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Alzheimer: Bluttest rückt entscheidend näher

Dienstag, 8.7.2014 Wissenschaftlern der University of Oxford ist laut eigenen Angaben ein „entscheidender Schritt“ bei der Entwicklung eines Bluttests zur Vorhersage einer Alzheimererkrankung gelungen. Die Analyse der Daten von mehr als 1.000 Personen hat zur Identifizierung einer Reihe von Proteinen im Blut geführt, die das Einsetzen einer Demenz mit einer Genauigkeit von 87 Prozent vorhersagbar machen. Die in dem Fachmagazin „Alzheimer’s & Dementia“ veröffentlichten Forschungsergebnisse sollen in Zukunft für die Verbesserung von klinischen Studien zu neuen Medikamenten gegen Demenz eingesetzt werden. (pte)

Baden-Württemberg: Grün-Rot macht Behindertenbeauftragte in Kommunen zur Pflicht

Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) (Foto: dpa)

Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) (Foto: dpa)

Montag, 7.7.2014 Ein neues Gesetz soll die Land- und Stadtkreise im Südwesten verpflichten, hauptamtliche Behindertenbeauftragte einzustellen (ROLLINGPLANET berichtete: Ministerin möchte noch mehr Menschen, auf die niemand hört). Für Gemeinden gibt es eine Sollvorschrift im geplanten Behindertengleichstellungsgesetz des Landes, dessen Anhörungsentwurf Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) am Dienstag in Stuttgart vorstellen will.

Zudem wird erstmals geregelt, wie der ressortübergreifende und weisungsungebundene Landesbehindertenbeauftragte bestellt wird. Den derzeitigen Amtsinhaber Gerd Weimer hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ernannt. Der Regierungschef soll dies künftig im Benehmen mit dem neu zu gründenden Landesbehindertenbeirat tun. (dpa/lsw)


Update: Kretschmann sagt geplante Präsentation des Gesetzes ab.


Bauer findet Rollstuhlfahrer (und rettet ihn nach Bergunfall)

Montag, 7.7.2014 Ein beherzt eingreifender Landwirt hat am Montag im Allgäu einen aus Hessen stammenden Rollstuhlfahrer vor möglicherweise schwersten Verletzungen bewahrt. Der 42-Jährige war während einer Bergtour mit seinem Krankenfahrstuhl bei Oberstdorf von einem Schotterweg abgekommen und 40 Meter einen Hang hinuntergerutscht. Dann blieb der im Taunus lebende Mann zunächst an einem Baum hängen. Es bestand allerdings die Gefahr, dass er mit seinem Rollstuhl weitere 150 Meter abrutscht.

Ein Bauer, der das Drama beobachtet hatte, stieg sofort den Hang hinunter und hielt den 42-Jährigen bis zum Eintreffen der Bergwacht fest. Die Bergretter konnten den nur leicht verletzten Mann dann mitsamt Rollstuhl nach oben ziehen. (dpa/lby)

Verband: Kultusminister verschleppt Integration behinderter Kinder

Montag, 7.7.2014 Der Städtetag Baden-Württemberg wirft dem Kultusministerium vor, bei der Integration behinderter Schüler in die Regelschule zu langsam zu sein. „Es geht nicht voran, auch nicht bei der Finanzierung von inklusionsbedingten Zusatzkosten“, sagte Bildungsdezernent Norbert Brugger der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.

Kultusminister Andreas Stoch (SPD) schiebe in seinen Eckpunkten zur Inklusion die Finanzverantwortung etwa für bauliche Veränderungen und nicht-pädagogisches Personal auf die Kommunen ab. (dpa/lsw)

„Die Inklusion schadet den Behinderten selbst“

Montag, 7.7.2014 Diese gewagte, aber im Grunde bei vielen populäre These stellt der Journalist Gerd Held in der „Welt“ auf: „Die Idee, dass behinderte und nicht behinderte Kinder in einem Klassenzimmer erfolgreich lernen können, ist eine Fiktion. Sie ist rücksichtslos gegenüber der Mehrheit und der Minderheit zugleich.“

Mit der Inklusion werde nicht an einem besseren Lernbetrieb gearbeitet, „sondern es wird ein im Grunde unterrichtsfremdes Element eingeführt. Es geht nur um ein Irgendwie-dabei-Sein der Behinderten. Im deutschen Bildungswesen ist lange daran gearbeitet worden, ein besonderes Förderschulwesen entstehen zu lassen, das beim Unterricht gezielt auf die jeweiligen Behinderungen eingehen kann.“ Zum vollständigen Artikel. (ag)

Kurt Masur möchte nicht vergessen werden

Kurt Masur erhielt den Sächsischen Verdienstorden (Foto: Jan Woitas/dpa)

Kurt Masur erhielt den Sächsischen Verdienstorden (Foto: Jan Woitas/dpa)

Sonntag, 6.7.2014 Der Leipziger Stardirigent Kurt Masur hat sich nie dagegen gewehrt, „Karajan des Ostens“ genannt zu werden. „Es war eigentlich ein Witz, aber gestört hat es mich nicht. Vor allem, weil ich viel von Karajan selber gehalten habe“, sagte der 86-Jährige der „Welt am Sonntag“ über den österreichischen Dirigenten (1908 – 1989).

