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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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834.000 Menschen mit Behinderung erhalten Eingliederungshilfe

Montag, 24. November 2014 Rund 834.000 Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen haben im vergangenen Jahr eine besondere Art der Sozialhilfe erhalten. Die Zahl der Empfänger der sogenannten Eingliederungshilfe habe sich um 1,7 Prozent erhöht, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag. Im Durchschnitt waren die Empfänger 33 Jahre alt.

Die Eingliederungshilfe sei finanziell die mit Abstand wichtigste Art der Sozialhilfe: 2013 seien dafür 14,0 Milliarden Euro netto aufgewendet worden, mehr als die Hälfte (56 Prozent) der gesamten Sozialhilfeausgaben.

Als Beispiele für Eingliederungshilfe nannte eine Expertin des Bundesamts besondere Hilfsmittel für Blinde oder Gehörlose. Aber auch medizinische Rehabilitation oder Unterstützung bei einer Ausbildung gehörten zu den Leistungen. Ziel der Eingliederungshilfe sei es, eine drohende Behinderung abzuwenden, eine vorhandene Behinderung oder ihre Folgen zu mildern und Behinderte in die Gesellschaft einzugliedern. (dpa)

Hüppe mit dem Ehrenbrief der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten ausgezeichnet

Samstag, 22. November 2014 Hubert Hüppe, ehemaliger Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, wurde gestern in Eisenach (Thüringen) mit dem Ehrenbrief der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten ausgezeichnet. Ulrich Hase, Vorsitzender der Gesellschaft, begründete die Auszeichnung: „Ohne den Einsatz von Herrn Hüppe hätte sich das Thema Inklusion in Deutschland nicht als ein solcher gesellschaftlicher Prozess entwickelt, wie wir ihn heute erleben dürfen.“ (fs)

„Be My Baby“: Film über Frau mit Down-Syndrom gewinnt Musikpreis

Samstag, 22. November 2014 Der mit 10000 Euro dotierte Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik 2014 geht an die Komponistin Martina Eisenreich. Sie erhält die Auszeichnung für die Musik für das ZDF- Fernsehspiel „Be My Baby“, das von einer selbstbewussten jungen Frau mit Down-Syndrom erzählt. (pm)

Studie: Regelmäßige Hausarbeit kann Parkinson vorbeugen

Samstag, 22. November 2014 Bewegung kann das Risiko senken, an Parkinson zu erkranken. Damit ist aber nicht unbedingt Freizeitsport gemeint, wie eine Studie aus Schweden nahelegt. Demnach kann moderate Aktivität im Alltag wie Hausarbeit das Risiko senken. Die Forscher werteten dafür Gesundheitsdaten von rund 43.000 Menschen über durchschnittlich fast 13 Jahre aus.

Teilnehmer, die im Haushalt oder beim Weg von und zur Arbeit mehr als sechs Stunden pro Woche körperlich aktiv waren, hatten ein deutlich geringeres Risiko, an Parkinson zu erkranken, als Personen, die weniger als zwei Stunden wöchentlich aktiv waren. Zwischen Sport in der Freizeit und der Parkinsonkrankheit fanden die Wissenschaftler hingegen keinen Zusammenhang. (dpa/tmn)

ZdK-Präsident Glück fordert breite Debatte über Leiden und Sterben

Alois Glück (Foto: ZdK)

Alois Glück (Foto: ZdK)

Freitag, 21. November 2014 Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte über Leiden und Sterben aufgerufen. „Es geht um mehr als um Medizin und Pflege, es geht um eine gesellschaftliche Debatte und darum, in einer Tabufrage sprachfähig zu werden“, sagte Glück am Freitag auf der ZdK-Herbstvollversammlung in Bonn. „Leiden und Sterben, auch der Wunsch zu sterben, dürfen nicht als Tabuthemen verdrängt werden, sondern müssen in die Gesellschaft geholt werden.“ Das ZdK, eine Organisation katholischer Laien, ist für ein Verbot organisierter Sterbehilfe. (dpa)

Neue App für Milbenallergiker

Dvnl6O94y1tgL_InJbUCL2NU9SXQu-aA1-u92fU4q_OSIrAlJTNWzQlzitQ2LcfkBUc=w300Donnerstag, 20. November 2014 Milbenallergiker können sich eine neue App herunterladen. „MilbenCheck“ wurde von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst und der Universität Wien gemeinsam entwickelt. Mit der kostenlosen App kann man unter anderem durch einen Fragebogen herausfinden, ob hinter auftretenden Beschwerden eine Milbenallergie stecken könnte. Er kann die ärztliche Diagnose nicht ersetzen, aber wichtige Hinweise geben.

