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Rollstuhlbasketball: Bei Trier gehen doch nicht die Lichter aus

Immovesta Dolphins mit ersten Personalentscheidungen: Hauptsache, Passiwan macht weiter. Aber auch Jassman und Feser bleiben.

Dirk Passiwan

Dolphins Superstar und Superpatient Dirk Passiwan wird auch in der nächsten Spielzeit seinem Heimatverein die Treue halten. Nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten einigten sich am Wochenende das Management Basketball und der 87-malige deutsche Nationalspieler auf eine weitere Zusammenarbeit. Das ist die wichtigste Personalie bei den Dolphins, damit „für die neue Saison nicht die Lichter ausgehen“, wie schon viele befürchteten. In der abgelaufenen Spielzeit belegte die Mannschaft Platz 6.

„Ausschlaggebend war hier für den waschechten Trierer nicht die finanzielle Komponente, sondern seine soziale Sicherheit im Umfeld der Dolphins, auch aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen wegen seiner gesundheitlichen Diagnosen“, teilt der Verein mit.

Passiwan schlägt zahlreiche Angebote aus

„Ich freue mich sehr, dass es für mich und für den Verein hier gemeinschaftlich weitergehen kann, was zuletzt ja sehr in Frage gestellt war! Natürlich hatte ich wieder seit der EM 2011 im letzten Herbst zahlreiche Anfragen und Angebote hochkarätiger ausländischer Clubs vor liegen, denke aber, für mich und für meine persönliche Situation die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich will mit den Dolphins noch so einiges bewegen“ sagte der 35-jährige Passiwan. Er hoffe, mit seiner Zusage ein Zeichen für andere Spieler setzen zu können, sich in Trier zu engagieren.

Auch die beiden kanadischen Nationalspieler Tara Feser und Chad Jassman gaben den Dolphins ihre Zusage für eine weitere Saison in Trier. Mit Dirk Passiwan, Dirk Schmitz, Florian Ewertz, Dirk Herrmann (als Standby-Spieler) und nun auch Chad Jassman und Tara Feser steht zumindest schon mal das Gerüst für den neuen Kader 2012/13.

Janet McLachlan

Die Verantwortlichen hoffen außerdem auf den Verbleib von Janet McLachlan, eine der weltbesten Centerinnen. Sie wollte ursprünglich nach den Paralympics und nach zwei Jahren in Trier in ihre Heimat nach Vancouver zurückkehren und eine Auszeit vom Leistungssport nehmen. Die Entscheidung wird jedoch erst in den kommenden Wochen fallen.

Finanzielle Grenzen

Wie das Management der Dolphins mitteilte, stehe man mit zahlreichen Spielern in „aussichtsreichen Verhandlungen, denn der Kader muss weiter ergänzt und verstärkt werden, will man in der sicherlich erneut starken Rollstuhlbasketball-Bundesliga der neuen Saison eine wiederum gute Rolle spielen. Und dass die RBBL die wohl zur Zeit stärkste Liga in Europa ist, zeigte jüngst erst wieder vor 14 Tagen in Istanbul, als der neue deutsche Meister RSV Lahn-Dill die europäische Champions League gewann.“

Bei einigen hochkarätigen Spielern, auch aus Deutschland, scheiterten die Hoffnungen auf eine Verpflichtung an den finanziellen Details.

Dennoch sei es möglich, starke und sogar internationale Spieler nach Trier zu holen, betont Rollis-Vorsitzender Otmar Passiwan und verweist auf die „fruchtbare Zusammenarbeit in den letzten Jahren unter anderem mit dem südafrikanischen und vornehmlich dem kanadischen Verband. Für einige Spieler in unserem Sport gibt es auch noch andere Wertmaßstäbe als die rein finanzielle Seite!“, so Passiwan.

„Und daran werden wir uns weiterhin orientieren, so schwierig es auch ist“, erklärt Passiwan seine Licht-an-Philosophie. „Dies gebieten uns schon die Voraussetzungen im Verein sowie eine finanziell seriöse und machbare Handlungsweise.“

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