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Rollstuhlbasketball-EM: Deutsche Damen verlängern ihr Abo fürs Finale

Herren scheitern dagegen trotz Führung zu Beginn der Crunchtime knapp gegen Türkei.

High Five: Johanna Welin (r.), Laura Fürst und Linda Dahle feiern den Finaleinzug. (Foto: Tanja Feddersen)

High Five: Johanna Welin (r.), Laura Fürst und Linda Dahle feiern den Finaleinzug. (Foto: Tanja Feddersen)

Die deutschen Damen stehen zum 15ten Mal in Folge im Endspiel um die europäische Krone. Gegen das Team aus Frankreich setzte sich der Titelverteidiger am Mittwochabend ungefährdet mit 50:33 (12:6/19:12/41:23) durch und trifft nun am Freitag im Finale wie auch die Jahre zuvor auf den Dauerrivalen aus den Niederlanden. Beste Werferin für die deutsche Auswahl wurde wieder Mareike Miller mit 30 Punkten.

„Es war das erwartet schwere Spiel, vor dem wir vorher mehrfach gewarnt hatten“, freute sich Coach Martin Otto. „Es fehlte am Anfang die absolute Konsequenz und dadurch haben wir Frankreich am Anfang im Spiel gehalten. Wir sind einfach nur stolz darauf, im Finale stehen zu dürfen und freuen uns auf das zweite Match in diesem Turnier gegen den Favoriten aus den Niederlanden.“

Hochball für das Endspiel im Pabellon Las Torres ist morgen (30. Juni 2017) um 16 Uhr (17 Uhr MESZ).

Herren verpassen hauchdünn die Sensation

Der Finaltraum der deutschen Herren ist dagegen ebenfalls am Mittwochabend jäh geplatzt. In einem an Spannung nicht zu überbietenden Halbfinale konnte sich das Team Germany nach 40 starken Minuten nicht selbst belohnen und musste sich knapp mit 64:68 (15:11/31:29/49:49) der Türkei geschlagen geben. Topscorer der deutschen Mannschaft waren Thomas Böhme (25 Korbpunkte), Jan Gans (17) und Aliaksandr Halouski (14).

In die Crunchtime ging es mit einer hauchdünnen 62:61 (Min. 38)-Führung für die deutschen Herren. Ein vergebener Angriff in den letzten Sekunden und sichere Freiwürfe auf Seiten der türkischen Mannschaft bedeuteten den Sieg der Türkei. Wie auch 2015 scheitern die Herren nach einem tollen Einsatz und Kampfgeist knapp im Halbfinale der Europameisterschaften.

„Ja wir sind gerade bitter enttäuscht. Nach so einem tollen Spiel hat es am Ende wieder nicht gereicht. Wenn man bedenkt, dass die Türkei in dieser Konstellation bereits seit acht Jahren zusammenspielt, können wir natürlich stolz darauf sein, wie wir die Mannschaft zusammen gebracht haben, wie die Jungs gespielt und auch gekämpft haben. Jetzt hoffen wir, dass wir uns am Freitag mit Bronze belohnen dürfen,“ so Headcoach Nicolai Zeltinger.

Das Finale bestreiten einmal mehr Titelverteidiger Großbritannien und die Türkei. Am Freitag um 12:30 Uhr (13:30 Uhr MESZ) geht es für Deutschland gegen die Niederlanden um Platz 3.

(PM/tf)

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