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Carol-Nachman-Preis geht an griechischen Rheumatologen Kollias

Prof. George Kollias (Foto: Privat)

Prof. George Kollias (Foto: Privat)

Mittwoch, 30. April 2014 Der Carol-Nachman-Preis für Rheumatologie geht an den Wissenschaftler Prof. George Kollias aus Vari in Griechenland. Dies teilte die Stadt Wiesbaden heute mit. Der mit 37.500 Euro dotierte Preis wird alljährlich für besondere Verdienste um die Rheuma-Forschung vergeben und gehört zu den höchstdotierten medizinischen Auszeichnungen Deutschlands.

Der Preis wird am 9. Mai in Wiesbaden übergeben. Stifter des Preises ist Carol Nachman, der langjährige Spielbank-Konzessionär und Wiesbadener Ehrenbürger. Nach dem Tod Nachmans hat die Spielbank Wiesbaden die Ausstattung übernommen. (dpa/lhe)

SoVD: „Alarmierender Anstieg der Zahl arbeitsloser Menschen mit Behinderung“

Mittwoch, 30. April 2014 „Die Maßnahmen der Koalition für einen inklusiven Arbeitsmarkt greifen zu kurz. Ohne Nachbesserungen geraten behinderte Menschen noch stärker ins berufliche Abseits.“ Das erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer heute anlässlich des am 1. Mai vor 40 Jahren in Kraft getretenen Schwerbehindertengesetzes (siehe auch unsere Nachricht unten vom 29.4.). „Die aktuellen Daten zeigen deutlich, wie sich die Situation am Arbeitsmarkt zuspitzt. Denn der Jubel über den allgemeinen Arbeitslosenrückgang übertönt, dass die Zahl arbeitsloser Schwerbehinderter seit Jahren steigt“, so Bauer. Der Verbandspräsident forderte eine rasche Umsetzung der von der Bundesregierung zugesagten Stärkung der Schwerbehindertenvertretungen. Die Tatsache, dass die Zahl von Menschen mit Behinderungen weiter steige, müsse zu wirksameren gesetzlichen Regelungen führen.

Bauer forderte zudem spürbare Maßnahmen für eine verbesserte Teilhabe am Arbeitsleben. „Nötig sind verbindliche Gesetzesvorgaben, um der problematischen Beschäftigungssituation behinderter Menschen entgegenzuwirken.“ Aus Sicht des SoVD muss dazu insbesondere die Arbeitgeberseite verbindlicher einbezogen werden. Der Sozialverband fordert eine Anhebung der Beschäftigungspflichtquote auf sechs Prozent ebenso wie eine gezielte Anhebung der Ausgleichsabgabe für Unternehmen, die ihrer Beschäftigungspflicht nicht nachkommen. (PM)

Inklusion auf der Tanzfläche – Disco für Behinderte und Nichtbehinderte

Mittwoch, 30. April 2014 Am Freitag, 9. Mai, steigt an der Horlecke in Menden (54.000 Einwohner, Nordrhein-Westfalen) die in der Stadt erste Disco für Menschen mit und ohne Behinderung. Für die „Danceklusion“ verwandelt sich das Vereinsheim der Tanzsportabteilung des SV Menden (TSA) in eine Diskothek. Von 18 bis 22 Uhr werden Schlager- und Tanzmusik gespielt, es gibt ¬Showacts und Snacks sowie alkoholfreie Getränke. Organisator ist das 2013 gegründete Inklusions-Fachforum offene Kinder- und Jugendarbeit, Kultur, Freizeit und Sport. (ag)

Stuttgart 21: Brandschutz jetzt angeblich auch für Gehbehinderte gesichert

Mittwoch, 30. April 2014 Aus Sicht der Deutschen Bahn ist der Brandschutz für den geplanten Tiefbahnhof Stuttgart 21 unter Dach und Fach. Im Arbeitskreis Brandschutz unter Federführung des Regierungspräsidiums Stuttgart sei man sich einig über die verschiedenen Maßnahmen im Notfall, sagte der Brandschutzexperte der Bahn, Klaus-Jürgen Bieger, in Stuttgart. Über den Brandschutz für die unterirdische Durchgangsstation hatte es auch im Lenkungspreis der Projektpartner Dissens gegeben. Die Stuttgarter Feuerwehr hatte ebenfalls Bedenken angemeldet.

