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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Drittes WM-Silber für deutsche Schützen in Suhl

Donnerstag, 24.7.2014 Die Gewehr-Mannschaft der Frauen hat im Dreistellungskampf mit dem KK-Gewehr die dritte Silbermedaille für das deutsche Team bei den WM der Schützen mit Behinderung in Suhl gewonnen. In der Besetzung Natascha Hiltrop (Heringen/Werra), Manuela Schmermund (Niederaula) und Anja Maurer (Beilstein) erzielte das Trio am Donnerstag 1647 Ringe und musste nur China mit 1678 Zählern den Vortritt lassen. Für Hiltrop war es bereits die vierte Mannschafts-Medaille bei der WM auf dem Friedberg.

Im Achter-Finale um den Einzelsieg landeten Hiltrop auf dem fünften und Schmermund auf dem sechsten Platz. (dpa/th)

Au Backe! Indischem Jugendlichen werden 232 zahnähnliche Gebilde gezogen

Donnerstag, 24.7.2014 Einem indischen Jugendlichen sind mehr als 232 zahnähnliche Gebilde gezogen worden. „Es waren sogar noch viel mehr, aber die kleinen waren schwierig zu sehen und zu entfernen, weil sie sich noch entwickelten“, sagte der behandelnde Chirurg Vandana Thoravade der Zeitung „Asian Age“ vom Mittwoch. Die Operation im J.J. Hospital in Mumbai habe sieben Stunden gedauert.

Die Gebilde – manche so klein wie ein Senfkorn, andere so groß wie Murmeln – saßen in der rechten Mundhälfte des 17-Jährigen, heißt es in der Zeitung „Times of India“. Die Leiterin der zahnärztlichen Abteilung sagte dem Blatt, die Stücke hätten sich aus einem Backenzahn heraus entwickelt. Sie seien wahrscheinlich bereits im Kindesalter entstanden, erklärte Sunanda Dhivare-Palwankar.

Der Jugendliche lebte Medienberichten zufolge seit anderthalb Jahren mit heftigen Schmerzen und angeschwollenem Gesicht. Durch die Entfernung hätten sich auch seine Gesichtszüge verändert.

Bei der Erkrankung des Jungen handelt es sich demnach um ein Odontom, ein Gebilde aus Zahnsubstanzen. Ein Odontom kann aus einer Fehlbildung vom Zahnkeim entstehen. Meist verursacht es keine Symptome und wird zufällig etwa auf einer Röntgenaufnahme entdeckt. (dpa)

Rund 200.000 Menschen in Thüringen schwerbehindert

Donnerstag, 24.7.2014 Etwa 200.000 Menschen in Thüringen leben mit einer schweren Behinderung. Die Zahl der Thüringer mit einem Schwerbehinderten-Ausweis stieg bis Ende 2013 gegenüber 2011 um genau 6.665, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch mitteilte.

Am 31. Dezember 2013 lag demnach die Zahl Schwerbehinderter bei 200.074. Das sei der höchste Stand seit 1993. Damit war jeder elfte Einwohner des Landes betroffen. Fast die Hälfte (knapp 49 Prozent) davon war älter als 65 Jahre. Zwei Prozent der Schwerbehinderten seien Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre gewesen. Ursache der Behinderung war in rund drei Viertel der Fälle eine Krankheit. Bei 5,5 Prozent war die Behinderung angeboren. Rund 2 Prozent der Fälle wurden durch Unfälle oder Berufskrankheiten verursacht. (dpa/th)

Südwest-CDU gründet Netzwerk für Behinderte

Christian Stürmer (Foto: privat)

Christian Stürmer (Foto: privat)

Mittwoch, 23.7.2014 Die Südwest-CDU hat ein Netzwerk für Behinderte ins Leben gerufen. Menschen mit Handicap hätten keine Lobby und bräuchten dringend ein „Sprachrohr in die Politik“, sagte CDU-Landeschef Thomas Strobl in Stuttgart. Die Leitung übernehme Christian Stürmer, der Vorsitzender des Contergannetzwerkes Deutschland. Das neue Netzwerk sei für Behinderte wie Nichtbehinderte gedacht, auch Nicht-Parteimitglieder seien eingeladen. Das Motto laute „Nichts ohne uns über uns“. (dpa/lsw)

