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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker

Sachsen-Anhalt: Zahl der Schwerbehinderten ist weiter gestiegen

Freitag, 18.7.2014 In Sachsen-Anhalt lebten zum Ende des Jahres 2013 rund 180.200 schwerbehinderte Menschen. Das seien rund 4700 mehr als noch zwei Jahre zuvor, teilte das Statistische Landesamt am Freitag in Halle mit. Sie hätten einen Schwerbehindertenausweis mit einem Behinderungsgrad ab 50. Etwa jeder zweite Betroffene habe Probleme mit seinen inneren Organen oder haben Hirnschädigungen, Querschnittslähmungen, geistig-seelische Behinderungen oder Suchtkrankheiten. Bei etwa jedem Zehnten seien Sinnesorgane wie Ohren oder Augen betroffen. Fast die Hälfte der Ausweisinhaber habe mehrere Behinderungen gleichzeitig. (dpa/sa)

Viele Aids-Aktivisten an Bord der bei Donezk abgestürzten Boeing

Freitag, 18.7.2014 An Bord der über der Ostukraine mutmaßlich abgeschossenen Boeing der Malaysia Airlines sind zahlreiche Aids-Aktivisten gewesen. Sie waren auf dem Weg zum Welt-Aids-Kongress im australischen Melbourne, teilte die International Aids Society mit. Es sei davon auszugehen, dass von den 283 Passagieren an Bord von MH 017 insgesamt 108 Aids-Delegierte und deren Familienangehörige gewesen seien. In der australischen Metropole wollen ab Sonntag 12.000 Forscher, Experten und Aktivisten über Strategien im Kampf gegen den Aids-Erreger beraten. (dpa)

Für Hörhilfen nicht immer ärztliche Verordnung erforderlich

Donnerstag, 17.7.2014 Wer erstmals ein Hörgerät braucht, muss vorher zum Arzt gehen. Werden die Hörhilfen später durch andere ersetzt, ist nicht für alle Folgeverordnungen ein Arzt nötig. In vielen Fällen reicht dann auch der Gang zum Hörgeräteakustiker. Das legte der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken am Donnerstag in Berlin fest, wie der Ausschuss berichtete. Der Ausschussvorsitzende Josef Hecken sagte aber, etwa bei neu aufgetretenem Tinnitus sei es im Sinne der Patienten, auch bei einer Folgeversorgung fachärztliche Expertise verpflichtend vorzusehen. (dpa)

Neue Stottertherapie hilft online – Kasse zahlt

Mittwoch, 16.7.2014 Stotternde Menschen können künftig auch Hilfe über das Internet bekommen. Das Institut der Kasseler Stottertherapie hat dafür eine Methode entwickelt, die Behandlungskosten werden nun von ersten Krankenkassen bezahlt.

„Nach unserer Therapie können die meisten Teilnehmer flüssig sprechen“, sagt Alexander Wolff von Gudenberg, der selbst von der Sprachstörung betroffen ist. Er ist Facharzt für Stimm- und Sprachstörungen und Gründer der Kasseler Stottertherapie.

Vom Stottern sind nach Angaben der Stottertherapie bundesweit rund 800 000 Menschen betroffen. Die Ursache ist nicht ganz geklärt, verantwortlich sein könnten neurologische und genetische Einflüsse. (dpa/lhe)

Barrierefrei: Büsums Hauptstrand wieder eröffnet

Büsums Hauptstrand (Foto: KAWA)

Büsums Hauptstrand (Foto: KAWA)

Mittwoch, 16.7.2014 Der Hauptstrand für Büsum steht wieder für Besucher offen. Ein Jahr lang dauerten die Bauarbeiten. Zu den 7,5 Millionen Euro teuren Modernisierungsmaßnahmen gehörte auch eine barrierefreie Gestaltung des Areals. Rollstuhlfahrer können jetzt vom Ort über den Deich bis ins Wattenmeer gelangen. Zusammen mit der Familienlagune „Perlebucht“ – einem künstlich aufgespülten Sandstrand mit 100.000 Quadratmeter großer, von der Tide unabhängiger Wasserfläche – soll sich das Nordsee-Heilbad zu einem maritimen Erlebnisraum entwickeln, sagte Staatssekretär Ralph Müller-Beck bei der Eröffnung. (dpa/tmn)

Pflege von Demenzkranken kostet im Heim doppelt so viel wie zu Hause

Mittwoch, 16.7.2014 Die Pflege von Demenzkranken ist im Heim fast doppelt so teuer wie die Betreuung zu Hause. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Witten/Herdecke. Sie haben die Pflegekosten in acht europäischen Ländern miteinander verglichen. Deutschland liegt im Mittelfeld: Die Kosten der häuslichen Pflege belaufen sich monatlich auf rund 2700 Euro (Platz 5), in den Pflegeeinrichtungen sind es etwa 5200 Euro im Monat (Platz 4). Insgesamt wurden Daten von mehr als 2000 Menschen mit Demenz sowie ihren Pflegekräften erhoben.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Kosten der häuslichen Pflege variieren stark mit der Schwere der Erkrankung. Wichtig ist auch, mit welchem Wert die häusliche Pflege pro Stunde berechnet wird. Die Forscher setzten für ihre Studie neun Euro pro Stunde an. (dpa/tmn)

