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Champions League: RSV Lahn-Dill im Halbfinale

Michael Paye (RSV Lahn-Dill) mit Ball im Duell mit dem Iraner Ahmed Raourahi (Lucia Rom). (Foto: Armin Diekmann)

Michael Paye (RSV Lahn-Dill) mit Ball im Duell mit dem Iraner Ahmed Raourahi (Lucia Rom). (Foto: Armin Diekmann)

Samstag, 3.5.2014 Der fünffache Champions-League-Sieger RSV Lahn-Dill steht zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale der europäischen Königsklasse der Rollstuhlbasketballer. Im Klassiker gegen SSD Santa Lucia Rom zeigten sich die Hessen von einer vor allem mental gänzlich anderen Seite als noch am Vorabend bei der bitteren Niederlage gegen Gastgeber Madrid. Am Ende feierten Kapitän Michael Paye & Co. einen verdienten 74:62 (19:13/37:31/52:39)-Erfolg über die Römer.

Die Wetzlarer treffen im Halbfinale wahrscheinlich auf Titelverteidiger Galatasaray Istanbul. Damit kommt es bereits im Semifinale zur Neuauflage der Endspiele von 2008, 2011 und 2012 zwischen den beiden dominierenden Mannschaften der letzten Jahre auf diesem Kontinent. (aj) Wie es ausgegangen ist

Champions League: RSV Lahn-Dill verliert 50:62 gegen Gastgeber Madrid – Halbfinale in Gefahr

Topscorer Joe Bestwick (RSV Lahn-Dill, #4) gegen Daniel Rodriguez (Madrid, #13), im Hintergrund Petr Tucek. (Foto: Armin Diekmann)

Topscorer Joe Bestwick (RSV Lahn-Dill, #4) gegen Daniel Rodriguez (Madrid, #13), im
Hintergrund Petr Tucek. (Foto: Armin Diekmann)

Freitag, 2.5.2014 Für die Rollstuhlbasketballer des RSV Lahn-Dill kommt es im letzten Vorrundenspiel der Champions League im spanischen Madrid zu einem Endspiel um den Einzug in das angestrebte Halbfinale. Nach dem Auftakterfolg gegen CS Meaux verloren die Wetzlarer Rollis am Freitagabend gegen den Lokalmatador CD Fundosa ONCE Madrid mit 50:62 (10:12/22:26/33:40). Nun kommt es für die Hessen am Samstagmorgen um 9:30 Uhr bereits zu einem Spiel um Alles oder Nichts gegen den alten Rivalen und letztjährigen Finalisten SSD Santa Lucia Rom. Wie die Wetzlarer sind die Römer mit je einem Erfolg gegen Meaux und einer Niederlage gegen Madrid gestartet. (aj)

Kritik an Kultusminister Stoch – Henris Mutter legt nach

Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch (Foto: dpa)

Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch (Foto: dpa)

Donnerstag, 1.5.2014 Im Schulstreit um Henri, einen Viertklässler mit Down-Syndrom, hatte seine Mutter Kirsten Ehrhardt den baden-württembergischen Kultusminister Andreas Stoch (SPD) in einem Interview mit der „Südwest Presse“ bereits heftig kritisiert: „Ich finde es von Tag zu Tag unerträglicher, dass uns das Kultusministerium im Feuer stehen lässt.“ (ROLLINGP;ANET berichtete.)

Nun hat Ehrhardt nachgelegt: „Das Pikante ist, dass das Gymnasium in Walldorf körperbehinderte Kinder gerne nehmen möchte, aber Henri nicht. Das heißt, es gibt A- und B-Behinderte”, sagte Ehrhardt gestern bei stern TV. Aber: Ein solcher Unterschied dürfe nicht gemacht werden: „Wir machen etwas, das ab nächstem Schuljahr im baden-württembergischen Schulgesetz stehen soll. Und da ist ein Minister, der sich das alles anguckt, immer nur über Inklusion redet, aber jetzt kommt es das erste Mal zum Schwur – und er schweigt. Das geht nicht.” (ag)

Neuer Aktionsplan: Würzburg will inklusiver werden

Donnerstag, 1.5.2014 Der Kommunale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention ist am 10. April nach über zweijährigerArbeit im Stadtrat von Würzburg (125.000 Einwohner, Bayern) beschlossen worden. Er soll sowohl für Menschen mit als auch ohne Behinderung dazu führen, dass das Leben in der Stadt für alle barrierefrei und damit inklusiv wird.

Die Abschlussveranstaltung, in der die sechs Handlungsfelder und die Maßnahmen des Aktionsplans der Öffentlichkeit vorgestellt werden, findet am Dienstag, 6. Mai, von 16.30 bis 18.15 Uhr im Ratssaal des Rathauses statt.

