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Rollstuhlbasketball: Deutsche Damenauswahl gewinnt North American Cup

Die Deutschen sehen sich dennoch nicht als Favoritinnen für die Paralympics. Ausgeglichene Ergebnisse garantieren Spannung für London.

Die deutsche Auswahl in den USA (Foto: Team Germany)

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat den mit fünf Topteams besetzten North American Cup in Birmingham, US-Bundesstaat Alabama, für sich entschieden. Im Finale bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki Gastgeber USA. Der Turnierverlauf mit zahlreichen paralympischen Medaillenkandidaten verlief überaus ausgeglichen – und verspricht somit viel Spannung für die Spiele in London.

Überraschender Erfolg, überraschende Prügel

So gingen die deutschen Damen auch bei zwei Siegen gegen Großbritannien und Kanada sowie zwei Niederlagen gegen die USA und die Niederlande mit einem ausgeglichenen Konto aus der Vorrunde heraus. Nach dem 49:44 zum Auftakt über die Britinnen schoss der Vize-Weltmeister zunächst Kanada mit 64:42 ab, ehe Dauerrivale USA beim 49:56 aus deutscher Sicht die Nase knapp vorne hatte. So überraschend hoch der Erfolg über die Kanadierinnen ausfiel, so überraschend hoch bezog das Team Germany im letzten Vorrundenspiel dann eine deutliche 41:61-Niederlage gegen die Niederlande.

Dennoch reichte es im ausgeglichenen Starterfeld für den Einzug ins Halbfinale, in dem sich die ING-DiBa Korbjägerinnen souverän gegen Großbritannien mit 58:41 durchsetzten. Finalgegner und Gastgeber USA hatten im zweiten Semifinale beim 72:67 nach drei Verlängerungen deutlich mehr Probleme gegen das erneut starke Oranje-Team. Im Endspiel des North American Cup trumpften die deutschen Damen dann erneut auf. Mit 42:54 (11:10/15:22/25:36) hatten die US-Girls als amtierende Weltmeisterinnen das Nachsehen und mussten damit bereits die dritte Niederlage gegen die deutsche Auswahl binnen weniger Monate hinnehmen.

Bestnote für Topscorerin Marina Mohnen

Von einer Favoritenrolle für die Paralympics in London will Bundestrainer Holger Glinicki jedoch zu recht nichts wissen: „Natürlich haben wir erneut die USA geschlagen, aber auch gegen die Niederlande klar verloren. Zudem hat Kanada viel getestet und gerade gegen uns lange Zeit nicht mit der Startformation operiert“. Beste Noten von Glinicki bekamen bei dem Härtetest in Birmingham/Alabama vor allem Kapitän Marina Mohnen aus Köln, die mit 97 Punkten auch Topscorerin der deutschen Auswahl war. Zweiterfolgreichste Schützin war Lokalmatadorin Annika Zeyen, die in ihrer sportlichen Wahlheimat 68 Punkte erzielen konnte.

Deutschland: Marina Mohnen (97, Köln 99ers), Annika Zeyen (68, University of Alabama/USA), Mareike Adermann (31, University of Wisconsin/USA), Gesche Schünemann (31, RSV Lahn-Dill), Edina Müller (22, Hamburger SV), Johanna Welin (21, USC München), Heike Friedrich (18, Mainhatten Skywheelers), Annabel Breuer (15, Ulmer Sabres), Anne Brießmann (6, Mainhatten Skywheelers), Britt Dillmann (4, RSV Lahn-Dill), Maya Lindholm (2, Hamburger SV), Maria Kühn (Mainhatten Skywheelers).

(aj)

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