Erneut WM-Medaillen für deutsche Schützen in Suhl

Dienstag, 22.7.2014 Die Gewehr-Spezialisten haben am Dienstag die Erfolgsserie der deutschen Sportschützen mit Behinderung bei den Weltmeisterschaften in Suhl fortgesetzt. Nach dem dritten Platz am Montag mit dem Luftgewehr gewann das Trio Natascha Hiltrop (Heringen/Werra), Josef Neumaier (Altötting) und Bernhardt Fendt (Memmenhausen) am Dienstag WM-Silber im Liegend-Wettkampf mit dem KK-Gewehr. Mit 1828,7 Ringen musste die deutsche Mixed-Mannschaft nur Russland (1838,8) den Vortritt lassen. Für Hiltrop und Neumaier war es bereits die dritte Team-Medaille bei den Titelkämpfen auf dem Friedberg.

In der Einzelwertung landete Natascha Hiltrop auf dem 13. Platz. Im Wettkampf mit der Sportpistole wurde Frank Heitmeyer (Bad Essen-Brockhausen) als einziger deutscher Teilnehmer Zwölfter. (dpa/th)

Jeder 13. Rheinland-Pfälzer ist schwerbehindert

Dienstag, 22.7.2014 Etwa jeder 13. Rheinland-Pfälzer ist schwerbehindert. Insgesamt waren es Ende vergangenen Jahres 310.299 Menschen im Land und damit 7,8 Prozent der gesamten Bevölkerung, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Bad Ems mitteilte. 2011 hatte die Zahl noch bei etwa 321.000 gelegen. Als schwerbehindert gelten den Angaben zufolge gemäß Sozialgesetzbuch Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50 Prozent und mehr.

Mit 53,4 Prozent war mehr als die Hälfte der Schwerbehinderten Ende 2013 älter als 65 Jahre, etwa ein Fünftel war zwischen 55 und 65 Jahren alt. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren machten zwei Prozent aus. Insgesamt waren es mit 54 Prozent etwas mehr Männer als Frauen. In rund 80 Prozent der Fälle ging die Behinderung auf eine Krankheit oder einen Impfschaden zurück, nur knapp drei Prozent der Behinderungen waren angeboren. (dpa/lrs)

Baden-Württemberg: Doch kein Kompromiss im Streit um Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung

Montag, 21.7.2014 Im Koalitionskrach um das Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Handicaps zeichnet sich nun doch kein Kompromiss ab. Diskutiert wurde am Montag zwischen Staats-, Finanz- und Innenministerium sowie den Regierungsfraktionen, ob das Land den ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten eine Grundfinanzierung sichert und die Kommunen deutlich stärker fördert, die einen hauptamtlichen Behindertenbeauftragten einsetzen.

Unklar war am Nachmittag noch, ob der Anhörungsentwurf von Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) zur Anstellung hauptamtlicher Behindertenbeauftragter am Dienstag auf der Tagesordnung des Kabinetts stehen wird. (dpa/lsw)

Baden-Württemberg: Gleichstellungsgesetz für Behinderte – so sieht der „Kompromiss“ aus

Montag, 21.7.2014 Im Koalitionsstreit um das Landesgleichstellungsgesetz für Behinderte (siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht: Nach Putsch von oben: Sozialministerin Katrin Altpeter knickt ein) zeichnet sich eine Kompromisslinie ab. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart soll in dem neugefassten Anhörungsentwurf den Kommunen überlassen werden, ob sie haupt- oder ehrenamtliche Behindertenbeauftragte einstellen. Es sollen aber Anreize für die Hauptamtlichkeit gesetzt werden. Ob der überarbeitete Anhörungsentwurf am Dienstag auf die Tagesordnung des Kabinetts kommt, sei fraglich. Es müssten noch verfassungsrechtliche Probleme geklärt und mit den Regierungsfraktionen gesprochen werden. (dpa)

Peanuts: Landesbeauftragter will mehr Sanktionen für Firmen ohne Behinderte

Gerd Weimer, der Behindertenbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Gerd Weimer (Foto: dpa)

Sonntag, 20.7.2014 Der Landesbehindertenbeauftragte Gerd Weimer fordert erneut schärfere Sanktionen für Firmen, die sich von der Pflicht, behinderte Menschen einzustellen, frei kaufen. Im Schnitt koste sie das 2100 Euro pro nicht besetzter Platz im Jahr. „Das sind Peanuts ohne Lenkungswirkung“, sagte Weimer in Stuttgart.

