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FDP lässt Qualität der schulischen Inklusion überprüfen

Montag, 1. Dezember 2014 Die FDP-Opposition in Nordrhein-Westfalen hat eine wissenschaftliche Begleitstudie zur Inklusion behinderter Schüler in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Bildungsforscher der Berliner Humboldt-Universität sollen im ersten Halbjahr 2015 vorliegen. Er habe Sorge, dass die Qualität des gemeinsamen Unterrichts von Schülern mit und ohne Behinderung nicht überall gewährleistet sei, sagte FDP-Landtagsfraktionschef Christian Lindner am Montag in Düsseldorf.

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) habe die Inklusion mit Beginn des laufenden Schuljahres überhastet gestartet, kritisierte der FDP-Chef. Seitdem haben Behinderte der Klassen 1 und 5 Rechtsanspruch auf Unterricht in einer Regelschule. (dpa/lnw)

Baden-Württemberg widerruft „Horrorszenarien bei Finanzierung der Inklusion“

Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch (Foto: dpa)

Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch (Foto: dpa)

Montag, 1. Dezember 2014 Die Integration behinderter Kinder in die allgemeinen Schulen wird aus Sicht von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) doch nicht so horrend teuer wie bislang befürchtet. „Zunächst werden wir überschaubare Aufwendungen haben, keine massenhaften Mehrkosten“, sagte Stoch der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Die Gespräche zur Finanzierung der Inklusion mit den Kommunalverbänden will Stoch noch vor Jahresende abschließen, damit der Landtag seine Schulgesetznovelle noch rechtzeitig für das kommende Schuljahr 2015/16 verabschieden kann. Die Verhandlungen liefen unter Hochdruck, um – wie in der Vergangenheit auch bei anderen Themen – pragmatische Lösungen zu finden.

An diesem Montag geben Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) und Landkreistagspräsident Joachim Walter den Startschuss für eine Inklusionskampagne. (dpa/lsw)

Behindertenbeauftragte will höhere Ausgleichsabgabe für Unternehmen

Montag, 1. Dezember 2014 Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, fordert eine Erhöhung der Ausgleichsabgabe für Unternehmen, die keine Behinderten einstellen. „Für Unternehmen, die sich jeder Verantwortung entziehen, halte ich es in der Tat für überlegenswert, die 2012 zum letzten Mal angehobene Schwerbehindertenabgabe zu erhöhen“, sagte Bentele dem „Handelsblatt“ (Montag). Eine Behindertenquote von fünf Prozent der Belegschaft, die Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten derzeit erfüllen müssten, löse das Problem nicht allein.

Die Schwerbehindertenabgabe ist danach gestaffelt, in welchem Umfang die Quote erfüllt wird. Für Unternehmen werden demnach 115 bis 290 Euro pro nicht mit einem Behinderten besetzten Arbeitsplatz fällig. Nach Schätzungen der „Aktion Mensch“ und des „Handelsblatt“-Research-Instituts erfüllen derzeit 60 Prozent der Unternehmen die Quote nicht. Ein Viertel beschäftigt demnach keinen Behinderten. (dpa)

Angst vor dem Rollstuhl: Lauda strikt gegen Formel-1-Karriere seines jüngsten Sohnes

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda (oto: Britta Pedersen/dpa)

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda (oto: Britta Pedersen/dpa)

Sonntag, 30. November Niki Lauda (65), dreifacher Formel-1-Weltmeister, möchte keinesfalls seinen jüngsten Sohn im Cockpit eines Rennwagens sehen. Der fünfjährige Max zeige zwar schon jetzt Begeisterung für Tempo und düse mit dem Ausruf „Ich werde Weltmeister“ auf seinem Scooter durchs Haus, erzählte der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams am Sonntag im Radiosender Ö3.