Bei schönem Wetter endet die Veranstaltung im Hof des Rathauses mit einem Open-Air-Konzert der Inklusionsband „Mosaik“ und Sängerin List. Konzertbeginn ist um 18.15 Uhr, der Eintritt ist frei. Zusätzlich werden bei trockenem Wetter von 12 bis 15.30 Uhr Mitglieder des Behindertenbeirats am Unteren Markt über die konkrete Umsetzung des Planes informieren. Beispiele gelebter Inklusion sind dort zu sehen: Vorführungen des InSport-Vereins und der Rollstuhl-Paartanz-Gruppe des Vereins der Rollstuhlfahrer und ihrer Freunde. Außerdem gibt es einen Blinden- und Rolliparcour. (PM)

Hamburger S-Bahnhöfe: 80 Prozent sind barrierefrei

Donnerstag, 1.5.2014 43 von 56 Hamburger S-Bahnhöfen sind jetzt barrierefrei. Das seien 80 Prozent aller Stationen, teilt die Deutsche Bahn stolz mit (Anlass war die Inbetriebnahme des neuen Aufzuges der S-Bahnstation Stadthausbrücke). ROLLINGPLANET will ja nicht undankbar sein, aber: 80 Prozent sind eben nicht 100 Prozent. 80 Prozent bedeuten auch: 20 Prozent aller S-Bahnhöfe sind nicht barrierefrei. (JL)

Heidelberg: Beirat von Menschen mit Behinderungen sucht Bewerber/innen

Mittwoch, 30.4.2014 Im Juni wird der Heidelberger Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb) neu besetzt. Kandidaten können sich noch bis zum 9. Mai bewerben. Der Beirat ist ein unabhängiges, nicht weisungsgebundenes und ehrenamtlich tätiges Gremium. Er setzt sich künftig aus 16 Mitgliedern aus dem Kreis der Menschen mit Behinderungen zusammen, zuzüglich eines Mitglieds der Liga der Freien Wohlfahrtspflege. Die Amtszeit dauert – wie die Amtszeit des Gemeinderats – fünf Jahre. Im Beirat sollen nach Möglichkeit Menschen mit allen Arten von Behinderungen vertreten sein. Den Bewerbungsbogen gibt es zum Download unter www.bmb.heidelberg.de, er kann alternativ per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 06221/58-38190 angefordert werden. (PM)

Lübecker Panne bei Angaben zu barrierefreien Wahllokalen

Holstentor in Lübeck (Foto: Martin Berk/pixelio.de )

Holstentor in Lübeck (Foto: Martin Berk/pixelio.de )

Mittwoch, 30.4.2014 Bei den verschickten Wahlbenachrichtigungsschreiben der Stadt Lübeck zur Europawahl am 25. Mai 2014 sind die Hinweise zur Barrierefreiheit fehlerhaft. Auf dem Weg zur Druckerei seien korrekte Informationen „verschwunden“. Wie heute der Bereich Statistik und Wahlen mitteilte, wurden sämtliche Wahllokale mit dem Zusatz „Der Zugang zum Wahlraum ist barrierefrei!“ gekennzeichnet – obwohl 71 Wahllokale diese Voraussetzungen nicht erfüllen. Wählerinnen und Wähler, die auf einen barrierefreien Zugang zum Wahlraum angewiesen sind, werden gebeten, die richtigen Angaben unter der Telefonnummer (0451) 122-4040 zu erfragen oder im Internet nachzuschauen: http://www.luebeck.de/stadt_politik/rathaus/wahlen/europawahl14 (PM)

Finke: Arbeitskräftepotenzial behinderter Menschen stärker nutzen

108645Mittwoch, 30.4.2014 Zum morgigen Tag der Arbeit erklärt Karl Finke, Bundesvorsitzender der AG „Selbst Aktiv“ – Menschen mit Behinderungen in der SPD: „In Deutschland zeichnet sich ein Arbeitskräftemangel ab. Deshalb sollten wir die verfügbaren Potenziale behinderter Menschen besser nutzen und sie in den allgemeinen Arbeitsmarkt eingliedern. Gegenwärtig sind etwa 200 000 Menschen mit Behinderung arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Arbeitslosigkeit von Behinderten immer noch 50 Prozent höher als die allgemeine.

Durch gezielte Förderung und Qualifizierung müssen wir jetzt Menschen mit Behinderungen früh auf die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarkts vorbereiten und ihre Stärken entdecken. Unser Augenmerk sollte dabei insbesondere auf den Übergängen von der Schule zum Beruf und die Höherqualifizierung behinderter Menschen liegen. Wir müssen außerdem berufliche Aufstiegs- und gezielte Qualifizierungsmöglichkeiten schaffen, um zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen auch Leitungsfunktionen übernehmen können.

Für einen bestimmten Kreis von Betroffenen ist es sinnvoller, nicht aufwändig und teuer eine Beschäftigung außerhalb des allgemeinen Arbeitsmarktes zu organisieren, sondern für ihre tarifgerechte Entlohnung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu sorgen. Motivieren wir jetzt, qualifizieren wir jetzt, damit der vorausgesagte Arbeitskräftebedarf von morgen mit vielen hoch motivierten Menschen mit einer Behinderung mit abgedeckt werden kann.“ (PM)


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