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Rollstuhlbasketball-EM: Bronze für deutsche Herren

Aliaksandr Halouski, Thomas Böhme & Co. gewinnen Krimi gegen die Niederlande.

Jubel beim Team Germany nach Bronze. (Foto: Werner Schorp)

Jubel beim Team Germany nach Bronze. (Foto: Werner Schorp)

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat bei den Europameisterschaften auf der spanischen Insel Teneriffa Bronze gewonnen. Nach einem Krimi behielt die Auswahl von Nicolai Zeltinger das glücklichere Ende für sich und holte sich mit einem 61:56 (14:17/29:30/43:45)-Erfolg über die Niederlande den verdienten Lohn für ihre Arbeit. Dabei avancierte einmal mehr Center Aliaksandr Halouski mit 25 Punkten zum besten Werfer für die deutsche Mannschaft.

Die deutschen Herren kamen zunächst gut in die Partie und markierten über das 8:5 (Min 4) ein erste kleine Führung gegenüber den Holländern. Doch Mitte des ersten Viertels verließ das Team Germany ein wenig die Konzentration im Abschluss, und so musste man die Niederlande über das 16:21 (Min. 13) und das 20:27 (Min. 15) ein wenig ziehen lassen. Headcoach Nicolai Zeltinger nahm eine Auszeit, diese sollte in der Folge ihre Wirkung zeigen. Ein schöner 7:0-Lauf der ING DiBa Korbjäger brachte das Team bis zur Halbzeitpause wieder bis auf einen Zähler zum 29:30 (Min. 20) heran.

Zurück aus der Kabine erwischte das Team Germany den besseren Auftakt in Halbzeit zwei und zog über das 33:30 (Min. 22) und das 39:32 (Min. 24) bis auf sieben Punkte den Oranje davon. Doch Nachlässigkeiten in der Defense und am Rebound brachten die Niederlande wieder zurück ins Spiel und so vergab die deutsche Auswahl nicht nur die Führung, sondern kassierte mit der Viertelpause erneut den Rückstand zum 43:45. Es sollte sich also auch an diesem Tag ein finaler Schlussakt entwickeln, der es in sich hatte. Dieses Mal war es aber das Team Germany, das das glücklichere Ende für sich verbuchte und in der Crunchtime die Nerven behielt. Mit 61:56 besiegt man wie auch 2015 in Worcester das Team aus Holland und dekoriert sich verdient mit der Bronzemedaille.

Center Alex Halouski war mit 25 Punkten  Topscorer der Partie. (Foto: Werner Schorp)

Center Alex Halouski war mit 25 Punkten Topscorer der Partie. (Foto: Werner Schorp)

„Menschlich toll zusammengewachsen“

„Es war das erwartet spannende und enge Spiel gegen den Gruppensieger der Vorrundengruppe A und wir wollten diese Medaille unbedingt haben. Wir haben so ein junges Team, das so viel geleistet hat, und wir sind so überglücklich, dass wir sie auch holen konnten. Das war eine unglaubliche Teamleistung“ ,freute sich ein überglücklicher Nicolai Zeltinger nach der Partie. „Wir sind in dieser kurzen Zeit mit so einer großen Truppe menschlich so toll zusammengewachsen und haben, denke ich, das Beste aus diesem Turnier heraus geholt. Das letzte Spiel im Turnier zu gewinnen ist immer enorm wichtig, und daher können wir einfach sehr stolz auf uns sein.“

Im zweiten Spiel des Tages kämpfen die deutschen Damen im Finale um Gold. Hochball gegen den Dauerrivalen aus den Niederlanden ist um 16 Uhr (17 Uhr MESZ).

Deutschland: Thomas Böhme (12), Jan Gans (19), Aliaksandr Halouski (25), Jan Haller (2), Kai Möller, Nico Dreimüller, Oliver Jantz, Matthias Güntner, Phillip Schorp, Jan Sadler, Christopher Huber, Frank Oehme

Niederlande: Frank De Jong (2), Robin Poggenwisch (4), Marc Van De Kuilen (4), Sebastiao Nijman, Walter Groen (4), Anton De Rooij (8), Joost Morsinkhof, Mattijs Bellers (19), Gijs Even, Quinten Zantinge, Mustafa Korkmaz (15), Arie Twigt

(PM/tf)

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