Rollstuhlbasketball: „Gemeinsam was ins Rollen bringen!“

Am Samstag beginnt die neue Saison. Vereine der Bundesliga stellen Inklusion in den Mittelpunkt – Auftaktaktionen gibt es in Hannover und München.

GwiRb_RBBL_Aktionspartner

Rollstuhlbasketball und Inklusion gehören bereits seit langer Zeit zusammen. In der Sportart treten sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderung gemeinsam in Teams und Wettbewerben an. Dieser Aspekt soll 20 Jahre nach der Öffnung des Liga-Spielbetriebs für Nichtbehinderte gesondert herausgestellt werden. Das ist nun, zeitlich betrachtet, zwar nicht gerade ein Weltrekord für schnelles Handeln, aber immerhin ein Jubiläum. Dafür kooperiert die Inklusionskampagne des Deutschen Rollstuhl-Sportverbands e.V. (DRS) „Gemeinsam was ins Rollen bringen!“ mit der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL). Die Initiative wird gefördert durch die Aktion Mensch.

Mit Beginn der kommenden Spielzeit am 3. und 4. Oktober stellen regelmäßig verschiedene Vereine aus der 1. und 2. Liga am Spieltag ihre Anstrengungen im Bereich Sport, Teilhabe und Inklusion in den Mittelpunkt. Darüber hinaus werden die Mannschaften mit einem gemeinsamen Gruppenfoto vor Spielbeginn ihrem Anliegen Ausdruck verleihen.

Zugpferd im Rollstuhlsport

Auch beim USC München treten Sportler mit und Sportler ohne Behinderung gemeinsam an. (Foto: Johannes Rodach)

Auch beim USC München treten Sportler mit und Sportler ohne Behinderung gemeinsam an. (Foto: Johannes Rodach)

„Rollstuhlbasketball ist das stärkste Zugpferd im Rollstuhlsport und steht beispielhaft für das inklusive Sporttreiben“, so Ulf Mehrens, Vorsitzender des DRS. Der RBBL-Vorsitzende Thomas Henkel ergänzt: „Uns geht es bei der Zusammenarbeit vor allem darum, auf die Kampagne aufmerksam zu machen und durch verschiedene Aktionen während der Halbzeitpausen auch nachhaltig zu sein, indem beispielsweise Vereins-Mitgliedschaften oder ein Probetraining verlost werden können.“

Den Auftakt bilden am Samstag die beiden Aufsteiger in die 1. Bundesliga, der USC München und Hannover United. Bei beiden Spielen können sich die Zuschauer auf Halbzeitaktionen, viele Mitmachangebote und natürlich die Korbjagd freuen. Die Zuschauer in der Münchner Säbenerhalle sind solche Aktionen bereits gewohnt – der USC veranstaltet seit Frühjahr 2014 anlässlich seiner Heimspiele Münchens einzige inklusive Eventreihe und wurde dafür unlängst mit dem „Quantensprung2020“-Preis von Lotto Bayern und dem Bayerischen Landes Sportverband ausgezeichnet.

(RP/PM)

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