Aber im Gegensatz zu seiner Frau wünsche er sich für Max keine Rennfahrer-Karriere. „Ich bin dagegen, es ist gefährlich, und er würde immer der ,Lauda-Bua’ sein.“ Trotz des Erfolgs des Mercedes-Teams in diesem Jahr habe es für ihn privat auch sehr dunkle Momente gegeben, meinte Lauda. Sein ältester Sohn Lukas (35) sei nach einem Motorradunfall nur knapp dem Rollstuhl entgangen. (dpa)

Arbeitgeber darf Bewerber nicht pauschal nach Krankheiten fragen

Samstag, 29. November 2014 Fragt der Arbeitgeber Bewerber im Gespräch nach Krankheiten, müssen sie darauf in der Regel nicht antworten. Darauf weist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hin.

In vielen Fällen ist die Frage danach unzulässig. Etwas anderes kann aber gelten, wenn die Krankheit den Mitarbeiter in der Ausübung seines Jobs beeinträchtigt. Das gilt zum Beispiel, wenn Bewerber in der Lebensmittelherstellung arbeiten möchten, aber eine ansteckende Krankheit haben. In diesem Fall darf der Arbeitgeber danach fragen. (dpa/tmn)

Kitas sollen neue Ansätze für inklusive Vielfalt entwickeln

Freitag, 28. November 2014 Neue Ansätze zur gemeinsamen Bildung von Kindergartenkindern sollen in zehn Kitas in Rheinhessen und der Pfalz erforscht und erprobt werden. Bei dem Modellprojekt mit dem Titel „Eine Kita für alle – Vielfalt inklusive“ gehe es nicht nur um den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern (Inklusion), sagte eine Sprecherin des BASF-Konzerns, der das zweijährige Projekt finanziert, am Mittwoch in Speyer. Ziel ist nach Unternehmensangaben, dass jedes Kind seine individuellen Potenziale entfalten kann – „unabhängig von seinen gesundheitlichen, sozialen, kulturellen oder ökonomischen Voraussetzungen“.

„Uns geht es um den Abbau sichtbarer und unsichtbarer Barrieren im Alltag“, sagte Prof. Corinna Schmude von der Alice Salomon Hochschule (Berlin). „In unserem Projekt werden wir zusammen mit den Kitas erarbeiten, wie diese im pädagogischen Alltag identifiziert und abgebaut werden können, um alle Kinder optimal zu fördern.“ (dpa)

Bundesagentur für Arbeit mit Aktionswoche für Menschen mit Behinderung

Freitag, 28. November 2014 Die Bundesagentur für Arbeit (BA) führt vom 1. bis 5. Dezember die bundesweite „Aktionswoche für Menschen mit Behinderung“ durch. Durch Information und Beratung sollen Möglichkeiten und Förderangebote zur Beschäftigung behinderter Männer und Frauen aufgezeigt werden.

Damit wolle man „die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass behinderte Menschen ganz selbstverständlich ihren Beitrag zu Gesellschaft und Arbeit leisten können. Dabei soll auch deutlich werden, dass es unser aller Aufgabe ist, die Leistungsfähigkeit dieser Männer und Frauen anzuerkennen und ihnen so Chancen zu eröffnen, sich in der Arbeitswelt zu behaupten.“

Heinrich Alt, Vorstand Arbeitsmarkt:

„Ich glaube, dass sich im Umgang mit behinderten Menschen die Qualität einer Gesellschaft zeigt. Als moderne und soziale Arbeitsgesellschaft muss es unser Ziel sein, jeden gleichberechtigt teilhaben zu lassen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Das bedeutet auch, nicht die Menschen mit Behinderung passen sich an ihr Umfeld an, sondern wir alle organisieren den Alltag und damit auch die Arbeit so, dass diese Männer und Frauen selbstverständlich mittendrin und dabei sind. Jeder Mensch brennt darauf, sein Leben in die Hand zu nehmen, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Das gilt für behinderte Menschen genauso wie für Nichtbehinderte. Dabei sollten wir uns alle auch immer wieder vor Augen führen, dass nicht behindert zu sein ein Zustand ist, der jeden Tag beendet sein kann.“

(PM)

Barrierefreies Fernsehen: ARD teilweise bei 93 Prozent

ARD-Vorsitzender Lutz Marmor

ARD-Vorsitzender Lutz Marmor

Mittwoch, 26. November 2014 93 Prozent des Angebots im ersten Fernseh-Programm sind inzwischen mit Untertiteln für gehörlose und schwerhörige Menschen versehen. Damit konnte die Untertitelquote seit 2012 nahezu verdoppelt werden. Dies teilte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor heute mit.