Masur ist an Parkinson erkrankt und muss nach einer Hüftoperation im Rollstuhl sitzen. Dennoch hat er kürzlich wieder in der Berliner Philharmonie dirigiert. „Durch die Krankheit bin ich in die Gefahr eines Stillstands geraten. Aber ich habe festgestellt: Für mich gibt es nur eines – weitermachen“, sagte der Ehrendirigent des Gewandhausorchesters und frühere Chefdirigent der New York Philharmoniker. Ehrgeiz spiele keine Rolle. „Aber das Gefühl und die Angst: Wenn du loslässt, wird man dich vergessen.“ (dpa)

Barrierefreier Naturerlebnispfad in der Eifel

Am Freitag eröffnete Umweltminister Johannes Remmel den barrierefreien Naturerkundungspfad "Wilden Weg". (Foto: Nationalpark Eifel)

Am Freitag eröffnete Umweltminister Johannes Remmel den barrierefreien Naturerkundungspfad „Wilden Weg“. (Foto: Nationalpark Eifel)

Samstag, 5.7.2014 Ab sofort gibt es im Nationalpark Eifel einen neuen Naturerlebnispfad. Die 1,5 Kilometer lange Strecke („Wilder Weg“) ist laut Tourismus NRW barrierefrei. Besucher finden auf Tafeln Informationen zur Waldentwicklung sowie zur Tier- und Pflanzenwelt. Unterwegs gibt es daneben auch eine Kletterstrecke oder eine Forscherstation. In einem Tunnel in Form eines liegenden Baumstamms, informieren sich Besucher über verschiedene Tierarten und deren Nutzung des Alt- und Totholzes. (dpa/tmn)

Schulische Inklusion in NRW: Gesetz zur Finanzierung verabschiedet

Donnerstag, 3.7.2014 Der Kompromiss zwischen Land und Kommunen zur finanziellen Förderung der schulischen Inklusion ist nun gesetzlich verankert. Am Donnerstag verabschiedete der Düsseldorfer Landtag ein Gesetz, mit dem das Land für fünf Jahre verpflichtet wird, sich mit insgesamt 175 Millionen Euro an den kommunalen Kosten für die Inklusion zu beteiligen. In der Frage der Finanzierung des gemeinsamen Lernens behinderter und nicht behinderter Kinder hatten Regierung und kommunale Spitzenverbände lange hart gerungen.

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) sprach von einer verlässlichen Regelung und einer fairen Unterstützung für die Kommunen – trotz schwieriger Haushaltslage des Landes. CDU, FDP und Piraten enthielten sich. Das Gesetz tritt am 1. August 2014 in Kraft. (dpa/lnw)

Seehofer erneuert Versprechen: Bayern wird komplett barrierefrei

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am 1.07.2014 im bayerischen Landtag in München (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am 1.07.2014 im bayerischen Landtag in München (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Donnerstag, 3.7.2014 Horst Seehofer (CSU) hat sein Versprechen erneuert, den Freistaat bis 2023 komplett barrierefrei zu machen. Diese Zusage beziehe sich „auf alles“, sagte er nach einer Kabinettssitzung in München – also Bahnsteige, Schulen, öffentliche Gebäude, Straßen und vieles mehr.

Der Ministerpräsident gestand aber ein, dass der Freistaat nicht alles alleine verwirklichen kann. „Das eine müssen wir selber machen, bei den anderen Dingen müssen wir darauf hinwirken.“

Weil insgesamt mit Milliardenkosten zu rechnen ist, sollen Sozialministerin Emilia Müller und Verkehrsminister Joachim Herrmann in zwei Wochen im Kabinett Vorschläge machen, welche drei Bereiche sie als erstes angehen wollen. Entschieden werden soll darüber dann kurz darauf auf der Haushaltsklausur des Kabinetts. (dpa/lby)

Tür für 300-Kilo-Mann zu klein: Feuerwehr stemmt Loch in Hauswand

Donnerstag, 3.7.2014 Ein 300 Kilogramm schwerer Mann musste in der australischen Stadt Sydney mit besonders brachialen Methoden gerettet werden. Der zwischen 30 und 40 Jahre alte Mann hatte wegen Schmerzen in seiner Brust den Notruf angerufen, doch die Retter konnten ihn zunächst nicht bergen, berichtete news.com am Donnerstag. Er passte nicht durch seine Haustür. Auf Bildern in australischen Medien war zu sehen, wie die Feuerwehr ein mehrere Meter großes Loch in die Hauswand riss, durch das der Patient dann abtransportiert wurde. Ein Spezial-Rettungsfahrzeug, ausgerüstet für schwere Patienten, brachte ihn ins Krankenhaus. (dpa)

Limbale Stammzellen: Hornhaut kann wieder nachwachsen

Donnerstag, 3.7.2014 Amerikanische Wissenschaftler haben ein neues Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, beim Menschen die Hornhaut des Auges erneut wachsen zu lassen. Mit Hilfe von Tracermolekülen ist es gelungen, jene schwer zu findenden Zellen im Auge zu identifizieren, die eine Regeneration und Wiederherstellung ermöglichen. Forscher transplantierten diese regenerative Stammzellen Mäusen und stellten so voll funktionsfähige Hornhäute her.

Das Verfahren könnte eines Tages helfen, die Sehkraft von Patienten wiederherzustellen, die Verbrennungen oder Verletzungen durch Chemikalien erlitten haben. Limbale Stammzellen (LSC) sind für ein gesundes Sehen von entscheidender Bedeutung. Diese Zellen dienen unter anderem dazu, die Hornhaut alle paar Wochen von Grund auf zu erneuern. Ohne diese Zellen würde die Hornhaut trübe und damit die Sehkraft eingeschränkt werden. (pte)


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1 Kommentar

  • Alexander Hader

    wer glaubt denn dem Seehofer??

    8. Juli 2014 at 07:16

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