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Rollstuhlbasketball-EM: Deutsche Damen mit Kantersieg gegen Israel

Den Titelverteidigerinnen gelingt auch ohne verletzte Johanna Welin der bisher höchste Sieg bei der Europameisterschaft.

Heike Friedrich kann sich gegen Moran Samuel (#5) und Hadar Reiss (#9) durchsetzen (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Heike Friedrich kann sich gegen Moran Samuel (#5) und Hadar Reiss (#9)
durchsetzen (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Glinicki ruft seine Spielerinnen zu einer Lagebesprechung während einer Auszeit (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Glinicki ruft seine Spielerinnen zu einer Lagebesprechung während einer Auszeit (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Vor dem Beginn der Europameisterschaft befand Nationaltrainer Holger Glinicki, dass seine Spielerin Johanna Welin „bei der Korbgefährlichkeit noch Luft nach oben hat“. Die hatte verstanden: „Ich muss jetzt mehr Schüsse nehmen und punkten.“ Beim Spiel gegen Israel am Montagvormittag hätte es dazu viele Gelegenheiten gegeben – doch dazu kam es nicht.

Die Paralympicssiegerin aus München (siehe auch ROLLINGPLANET-Porträt: Vom Polarkreis zum paralympischem Traum) hatte sich im Auftaktspiel gegen Frankreich an der Hand verletzt. Eine sofort durchgeführte Untersuchung in der BG Unfallklinik ergab zwar, dass es sich um keine Fraktur handelte. Dennoch wurde die 28-Jährige von Glinicki zur Sicherheit für die entscheidenden Spiele geschont.

Fünf Spielerinnen treffen zweistellig

Maya Lindholm wird von Moran Samuel (#5) und Yael Albag (#8) bedrängt. (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Maya Lindholm wird von Moran Samuel (#5) und Yael Albag (#8) bedrängt. (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Doch auch ohne Welin hat die deutsche Damen-Nationalmannschaft im zweiten Spiel der Eurobasketball 2013 ihre Dominanz deutlich ausgespielt und ihr Ziel Finalteilnahme unterstrichen. Vor gut 1.000 Zuschauern schlug der amtierende Europameister die Auswahl Israels mit 81:32 (21:12/37:23/59:25) und führt damit seine Vorrundengruppe verlustpunktfrei an.

Gleich fünf Spielerinnen der Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki trugen sich zweistellig in die Korbschützenliste ein und sorgten so für den höchsten Sieg bei der bisherigen EM. Zur Topscorerin avancierte dabei Kapitän Marina Mohnen, die 15 Zähler beisteuern konnte.

Bis zum 25:19 (15.) aus deutscher Sicht blieb die Partie zunächst spannend, ehe der Gastgeber in der Folge in Sachen Tempo und Aggressivität aufdrehte. Das 43:25 (23.) durch Annika Zeyen und das 65:27 (34.) durch die Kölnerin Mohnen waren die weiteren Stationen zum ungefährdeten Erfolg des Titelverteidigers und hohen Favoriten in diesem Match.

Deutschland: Marina Mohnen (15, Köln 99ers), Mareike Adermann (14, University of Wisconsin/USA), Gesche Schünemann (12, Hamburger SV), Heike Friedrich (10, Mainhatten Skywheelers), Annika Zeyen (10, University of Alabama/USA), Maya Lindholm (6, Hamburger SV), Edina Müller (6, Hamburger SV), Anne Brießmann (4, Mainhatten Skywheelers), Anna Gerwinat (2, ALBA Berlin), Maria Kühn (2, Mainhatten Skywheelers).

Israel: Moran Samuel (21), Ilanit Fridman (9), Hadar Reiss (2), Yarl Albag, Yabunie Belay, Helen Budniasky, Livnat Elkayam, Yarden Hershko, Rachel Said, Shani Shitrit, Hagat Zahavi.

(RP/aj)


ROLLINGPLANET-SPECIAL: Eurobasketball 2013
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