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ROLLINGPLANET-Nachrichtenticker


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Arzt plant Praxis in Tankstelle

Mittwoch, 23.4.2014 Ein Allgemeinarzt in Wien will am 1. Mai in einer Tankstelle seine Praxis eröffnen. „Ein Arztbesuch – so schnell und einfach wie Volltanken“, verspricht der Mediziner Dieter Zakel. Er will zunächst eine dreimonatige Testphase wagen. Täglich von 6.00 bis 22.00 Uhr solle die kleine Praxis geöffnet sein – für die Behandlung wolle Zakel 50 Euro für 15 Minuten veranschlagen, berichteten mehrere Medien am Mittwoch über Österreichs erste „Drive-in-Ordination“.

Die Wiener Ärztekammer sieht das Konzept „eher kritisch“. Problematisch sei schon die Größe der Praxis mit nur acht Quadratmetern. „Inwieweit dort eine ernstzunehmende medizinische Behandlung möglich ist, ist fraglich.“ (dpa)

Brief einer stolzen Mutter eines Down-Snydrom-Kindes

Quinn (Foto: Instagram/maemennes)

Quinn (Foto: Instagram/maemennes)

Mittwoch, 23.4.2014 Nachdem Megan Davies Mennes ein Foto ihres kleinen Sohnes Quinn, der das Down-Snydrom hat, im Netz postete, schrieb ein User den Kommentar „hässlich“ darunter. Die stolze Mutter antwortete auf ihrer Seite mit einem Brief „An den Troll, der meinen Sohn hässlich nannte“:

Hallo Troll, seit ich über meinen Sohn Quinn und seine Behinderung blogge, wusste ich, dass dieser Tag kommen würde. Es gibt genug Trolle im Netz, die sich hinter der Anonymität des Bildschirms verstecken und einfach nur gemein sein wollen. Ich habe solche Anfeindungen schon so oft gesehen… Ich will über dich keine Vermutungen anstellen, aber ich sehe anhand der Unreife und Ignoranz, die du zeigst, dass du nur sehr wenig über die Hilflosigkeit jener Eltern weißt, die sich um ein krankes Kind kümmern…“.

Weiter schreibt Megan Davies Mennes: „Gott weiß, wie viele gemeine Halbstarke es in meiner Zeit gab: Jungs, die Gefallen daran fanden, auf Kosten anderer ihren Spaß zu haben…Ich weiß, wo die meisten dieser Jungen geendet sind und das ist nicht, wo ich sein möchte. Als Lehrerin habe ich Kinder wie dich gegen die Wand laufen sehen. Geh hinaus. Lies ein Buch. Sag etwas Nettes zu jemandem. Aber vor allem, erhelle dich selbst. Es gibt so viel Grausamkeit in dieser Welt und jeder sollte danach streben, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ich hoffe einfach, dass meine Kinder es lernen, über so ignorante Kommentare und Taten hinweg zu schauen und andere stattdessen mit Respekt und Würde behandeln. Denn das verdienen wir alle, sogar du. Mit freundlichen Grüßen, Eine Stolze Mutter.“

Aller schlechten Dinge sind drei

Mittwoch, 23.4.2014 Mal schnell mit dem Zug ins 30 Kilometer entfernte Hamburg zu fahren, ist hier für Rollstuhlfahrer nicht möglich: In Seevetal, einem Ort mit knapp 40.000 Einwohnern in Niedersachsen, ist nicht einer der drei Bahnhöfe barrierefrei (teilweise 40 Stufen zum Eingang). Die Gemeinde führt seit Jahren Gespräche mit der Deutschen Bahn (DB) und der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), die sich beide nicht zuständig fühlen. Der Seniorenbeirat der Stadt und der Seevetaler Rolly-Club haben die Situation als unhaltbar bezeichnet. (Kreiszeitung Wochenblatt)