Betroffene könne außerdem in einem Milbentagebuch festhalten, wann die Beschwerden leichter werden oder ob sie sich zu einer bestimmten Jahreszeit bessern. Die App steht sowohl für Android als auch iOS zur Verfügung. (dpa/tmn)

Erstmals Vertrauensperson für schwerbehinderte Pastoren der Nordkirche

BerndBoettgerNETZ_62e018148eMittwoch, 19. November 2014 Der Satruper Pastor Bernd Böttger (Foto: privat) ist zur ersten Vertrauensperson für schwerbehinderte Pastoren in der Nordkirche gewählt worden. Zu seinen Aufgaben gehöre, Schwerbehinderte unter den Pastoren zu fördern und ihnen zur Seite zu stehen, teilte die Nordkirche am Mittwoch mit.

Böttger, der selbst schwer- und gehbehindert ist, nehme zudem Anregungen und Beschwerden entgegen. Die Nordkirche rechnet mit derzeit 22 Betroffenen. Auf der am Donnerstag in Lübeck-Travemünde beginnenden Landessynode soll ein neues Gesetz zur Vertretung von Pastoren beraten werden, das die Amtszeit für den Schwerbehindertenvertreter regelt. (dpa)

Fette Enttäuschung: Diätprogramme sprechen übergewichtige Jugendliche kaum an

Mittwoch, 19. November 2014 Jugendliche mit extremem Übergewicht leiden nicht nur unter körperlichen Symptomen. Auch die Psyche ist betroffen. Oft werden junge Menschen mit Adipositas ausgegrenzt und gehänselt, außerdem finden sie nach Schulabschluss schlechter eine Ausbildungsstelle. Darauf weisen die Deutsche Diabetes Gesellschaft und die Deutsche Adipositas Gesellschaft hin.

Therapie- und Diätprogramme würden nur bei den wenigsten jungen Menschen verfangen. Erfolgversprechender könne es sein, die Patienten bei der Jobsuche zu unterstützen, und dadurch ihr Selbstbewusstsein zu fördern. Als letztes Mittel kann eine Operation infrage kommen, bei der der Magen verkleinert wird.

Insgesamt leben in Deutschland circa 200.000 Jugendliche mit einer extremen Form von Übergewicht. Die körperlichen Folgen davon sind unter anderem Diabetes Typ 2, Gelenkbeschwerden oder Bluthochdruck. (dpa/tmn)

Immer mehr Menschen stecken sich mit Krankenhauskeimen an

Dienstag, 18. November 2014 Immer mehr Menschen stecken sich mit sogenannten Krankenhauskeimen an, die mit Antibiotika nicht zu behandeln sind. In Sachsen-Anhalt beispielsweise sei in diesem Jahr schon bei 134 Menschen das MRSA-Bakterium nachgewiesen worden, 2009 seien es nur 74 Fälle gewesen, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag in Berlin mit. Somit hat sich die Infektionsrate binnen fünf Jahren verdoppelt.

„MRSA ist der bundesweit wichtigste Krankenhauskeim, aber beileibe nicht der einzige“, sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Immer mehr Bakterien entwickelten eine Resistenz gegen Antibiotika und seien so schwer behandelbar. (dpa/sa)

Studie: Schon vermeintlich schlechter Schlaf führt zu Leistungsabfall

Montag, 17. November 2014 Bereits das Gefühl, schlecht geschlafen zu haben, kann zu einem Leistungsabfall führen. Das berichtet der Harvard Business Manager (Ausgabe 11/2014) und bezieht sich auf Studien des Colorado College.