Immer mehr Menschen mit Diabetes – Verbände fordern Zucker-Fettsteuer

Dienstag, 15.7.2014 Mit Blick auf die steigende Zahl von Diabetes-Erkrankungen in Deutschland haben Fachgesellschaften erneut höhere Steuern für ungesunde Lebensmittel wie Fast Food, Chips und Süßes gefordert. Ein sinnvoller Weg könnte der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf besonders kalorienreiche und ballaststoffarme Produkte sein, teilte die Deutsche Diabetes Gesellschaft am Dienstag in Berlin mit. Neben dieser Zucker-Fettsteuer sollten gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse dagegen bewusst gering besteuert werden. Für viele Lebensmittel gilt bisher ein Steuersatz von sieben Prozent.

Nach Angaben der Gesellschaft ist die Zahl der Diabetes-Erkrankungen in Deutschland von 1998 bis 2011 um 38 Prozent auf über sechs Millionen gestiegen. Zu den Hauptgründen zählen eine falsche Ernährung und Bewegungsmangel. (dpa)

Krach in Schleswig-Holstein wegen Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderung

Dienstag, 15.7.2014 Die Regierung in Kiel will die Finanzierung der Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderung neu regeln. Nach den Plänen, die das Kabinett am Dienstag billigte, soll der Anteil des Landes deutlich geringer ausfallen, als es die Kommunen fordern. Die Differenz liegt in zweistelliger Millionenhöhe. Die Regierung plant einen Landesanteil von 78 Prozent an den Gesamtkosten, die 2015 817 Millionen Euro betragen sollen. Die Kommunen verlangten in den Verhandlungen vergeblich einen 80-prozentigen Landesanteil. Sie rügten auch, dass eine Landesförderung zur Umstellung von stationär auf ambulant in Höhe von 17 Millionen Euro jährlich wegfallen soll.

Von 2015 an will sich das Land an der Finanzierung aller Leistungen für die 30.000 Betroffenen beteiligen. Bisher bezahlt es die stationären Leistungen und die Kommunen die ambulanten. Da das Land künftig auch die ambulanten Leistungen mitfinanzieren will, sieht es keinen Grund, für “Ambulantisierung” weiter 17 Millionen Euro zu zahlen. Schöpfen die Kommunen ihre Budgets nicht aus, können sie den Überschuss behalten. Anders als bisher will das Land aber erst dann Geld nachschießen, wenn das Budget aller Kommunen zusammen nicht reicht. Gut wirtschaftende Kreise oder kreisfreie Städte müssten also mit ihren Gewinnen erst anderen helfen, bevor das Land einspringt. (dpa)

Mehrens neuer Präsident der International Wheelchair Basketball Federation (IWBF)

Ulf Mehrens bei seiner Antrittsrede in Incheon. Foto: Andreas Joneck)

Ulf Mehrens bei seiner Antrittsrede in Incheon. Foto: Andreas Joneck)

Dienstag, 15.7.2014 Der Hamburger Ulf Mehrens ist am Sonntag im Rahmen des Weltkongresses der International Wheelchair Basketball Federation (IWBF) im südkoreanischen Incheon wie erwartet zum neuen Präsidenten des internationalen Rollstuhlbasketball Verbandes gewählt worden. Der 59-jährige Vorsitzende des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS) ist Nachfolger der Kanadierin Maureen Orchard, die zwölf Jahre die Geschicke der IWBF lenkte.

„Mir liegen drei Punkte in den kommenden vier Jahren besonders am Herzen. Zum einen müssen wir professionelle Strukturen weg von Ehrenamtlichkeit aufbauen, die Kommunikation intern wie extern verbessern und unsere Geschäftsstelle nach Deutschland verlegen, um auch hier kooperativ mit der International Basketball Federation
(FIBA) zusammenarbeiten zu können“, erklärte Mehrens in seiner Antrittsrede. (aj)

Gesetzliche Krankenkasse zahlt Hautkrebsscreening ab 35 Jahren

Dienstag, 15.7.2014 Gesetzlich Versicherte können sich ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre auf Hautkrebs untersuchen lassen. Das zahlen ihre Krankenkassen, erläutert der Krebsinformationsdienst. Es gebe aber auch Kassen, die das sogenannte Screening bereits für unter 35-Jährige übernehmen.

Der Arzt schaut sich dabei die gesamte Haut sowie die Schleimhäute mit dem bloßen Auge an, teils mit Hilfe einer Lupe. Diese Sonderausbildung können Hautärzte sowie hausärztlich tätige Internisten, Fachärzte für Allgemeinmedizin und Praktische Ärzte haben. Gibt es nach der Untersuchung einen Verdacht auf Hautkrebs, muss der Betroffene auf jeden Fall zu einem Dermatologen gehen. (dpa)


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