Podium Vielfalt – ein Tag für Inklusion in Halle

Mittwoch, 23.4.2014 In Halle (Sachsen-Anhalt) findet am 3. Mai im Stadthaus das „Podium Vielfalt – ein Tag für Inklusion in Halle“ statt. Organisatoren sind der Verein „Mit Handicap leben e.V.“ und die Freiwilligen-Agentur Halle. Am Nachmittag liest Raúl Krauthausen aus seinem Buch „Dachdecker wollte ich eh nicht werden: Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“. (RP)

Nach acht Monaten im Koma die Alpen mit dem Handbike überquert

Felix Brunner im Handbike (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Felix Brunner im Handbike (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Dienstag, 22.4.2014 Beim Eisklettern stürzte Felix Brunner im Januar 2009 gut 30 Meter in die Tiefe, die Ärzte hatten damals wenig Hoffnung, dass er überlebt. Doch nach acht Monaten im künstlichen Koma und 60 Operationen kämpfte sich der inzwischen 24-Jährige zurück ins Leben. Heute sitzt Felix Brunner im Rollstuhl und ist erfolgreicher Leistungssportler. Im vergangenen Jahr überquerte er mit einem Handbike die Alpen: In zehn Tagen fuhr er 480 Kilometer und 12.000 Höhenmeter, und zwar nicht nur über Straßen und Pässe, sondern vor allem querfeldein . Das hat vor ihm noch niemand geschafft (ROLLINGPLANET berichtete). Was Felix Brunner antreibt, berichtet er am Mittwoch bei bei stern TV (23.4., 22:15 Uhr). (PM)

Nur einer von 766 EU-Parlamentariern hat eine Behinderung

Dienstag, 22.4.2014 Das wird sich wohl auch nach der Wahl im Mai nicht ändern. Karl Finke, blinder Behindertenbeauftragter in Niedersachsen und Bundesvorsitzender der SPD-Arbeitsgruppe „Selbst Aktiv“, wurde von seiner Partei nicht für die EU-Wahl aufgestellt: „Ich war einer der möglichen Kandidaten, ich wäre bereit gewesen.“ Doch ohne Quote habe auch er es nicht geschafft. „Deshalb ist eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu erwägen.“ (WAZ)

(K)einen Oscar für Oscar

Dienstag, 22.4.2014 Der wegen Mordes angeklagte Oscar Pistorius wehrt sich gegen Gerüchte, dass er vor seinem Prozess Schauspielunterricht genommen habe. Die Behauptungen seien „total unwahr“, teilte heute eine Sprecherin des mehrfachen Paralympics-Siegers auf der Homepage des Südafrikaners (oscarpistorius.com) mit. Der 27-Jährige habe sich auch nicht mit Emotionstraining vorbereitet. (div)

Rollstuhlfahrer bittet um Hilfe – Mann beklaut ihn

Dienstag, 22.4.2014 Und die Welt ist halt doch böse: Am S-Bahnhof Berghausen in Langenfeld (Nordrhein-Westfalen) rief ein 26-jähriger Rollstuhlfahrer um Hilfe, weil er eine Stufe nicht hinaufkam. Mehrfach machte er laut auf sich aufmerksam. Ein Mann, der auf dem Bahnsteig gewartet hatte, ging daraufhin zu dem Rollstuhlfahrer, öffnete eine Tasche und klaute ein Portemonnaie mit Bargeld und Ausweisdokumenten. (Westdeutsche Zeitung)

Umweltschützer contra Barrierefreiheit

Dienstag, 22.4.2014 Der Umweltverband NABU sorgt sich um die Baltische Binse und das Strand-Tausendgüldenkraut in Altefähr (Insel Rügen). Ein geschütztes Biotop sei durch die Errichtung eines barrierefreien Strandes zerstört worden, teilte der Verband am Dienstag in Schwerin mit. Wegen der Zerstörung des Lebensraumes hat der NABU Anzeige gegen die Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen erstattet. Die an der Ostseeküste häufiger vorkommende Baltische Binse ist vom Aussterben bedroht. (dpa)

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