""

ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


Zum nächsten Newsticker

Baden-Württemberg: Minister stellt Grundkonzept für Inklusion vor

Montag, 28.7.2014 Kultusminister Andreas Stoch (SPD) stellt morgen die lange versprochenen Eckpunkte für die Inklusion behinderter Kinder an allgemeinen Schulen vor. Im Schuljahr 2015/16 soll im Südwesten die Sonderschulpflicht fallen. Zudem haben Eltern dann nach den Plänen die Wahl, ob sie ihr behindertes Kind auf eine Regel- oder eine Sonderschule schicken. Nach der Präsentation der Grundlinien der Inklusion vor dem Kabinett informiert der Minister die Öffentlichkeit. (dpa/lsw)

Zanardi gewinnt Handbike-Gesamtweltcup

Montag, 28.7.2014 Der frühere Formel-1-Pilot und zweifache Paralympics-Sieger Alessandro Zanardi aus Italien ist Gesamtsieger im Handbike-Weltcup. Der 47-Jährige (verlor 2001 bei einem schweren Auto-Rennunfall beide Beine), gewann bei der letzten Station im spanischen Segovia das Straßenrennen und wurde Dritter im Einzelzeitfahren.

Als nächstes steht die WM vom 28. August bis 1. September in Greenville/USA an. Zanardi tritt im Straßenrennen und im Einzelzeitfahren als Titelverteidiger an. (ag)

Paralympics-Sieger Rehm will EM-Start nicht einklagen

Markus Rehm im Trikot seines Vereins Bayer Leverkusen (Archivfoto: Agentur Heimspiele)

Markus Rehm (Foto: Agentur Heimspiele)

Montag, 28.7.2014 Paralympics-Sieger Markus Rehm will auf rechtliche Schritte verzichten, falls er nicht für die Leichtathletik-Europameisterschaften der Nichtbehinderten nominiert wird. „Ich habe keine große Lust, die EM-Teilnahme einzuklagen“, erklärte der 25-jährige Weitspringer aus Leverkusen am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) wird am Mittwoch das EM-Aufgebot für die Titelkämpfe im August in Zürich nominieren.

Ob Rehm, der bei den deutschen Meisterschaften in Ulm den Titel gewann und mit 8,24 Metern die EM-Norm erfüllte, vom DLV für Zürich berücksichtigt wird, hängt von den Ergebnissen einer biomechanischen Messung ab. Die Untersuchung der Sprünge Rehms wurde am Samstag bei den nationalen Titelkämpfen vorgenommen. Dabei soll festgestellt werden, ob die Beinprothese dem unterschenkelamputierten Athleten einen Vorteil gegenüber den Nichtbehinderten verschafft. Siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht: Markus Rehm – ein historischer Moment mit vielen Bedenkenträgern (dpa)

Herzstillstand: Exzellenzcenter speziell für Wiederbelebung

Montag, 28.7.2014 75.000 Menschen werden in Deutschland jährlich nach einem Herzstillstand reanimiert – aber nur 5000 von ihnen überleben. An der Berliner Charité will nun das bundesweit erste Exzellenzcenter für Herzstillstand die Standards für eine erfolgreiche Therapie weiterentwickeln und auch für kleine Kliniken umsetzbar machen.

„Ein Herzstück der Behandlung ist das zügige Absenken der Körpertemperatur der Patienten und die vorsichtige Wiedererwärmung nach einigen Tagen“, erläuterte Christian Storm, Leiter des Cardiac Arrest Centers auf dem Charité-Campus Virchow. Durch die Kühltherapie können bei Reanimierten Hirnschädigungen verringert oder sogar vermieden werden. (dpa)

Defekte Fahrstühle in Hamburg: Grüne fordern App für Menschen mit Behinderung

Sonntag, 27.7.2014 Die Hamburger Grünen verlangen für Menschen mit Behinderungen eine kostenlose Smartphone-App, die schnell über kaputte Fahrstühle informiert. Einen entsprechenden Antrag werde man in die Hamburgische Bürgerschaft einbringen.

„Was nützt der barrierefreie Ausbau, wenn man mit dem Rollstuhl wegen eines defekten Fahrstuhls den Bahnsteig nicht erreichen oder verlassen kann?“, so die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, Katharina Fegebank. „Wenn ein Fahrstuhl kaputt ist, müssen Betroffene das frühzeitig wissen und alternative Wege planen können.“ Der bisherige Service des Hamburger Verkehrsverbundes HVV im Internet reiche nicht aus.