Forscher hatten ein Experiment mit 164 Studierenden gemacht. Sie teilten ihnen mit, sie würden mit Hilfe eines neuen Verfahrens die Tiefe ihres Schlafs messen. Einem Teil der Probanden erzählten sie danach, sie hätten in der Nacht nur wenige erholsame Schlafphasen gehabt. Anderen sagten sie das Gegenteil. Bei anschließenden Mathetests schnitten jene signifikant schlechter ab, die angeblich schlecht geschlafen hatten. (dpa/tmn)

Rolllstuhlbasketball: Zweitligist Hannover kegelt zwei Erstligisten aus dem Pokal

Auch Titelverteidiger RSV Lahn-Dill, hier mit Jan Haller am Ball gegen SGK Rolling Chocolate, ist wie erwartet eine Runde weiter – und muss nun zum „Erzrivalen“ nach Zwickau (Foto: Armin Diekmann)

Auch Titelverteidiger RSV Lahn-Dill, hier mit Jan Haller am Ball gegen SGK Rolling Chocolate, ist wie erwartet eine Runde weiter – und muss nun zum „Erzrivalen“ nach Zwickau (Foto: Armin Diekmann)

Montag, 17. November 2014 Am Wochenende wurde in acht Gruppen und Städten die erste Hauptrunde des DRS-Pokals 2014/15 im Rollstuhlbasketball ausgetragen. Dabei gelang Hannover United eine Überraschung – die Niedersachsen setzten sich gegen zwei Clubs aus dem Oberhaus durch: Jena Caputs und Köln 99ers. Hannover ist damit der einzige Zweitligist, der das Viertelfinale erreicht hat. Die Begegnungen am 13. Dezember 2014:

Mainhatten Skywheelers – Goldmann Dolphins Trier
FCK Rolling Devils – BG Baskets Hamburg
BSC Rollers Zwickau – RSV Lahn-Dill
Hannover United – Oettinger RSB Team Thüringen

(RP)

Auch psychisch krankem Mieter darf gekündigt werden

Freitag, 14. November 2014 Ein Vermieter darf einem psychisch kranken Mieter fristlos kündigen. Wenn dieser permanent den Hausfrieden stört, sei ein solcher Schritt gerechtfertigt, entschied das Amtsgericht Berlin-Spandau. Als unerheblich wertete das Gericht im verhandelten Fall, ob die Mieterin wegen ihrer Erkrankung nicht voll schuldfähig ist (Az.: 3 C 122/13).

Das Gericht gab mit seinem Urteil der Räumungsklage einer Vermieterin statt. Sie hatte einer psychisch kranken Mieterin fristlos gekündigt, über die sich die übrigen Mieter wegen permanenter Lärmbelästigung, insbesondere durch laute Musik in der Nacht, beschwert hatten. Die Mieterin argumentierte, sie sei für Verhalten nicht voll verantwortlich und die Kündigung daher unverhältnismäßig.

Das Amtsgericht befand gleichwohl, die Mieterin müsse die Wohnung unverzüglich räumen. Den Richtern zufolge ist das Interesse des Vermieters und der übrigen Mieter, vor erheblichen Lärmbelästigungen geschützt zu werden, höher zu bewerten als das Interesse der erkrankten Mieterin. (dpa/tmn)

Niedersachsen einigt sich mit Kommunen über Kosten der Inklusion

 Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD).  (Foto:  Sebastian Kahnert/dpa)

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Freitag, 14. November 2014 Im kommenden Jahr will Niedersachsen den Schulträgern insgesamt 17,5 Millionen Euro für die Inklusion bereitstellen. Von 2016 an beabsichtigt das Land, für den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung sogar 30 Millionen zu zahlen. Darauf einigten sich Landesregierung und die Kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens in Hannover am Freitag, teilte ein Sprecher des Kultusministeriums mit. Wegen der weiteren Umsetzung der Inklusion hatte sich Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) mit den Vertretern von Landkreistag, Städtetag sowie Städte- und Gemeindebund getroffen.

Für bauliche Maßnahmen werde das Land 2015 11,7 Millionen Euro zahlen, von 2016 an dann 20 Millionen Euro jährlich, hieß es weiter. Zusätzlich erklärte sich das Land bereit, die Umsetzung der Inklusion durch freiwillige Leistungen an die Schulträger in Höhe von 5,8 Millionen Euro im kommenden Jahr und ab 2016 mit 10 Millionen jährlich zu unterstützen. Diese Inklusionspauschale soll zunächst bis 2018 befristet und später nachverhandelt werden. „Eine entsprechende Vereinbarung soll zeitnah unterzeichnet werden“, kündigte der Sprecher an. Gerichtliche Klärungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Inklusion seien dann nicht mehr notwendig, hoffte er. (dpa/lni)


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