Auch das Hörfilmangebot für Blinde sei enorm ausgebaut worden: Für 38 Prozent des Hauptabendprogramms im Ersten gab es in diesem Jahr eine Audiodeskription, vor zwei Jahren waren es knapp 21 Prozent. Die Quote soll weiter erhöht werden. (fs)

Rollstuhlfahrer-Retter sind „Engel der Großstadt“

Dienstag, 25. November 2014 Siebzehn Berliner werden in diesem Jahr von der Feuerwehr zu „Engeln der Großstadt“ ernannt. Der Ehrentitel wird Menschen verliehen, die andere selbstlos aus einer Todesgefahr gerettet haben, wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilte.

Ausgezeichnet werden in diesem Jahr unter anderem zwei Männer, die einen Rollstuhlfahrer aus der Havel gerettet und ihn ans Ufer gebracht haben. Landesbranddirektor Wilfried Gräfling ermunterte die Berliner dazu, es den Rettern nachzutun. Laien könnten im Notfall immer etwas tun und müssten nicht befürchten, Fehler zu machen.(dpa/bb)

Neuartige Trauma-Ambulanz für Gewalt- und Sexopfer in Karlsruhe

Dienstag, 25. November 2014 In Karlsruhe ist am Dienstag eine neuartige Trauma-Ambulanz eröffnet worden. Die Anlaufstelle für Opfer von Gewalt- oder Sexualstraftaten sei als einzige im Südwesten bewusst nicht an eine Psychiatrische Klinik angegliedert, sondern in Räumlichkeiten, die „mit einem Krankenhaus nichts zu tun haben“, sagte der Psychiater und Psychotherapeut Gustav Wirtz, Mitbetreuer des Projektes der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS). „Menschen, die akut traumatisiert sind, sind zunächst ja nicht psychisch krank“, betonte er.

In Baden-Württemberg gibt es erst seit kurzem überhaupt Traumambulanzen: Sechs solcher Anlaufstellen wurden vom Sozialministerium im Rahmen eines Modellversuchs im März ins Leben gerufen. Die in Karlsruhe eröffnete Ambulanz stehe damit in keinem Zusammenhang, hieß es aus dem Ministerium. BIOS arbeitet bereits seit 2010 mit traumatisierten Gewaltopfern und will sich mit der Trauma-Ambulanz jetzt professioneller aufstellen. (dpa/lsw)

Report: Zahnarztversorgung in Pflegeheimen mangelhaft

Dienstag, 25. November 2014 Die Hälfte aller Pflegeheimbewohner hat nach einer Erhebung zwei Jahre lang keinen Zahnarzt mehr gesehen. Bei einigen Pflegebedürftigen liege der Zahnarztbesuch schon Jahrzehnte zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Pflegereport 2014 der Barmer GEK, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Eine mögliche Ursache der Unterversorgung könne sein, dass die aktuellen zahnmedizinischen Behandlungsleitlinien kaum auf ältere und pflegebedürftige Menschen eingingen. Auch häufige psychische Störungen, insbesondere Demenz, würden in den Leitlinien nicht aufgegriffen. (dpa)

Behinderte Frauen erleiden häufiger Gewalt – Demonstration geplant

Erika Dittner (Foto: Allgemeiner Behindertenverband in M-V e.V.)

Erika Dittner (Foto: Allgemeiner Behindertenverband in M-V e.V.)

Montag, 24. November 2014 Behinderte Frauen werden einer Studie zufolge häufiger Opfer von Gewalt als nichtbehinderte. Sie hätten es jedoch schwerer, Schutz und Hilfe zu bekommen, sagte die Vize-Vorsitzende des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, Erika Dittner, der Nachrichtenagentur dpa. Am Dienstag wollen sich behinderte Frauen einer Demonstration des Landesfrauenrates in Schwerin anschließen. Ihr Anliegen sei es, Beratungsstellen und Frauenhäuser für Frauen mit Behinderungen zugänglich zu machen, etwa für Rollstuhlfahrerinnen. (dpa/mv)


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