Außerdem fordern die Grünen, dass ein SMS-Service für Gehörlose eingerichtet, die Fahrpläne für Sehbehinderte verbessert und Informationen in leichter Sprache bereitgestellt werden. (ag)

Katharina Krüger gewinnt German Open im Rollstuhltennis

Katharina Krüger (Foto: dpa)

Katharina Krüger (Foto: dpa)

Sonntag, 27.7.2014 Die Berlinerin Katharina Krüger hat ihren Titel bei den 26. German Open im Rollstuhltennis verteidigt. Die 24-Jährige besiegte am Sonntag in einer Wiederholung des Vorjahresendspiels die Französin Charlotte Famin 7:6 (7:2), 6:2. Für ihren dritten German-Open-Sieg kassierte die Weltranglisten-Neunte von den Zehlendorfer Wespen 900 US-Dollar. Bei den Herren setzte sich auf der Anlage des BTTC Grün-Weiß Berlin-Lichterfelde der Brite Alfie Hewett durch. Der 16-Jährige gewann gegen den Polen Kamil Fabisiak 6:2, 6:3. (dpa/bb)

Zusätzliche Plätze für Rollstuhlfahrer: Darmstadt darf am Böllenfalltor spielen

Freitag, 25.7.2014 Zweiliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98 darf sein erstes Heimspiel im Stadion am Böllenfalltor austragen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) gab dafür am Freitag grünes Licht, wie der Verein mitteilte. Die Begegnung gegen den SV Sandhausen am 3. August (15.30 Uhr) ist damit das erste Zweitligaspiel seit 21 Jahren in der Arena.

Nach dem Aufstieg im Mai musste der Verein in kürzester Zeit die baulichen Auflagen der DFL für die zweite Liga umsetzen. So wurden unter anderem eine Rasenheizung installiert, ein neuer Rollrasen verlegt, zusätzliche Plätze für Rollstuhlfahrer geschaffen und der Standort für die Fernsehsender verlegt und erweitert. Zudem wurden auf Teilen der Haupttribüne neue Sitzschalen installiert, die Medienplätze aufgerüstet, ein vergrößerter Hospitality-Bereich
geschaffen sowie die sanitären Anlagen erweitert. (dpa)

Rollator immer zusammen mit Ergotherapie verordnen lassen

Die Rentnerin Margarete Wagner übt mit ihrem Rollator (Foto: David Ebener/dpa)

Die Rentnerin Margarete Wagner übt mit ihrem Rollator (Foto: David Ebener/dpa)

Freitag, 25.7.2014 Bekommen Senioren einen Rollator verordnet, sollten sie ihren Arzt um eine zusätzliche Ergotherapie bitten. Denn viele Ärzte wissen nicht, dass sie bei der Verordnung eines Rollators als Hilfsmittel auch gleich eine ergotherapeutische Behandlung anweisen können. Darauf weist die Deutsche Seniorenliga hin. Von den zusätzlichen Stunden profitieren Ältere, denn dort können sie den Bewegungsablauf üben, um ihre Gehhilfe richtig zu bedienen. Mithilfe dieses Trainings lassen sich Stürze vermeiden. (dpa/tmn)

Rumäniens Rollstuhlfahrer von Hausarrest erlösen

Freitag, 25.7.2014 In Bukarest haben Hunderte Demonstranten für eine fußgänger- und rollstuhlfreundlichere Stadt protestiert. Rollstuhlfahrer seien vom öffentlichen Leben fast gänzlich ausgeschlossen, schreibt die Tageszeitung „România Liberă“: „Sie finden keinen Platz auf den Gehwegen und sind zu einer Art Hausarrest verdammt. Bestenfalls können sie sich vor dem Wohnblock bewegen, sofern sie das Glück haben, einen Lift zu haben, in den auch der Rollstuhl passt. Auf diese Weise unsichtbar, werden behinderte Menschen von den meisten Mitbürgern ignoriert, und was noch schlimmer ist: auch von den Behörden. Bukarest ist für einen wichtigen Teil seiner Bürger nicht zugänglich – für Behinderte, für Alte oder für Eltern mit Kinderwagen.“ Die Zeitung zitierte einen jungen Mann, dem der Zugang zu einem jüngst eröffneten Einkaufszentrum verwehrt wurde, weil er mit seinem Rollstuhl dem ,Image schade’.“ (ag)

