheime und Werkstätten für behinderte Menschen ist nach wie vor die Regel. Daher brauchen wir dringend gesetzliche Regelungen, die die Inklusion fördern statt behindern.“ (PM)

Gesetzesänderung soll Schulgeld für behinderte Kinder verhindern

Montag, 30.6.2014 Für geistig oder mehrfach behinderte Kinder soll der Besuch privater Spezialschulen in Mecklenburg-Vorpommern auch künftig kostenlos bleiben. Wie Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) am Montag in Schwerin mitteilte, wären nach der veränderten Finanzzuweisung für Schulen in freier Trägerschaft acht von elf Schulen zur individuellen Lebensbewältigung von Mittelkürzungen betroffen.

Zum Ausgleich müssten erstmals die betroffenen Eltern über ein Schulgeld mit herangezogen werden. Das jedoch solle in jedem Falle verhindert werden, betonte Brodkorb. Da das Problem im Rahmen des geltenden Schulgesetzes nicht gelöst werden könne, habe er den Koalitionsfraktionen von SPD und CDU die rasche Änderung des Gesetzes vorgeschlagen und sei dabei auf Zustimmung gestoßen. (dpa)

Oscar Pistorius ist schuldfähig

Archivfoto: Oscar Pistorius (Foto: dpa)

Archivfoto: Oscar Pistorius (Foto: dpa)

Montag, 30.6.2014 Der wegen Mordes angeklagte beinamputierte Sprintstar Oscar Pistorius (27) war nach Auffassung psychiatrischer Gutachter zurechnungsfähig, als er seine Freundin Reeva Steenkamp (29) erschoss. Dies teilte Staatsanwalt Gerrie Nel bei der Wiederaufnahme des Prozesses am Montag in Pretoria mit. Demnach litt der Südafrikaner weder unter psychischen Problemen noch unter Angststörungen oder anderen Bewusstseinstrübungen, die ihn schuldunfähig machen würden. Experten hatten den Paralympicssieger in einer Psychiatrie 30 Tage lang auf seine Schuld- und Verhandlungsfähigkeit untersucht. (ag)

Rollstuhlbasketballerinnen verpassen WM-Titel erneut

Sonntag, 29.6.2014 Die Frauen der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft haben den Weltmeistertitel erneut verpasst. Die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki verlor am Samstagabend in Toronto mit 50:54 (12:11/22:25/36:39) gegen Gastgeber Kanada. Erfolgreichste Korbjägerin war Kapitän Marina Mohnen mit 20 Punkten. Bereits 2010 waren sie im Finale gescheitert.

„Glückwunsch an Kanada, das ein sehr gutes Turnier gespielt hat. Wir hatten es selbst in der Hand zu gewinnen, haben jedoch leider zu viele Fehler gemacht und einfache Würfe in der Offense liegen gelassen. Mit der Silbermedaille können wir trotzdem sehr zufrieden sein. Wir sind in der Weltspitze mit dabei, und ich blicke alles in allem auf eine tolle Saison zurück“, bilanzierte Glinicki.

Das Spiel um Platz drei gewann Europameister Niederlande mit 74:58 gegen die USA.(dpa)

Indischer Minister will Yoga statt Sexualkunde im Lehrplan

ROLLINGPLANET fragt sich: Wie wäre es mit Yoga UND Sexualkunde? (Foto:  hegre-art)

ROLLINGPLANET fragt sich: Wie wäre es mit Yoga UND Sexualkunde? (Foto: hegre-art)

Samstag, 28.6.2014 Der indische Gesundheitsminister Harsh Vardhan hat sich auf seiner persönlichen Internetseite dafür ausgesprochen, Sexualkunde aus den Schulen zu entfernen. In einer Bildungsagenda für Delhi heißt es: „Der sogenannte ,Sexualkundeunterricht‘ soll verboten werden. Yoga soll verpflichtend werden.“ Das berichtete die Zeitung „Times of India“ am Freitag.

Harsh Vardhan (Foto: Dna India)

Harsh Vardhan (Foto: Dna India)

Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Minister für Aufregung gesorgt. In einem Interview der „New York Times“ sagte er, die Regierung solle in der AIDS-Prävention nicht nur die Verwendung von Kondomen unterstützen, sondern auch „die Redlichkeit der sexuellen Beziehung zwischen den Eheleuten fördern“. (dpa)

Herne: Hohe Rente und Schmerzensgeld nach Ärztefehler

Samstag, 28.6.2014 Zehn Jahre nach einem Ärztefehler in Herne (Nordrhein-Westfalen haben sich die pflegebedürftige Patientin und die Versicherung der Klinik auf die Zahlung von Schmerzensgeld, Schadenersatz und eine monatliche Rente von 8000 Euro geeinigt. Das Oberlandesgericht Hamm stellte den Beteiligten am Freitag einen entsprechenden Beschluss zu, wie Karoline Seibt, Anwältin der Klägerin, bestätigte. Außerdem erhält die Geschädigte Schadenersatz über 341.000 Euro und zusätzlich zu einem bereits gezahlten Schmerzensgeld von 250.000 Euro nochmals 150.000 Euro.

Im Dezember 2013 hatte die Klägerin einen Vergleichsvorschlag des Gerichts über 1,5 Millionen Euro abgelehnt. Zusammen mit bereits gezahlten Entschädigungen hätte sie rund zwei Millionen Euro erhalten.

Das Opfer lag Ende 2004 nach einer Hals-Operation vier Monate im Koma und ist heute auf Betreuung und Pflege angewiesen. Nach Sauerstoff-Mangel kam es zu einer Hirnschädigung. (dpa)


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