Für Rollstuhlfahrer gebe es pro Bahnsteig zwei zusätzliche Lifte, die diese auch im Brandfall selbstständig bedienen könnten. „Das geht weiter als in allen anderen Gebäuden, wo die Rollstuhlfahrer die Lifte nur mit Begleitung nutzen können“, so Bieger. (dpa/lsw)

Bremen: Behinderte protestieren für ihre Rechte

Dienstag, 29. April 2014 Rund 150 bis 500 Menschen mit Behinderung (die Angaben schwanken je nach Quelle) haben in der Bremer Innenstadt demonstriert. Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht behindern!“ fordert die Bremer Landesarbeitsgemeinschaft „Selbsthilfe behinderter Menschen“ Politiker dazu auf, Inklusion zu realisieren. Die UN-Behindertenrechtskonvention müsse in entsprechende Gesetze und Rechtsverordnungen umgeschrieben werden, heißt es. Der Arbeitskreis führte seinen jährlichen Protesttag bereits zum 22. Mal durch (Bilder vom vergangenen Jahr gibt es hier). (ag)

Sachsen: Jeder zweite Behinderte ohne Arbeit

Dienstag, 29. April 2014 Trotz positiver Entwicklung am Arbeitsmarkt nimmt noch immer nur knapp die Hälfte der Behinderten in Sachsen am Erwerbsleben teil. Das geht aus dem Bericht zur Lage der Menschen mit Behinderungen hervor, der am Dienstag vom Kabinett in Dresden beschlossen wurde. Demnach liegt die Zahl der Behinderten, die weder erwerbstätig sind noch nach Arbeit suchen, bei 53 Prozent. Bei Menschen ohne Behinderungen sind dies 15 in Sachsen Prozent. Trotz großer Anstrengungen habe es hier keine signifikanten Änderungen gegeben, sagte Sozialministerin Christine Clauß (CDU) bei der Vorstellung des Berichts.

681.000 Menschen im Freistaat sind der Erhebung zufolge behindert, davon 450.000 schwer. (dpa)

Vor 40 Jahren wurde das Schwerbehindertengesetz eingeführt

Dienstag, 29. April 2014 Am 1. Mai 1974 trat das Schwerbehindertengesetz in Kraft, das die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit Behinderung regelt. Dazu erklärt heute der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer: „Die damals eingeführten Instrumente der Ausgleichsabgabe, des besonderen Kündigungsschutzes oder der Schwerbehindertenvertretung wirken bis heute. Mit den Einnahmen aus der der Ausgleichsabgabe werden Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie begleitende Hilfen finanziert. Sie ist ein bewährtes und sinnvolles Instrument, an dem wir auch in Zukunft festhalten wollen. Gleiches gilt für den besonderen Kündigungsschutz.“

Uwe Schummer, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (Foto: Schummer)

Uwe Schummer, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (Foto: Schummer)

Schummer weiter: „Heute stehen wir vor neuen Herausforderungen. Mit der wachsenden Zahl von Menschen mit Behinderung kommen auch auf die Schwerbehindertenvertretungen neue Aufgaben zu. Aktuell leben über sieben Millionen Menschen mit Behinderung in Deutschland – mit steigender Tendenz. Ziel der Unionsfraktion ist, ältere Beschäftigte, auch wenn sie Beeinträchtigungen haben, so lange wie möglich in den Betrieben zu halten. Dazu bedarf es einer guten Gesundheitsprävention sowie einem professionellen Eingliederungsmanagement in den Betrieben. Hierbei sind die Schwerbehindertenvertreterinnen und -vertreter wichtige Partner der Belegschaften und der Unternehmensführungen. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag vereinbart, ihre Kompetenzen nachhaltig zu stärken.“ (PM)

RSV Lahn-Dill: Auch Thomas Böhme verlängert vorzeitig

Thomas Böhme (links) gegen Tyler Saunders aus Trier. (Foto: Armin Diekmann)

Thomas Böhme (links) gegen Tyler Saunders aus
Trier. (Foto: Armin Diekmann)

Dienstag, 29. April 2014 Nach dem US-Duo Michael Paye und Steve Serio hat auch Junioren-Weltmeister Thomas Böhme seinen Vertrag beim RSV Lahn-DIll, Deutscher Meister und fünffacher Champions-League-Sieger im Rollstuhlbasketball, vorzeitig bis zum Sommer 2016 verlängert. (aj)


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