Er plädierte für eine Verdopplung der Strafzahlung, um einen Anreiz zu schaffen, die Quote von fünf Prozent behinderten Arbeitnehmern an der Belegschaft zu erreichen. Diese Regelung gilt nur für Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern. (dpa)

WM-Auftakt mit Bronze für deutsche Luftgewehr-Schützen

Samstag, 19.7.2014 Mit Mannschafts-Bronze haben die deutschen Sportschützen mit Behinderung den Auftakt-Wettbewerb der Weltmeisterschaften in Suhl beendet. Das Trio mit den beiden Bayern Josef Neumaier aus Altötting und Norbert Gau aus Erdweg sowie Kevin Zimmermann aus Wissen an der Sieg erzielte am Samstagmittag mit dem Luftgewehr 1842,2 Ringe.

Neuer Weltmeister wurde ganz souverän Korea mit der Weltrekordleistung von 1864,5 Zählern vor Schweden, das am Ende 0,7 Ringe mehr als die deutsche Mannschaft auf seinem Konto hatte.

Der 56 Jahre alten Team-Routinier Neumaier erreichte zwar das Einzel-Finale, verpasste aber als Achter den angepeilten Quotenplatz für die Paralympics in Rio de Janeiro. (dpa/th)

Eklat um Baden-Württembergs neuen Inklusionspreis

Samstag, 19.7.2014 Zum ersten Mal hat die Landesregierung Projekte zur Integration behinderter Menschen im Südwesten ausgezeichnet. Das Sozialministerium und das Kultusministerium verliehen am Freitag in Stuttgart vier jeweils mit 15.000 Euro dotierte Preise.

Diese gingen an die SKID Sozialkulturellen Integrationsdienste gGmbH aus Überlingen (Bodenseekreis), zwei Albert-Schweizer-Schulen aus Freiburg, den Verein Lebenshilfe Reutlingen sowie die Integrative Akademie Himmelreich aus Kirchzarten (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald). Insgesamt hatten sich mehr als 250 Projekte beworben, 38 Initiativen kamen in die Endauswahl.

Begleitet wurde die Entscheidung von einem Eklat: Dr. Alexandra Palzer (Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg Gemeinsam leben – gemeinsam lernen e.V.) und Britta Schade (Zentrum selbstbestimmt Leben e.V.) waren mit Protest aus der Jury ausgetreten. Ihrer Meinung nach wurden die meisten Projekte, die zur Auswahl standen, dem Anspruch des Inklusionspreises nicht gerecht, berichtet kobinet. (ag/dpa/lsw)

ING-DiBa bleibt Sponsor der deutschen Rollstuhlbasketballer

Dirk Nowitzki bei einer Gala in Berlin mit den Rollstuhlbasketball-Goldgewinnerinnen der Paralympics 2012: Annika Zeyen, links Gesche Schünemann, rechts Holger Glinicki (Foto: ING-DiBa)

Dirk Nowitzki bei einer Gala in Berlin mit den Rollstuhlbasketball-Goldgewinnerinnen der Paralympics 2012: Annika Zeyen, links Gesche Schünemann, rechts Holger Glinicki (Foto: ING-DiBa)

Freitag, 18.7.2014 Der Deusche Basketball-Bund (DBB) einschließlich des Fachbereichs Rollstuhl-Basketball werden bis September 2016 weiter vom Finanzunternehmen ING-DiBa gesponsert. Entsprechende Verträge seien in Frankfurt unterzeichnet worden, teilten DBB und das Unternehmen am Freitag mit.

Seit dem Jahr 2003 werden sämtliche Herren-, Damen- und Jugend-Nationalmannschaften des DBB sowie seit Juni 2005 auch der Deutschen Rollstuhl-Sportverband von der Bank gesponsort. „Es ist im Sport außergewöhnlich und beispielhaft, dass man sich über so lange Zeit die Treue hält“, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. (dpa)


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1 Kommentar

  • Ingrid Gerber

    … berechtigte Kritik – und klare Haltung der aus der Jury getretenen Verbandsvertreterinnen – längst nicht immer da, wao Inklusion drauf steht, ist auch Inklusion drin! Alle Achtung!

    19. Juli 2014 at 17:44

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