Online-Forum zum Thema „Mit Rheuma arbeiten – so gelingt es“

Kirsten Ruß-Grürmann aus Ennepetal hat Rheuma und arbeitet als Lehrerin in Wuppertal. (Foto:  Michael Bause/Deutsche Rheuma-Liga)

Kirsten Ruß-Grürmann aus Ennepetal hat Rheuma und arbeitet als Lehrerin in Wuppertal. (Foto: Michael Bause/Deutsche Rheuma-Liga)

Freitag, 25.7.2014 Mit Rheuma im Job – das gelingt dank moderner Medikamente immer besser: Laut aktuellen Studien können immer mehr chronisch Kranke mit rheumatoider Arthritis länger im Beruf bleiben und werden seltener krankgeschrieben als noch vor 20 Jahren. Studien zeigen, dass sich in den vergangenen 10 Jahren die Arbeitsunfähigkeitstage wegen entzündlich rheumatischer Krankheiten um 7 bis 27 Prozent reduziert haben. Ebenso sank die Zahl der rheumabedingten Erwerbsunfähigkeitsrenten. „Unter unseren Mitgliedern sind viele junge Menschen, die als Lehrerinnen, Erzieherinnen, Journalistinnen oder Ärztinnen arbeiten. Traumberuf und Rheuma – das muss kein Luftschloss mehr sein“, freut sich Professorin Erika Gromnica-Ihle, internistische Rheumatologin und Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga.

Trotzdem bleiben für betroffene Rheumakranke viele Fragen offen: Sollen neu erkrankte Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber offenbaren, dass sie Rheuma haben? Welche Maßnahmen helfen mir arbeitsfähig zu bleiben? Bringt mir ein Schwerbehindertenausweis mehr Vor- oder Nachteile? Worauf muss ich bei einer Kündigung oder Vertragsauflösung achten? Die Deutsche Rheuma-Liga bietet vom 28. August bis 4. September 2014 im Internet ein kostenloses Forum zum Thema „Rheuma und Arbeit“ an: www.rheuma-liga.de/forum (PM)


Zum vorherigen Newsticker

+++ Drittes WM-Silber für deutsche Schützen in Suhl
+++ Au Backe! Indischem Jugendlichen werden 232 zahnähnliche Gebilde gezogen
+++ Rund 200.000 Menschen in Thüringen schwerbehindert
+++ Südwest-CDU gründet Netzwerk für Behinderte
+++ Erneut WM-Medaillen für deutsche Schützen in Suhl
+++ Jeder 13. Rheinland-Pfälzer ist schwerbehindert
+++ Baden-Württemberg: Doch kein Kompromiss im Streit um Gleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung
+++ Baden-Württemberg: Gleichstellungsgesetz für Behinderte – so sieht der „Kompromiss“ aus
+++ Peanuts: Landesbeauftragter will mehr Sanktionen für Firmen ohne Behinderte
+++ WM-Auftakt mit Bronze für deutsche Luftgewehr-Schützen
+++ Eklat um Baden-Württembergs neuen Inklusionspreis
+++ ING-DiBa bleibt Sponsor der deutschen Rollstuhlbasketballer


Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

4 Kommentare

  • Astrid Klinkmüller

    Man muss eigentlich nicht immer und für alles eine App haben. Wenn die defekten Aufzüge in HH im Internet ständen, wäre es schon mal nett. So eine Seite will gepflegt sein. Oft weiss ja noch nicht einmal die 3S- Zentrale, dass ein Aufzug defekt ist. Da hilft die App mir auch nichts.

    26. Juli 2014 at 17:03
  • Man N. Fred

    Und dann: App gehts!

    27. Juli 2014 at 16:28
  • Ulrike Czerny

    erinnert mich an die Zustände in Berlin!!!

    27. Juli 2014 at 19:18
  • Norbert Voigt

    So eine App ist sehr wichtig für uns Menschen mit Behinderung. Aber es die Hilfe muss auch schnell kommen, sonst nutz so eine App nicht.

    28. Juli 2014 at 07:33

KOMMENTAR SCHREIBEN