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Rollstuhlbasketball-EM: Silber für deutsche Damen

46:56 im Finale gegen die „Orange Angels“, die sich für die Vorrunden-Niederlage revanchierten.

Auch im Finale die herausragende deutsche Spielerin: Centerin Mareike Miller, hier beim Wurf. (Foto: Werner Schorp)

Auch im Finale die herausragende deutsche Spielerin: Centerin Mareike Miller, hier beim Wurf. (Foto: Werner Schorp)

Die deutsche Damen Nationalmannschaft muss sich im Finale der Europameisterschaften auf Teneriffa den favorisierten Niederlanden mit 46:56 (8:15/23:23/31:42) geschlagen geben und sicherten sich nach einem tollen Turnier in neuer Formation verdient die Silbermedaille. Als beste Werferin konnte sich erneut Mareike Miller mit 23 Punkten eintragen.

Dabei startete die deutsche Auswahl mit engagiertem Einsatz und einer guten Defensearbeit in die Partie. Vor einer gut besetzten Kulisse und mit Seitenlinien-Unterstützung des Männerteams, das kurz zuvor ebenfalls gegen die Niederlande ran musste und dabei Bronze gewann, konnte das Duell mit den Niederlanden – die im Gruppenspiel 61:55 besiegt wurden – zunächst ausgeglichen gestaltet werden. Zwar stand nach zehn gespielten Minuten bereits ein Sieben-Punkte-Rückstand mit dem 8:15 zu Buche, doch im Verlauf des zweiten Viertels kämpften sich die Damen des erst seit knapp sechs Monaten amtierenden Headcoachs Martin Otto peu à peu an die „Orange Angels“ heran. Über das 14:19 (Min. 14) holte sich das Team Germany bis zur Halbzeit den verdienten Ausgleich zum 23:23 (Min. 19) und fuhr zufrieden in die Pause.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit ließ man sich jedoch sogleich von schnellen Punkten der Holländerinnen überraschen und streute erst nach 2,5 gespielten Minuten selbst die ersten Punkte in der gegnerischen Reuse ein. Offensiv gingen die ING DiBa-Korbjägerinnen nun teils etwas zu überhastet an die Abschlüsse heran, so dass der Rückstand über das 27:35 (Min 26) bis zum Ende des dritten Viertels bis auf elf Punkte zum 31:42 anwuchs. Mit dem 33:47 (Min. 32) aus deutscher Sicht schmolzen dann die Chancen auf eine erneute Wende nach und nach dahin. Zwar kämpften sich die deutschen Damen noch mal bis auf acht Punkte (42:50, Min. 37) heran, doch die Auswahl aus den Niederlanden ließ sich am Ende die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Zum 15. Mal hintereinander im Finale

Dennoch zeigte sich nach dem Abpfiff Otto zufrieden und als fairer Verlierer: „Ich bin wahnsinnig stolz auf das, was wir in dieser kurzen Zeit erreicht haben. Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Staff für die hervorragende Arbeit bedanken und bei den Spielerinnen, wie sie immer wieder den nächsten Schritt in den Spielen und Trainingseinheiten vollzogen haben. Man muss Holland heute einfach neidlos anerkennen, dass sie diese zehn Punkte besser waren als wir. Unsere Mädchen haben eine unglaublich tolle Entwicklung gemacht. Ich empfinde die Silbermedaille als Gewinn und nicht als Verlust.“

Für die deutschen Damen war dies bereits die 15. Teilnahme an einem europäischen Finale in Folge. Die Bilanz: neunmal Gold und sechsmal Silber.

Deutschland: Mareike Miller (23), Barbara Groß (11), Maya Lindholm (6), Laura Fürst (2), Katharina Lang (2), Johanna Welin (2), Annabel Breuer, Annegrit Brießmann, Anne Patzwald, Andrea Seyrl, Catharina Weiß, Linda Dahle

Niederlande: Ilse Arts (2), Lindsay Frelink, Jitske Visser (8), Sanne Timmerman, Bo Kramer (17), Xena Wimmenhoeve, Cher Korver, Saskia Pronk, Carina De Rooij (3), Mariska Beijer (26), Fleur Pieterse, Amy Kaijen

(PM/tf)

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