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Rollstuhlbasketball-EM: Woher nimmt Zeltinger eigentlich seinen Optimismus?

Deutsche Herren nach Niederlage gegen Spanien im Viertelfinale. Dort wartet die bärenstarke Türkei.

4614: Dirk Passiwan (#11) gegen Fabio Bernadis (#13) (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

4614: Dirk Passiwan (#11) gegen Fabio Bernadis (#13) (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Sebastian Wolk (#12), Nicola Favretto (#11) und Thomas Böhme (#14). (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Sebastian Wolk (#12), Nicola Favretto (#11) und Thomas Böhme
(#14). (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Die deutschen Herren ziehen nach einer 56:65 (16:12/29:25/41:41)-Niederlage gegen Italien als Viertplatzierter der Vorrundengruppe A in das Viertelfinale der Eurobasketball 2013 in Frankfurt am Main ein.

Die Gastgeber starteten hoch motiviert und konzentriert in die Partie gegen Italien, lagen durch Dirk Passiwan in der sechsten Spielminute mit 10:5 in Front und bauten diese Führung bis zum 20:12 (17.) durch Jan Haller aus. Doch nach dem Wechsel kippte die Begegnung in der Eissporthalle, und die rund 1.000 Besucher sahen, wie die Squadra Azzurra verwandelt aus der Kabine kam.

Ab der 28. Minute verlief die Partie ausgeglichen auf des Messers Schneide (39:39). Die Mannschaft von Bundestrainer Nicolai Zeltinger behauptete sich zunächst bis zum 50:47 (34.) durch Youngster Thomas Böhme, ehe in den folgenden drei Spielminuten die Partie kippte. Binnen 180 Sekunden kassierte Deutschland einen 0:9-Lauf der Italiener zum 50:56 und geriet so auf die Verliererstraße.

„Egal, wie die Vorrunde lief“

Bundestrainer Nicolai Zeltinger (Archvfoto von den Paralympics 2012: EPA/Andy Rain/dpa)

Bundestrainer Nicolai Zeltinger (Archvfoto von den Paralympics 2012: EPA/Andy Rain/dpa)

„Wir haben dieses Spiel leider in den Schlussminuten aus der Hand gegeben, aber uns war es bereits im Vorfeld egal, ob wir im Halbfinale auf Spanien oder die Türkei treffen. Wir haben beide Teams in der Vorbereitung bereits geschlagen und bereiten uns nun akribisch auf dieses Spiel vor. Das Viertelfinale ist das wichtigste Spiel des gesamten Turniers, wenn wir gewinnen, dann spielen wir um eine Medaille, egal, wie die Vorrunde lief“, so Bundestrainer Zeltinger nach der Schlusssirene erstaunlich angriffslustig.

Von den fünf Vorrundenspielen der Gruppe A hat Deutschland drei verloren – gegen den EM-Topfavoriten Großbritannien, die Niederlanden und nun gegen Spanien. Zu Siegen reichte es nur gegen die Schweiz und Belgien. Deutschland trifft nun im Viertelfinale am Freitag um 18:30 Uhr auf die Türkei, die bisher noch ungeschlagen ist und Gruppensieger der zweiten Vorrundengruppe B geworden ist.

Deutschland: Dirk Passiwan (18, Goldmann Dolphins Trier), Thomas Böhme (14, RSV Lahn-Dill), Jan Haller (12, RSV Lahn-Dill), André Bienek (6, Uniphol Briantea ´84 Cantu/ITA), Sebastian Magenheim (5, Mainhatten Skywheelers), Sebastian Wolk (1, Mainhatten Skywheelers), Matthias Heimbach (Jena Caputs), Lars Lehmann (Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (RSV Lahn-Dill), Felix Schell (RSV Lahn-Dill), Marco Zwerger (RSV Lahn-Dill), Thomas Becker (n.e., Mainhattan Skywheelers),

Italien: Matteo Cavagnini (27), Fabio Bernadis (11), Galliano Marchionni (10), Ahmed Raourahi (10), Damiano Airoldi (2), Nicola Favretto (2), Fabio Raimundi (2), Nicola Damiano (1), Jacobo Geninazzi, Lorenzo Molteni, Marco Stupeneco, Cosimo Caiazzo (n.e.).

(RP/aj)


ROLLINGPLANET-SPECIAL: Eurobasketball 2013
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