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Rollstuhlbasketball: (Vor-)Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft

Am Sonntag steigt in Sachsen das erste Finalspiel zwischen den Erzrvialen RSV Lahn-Dill und RSC-Rollis Zwickau.

Spielszene

Archivfoto: Thomas Gundert (RSV Lahn-Dill) muss sich gleich drei Zwickauer erwehren, v.l.: Marcin Balcerowski, Raimund Beginskis, Adam Erben (Foto: Armin Diekmann)

(aj/mk) – Im ersten von maximal drei Endspielen („best-of-three“) um die Deutsche Meisterschaft treffen am Sonntag (15.4.2012, 13:30 Uhr) auf dem Zwickauer Scheffelberg der RSC-Rollis Zwickau und Titelverteidiger RSV Lahn-Dill aufeinander.

Spiel Nummer zwei und ein eventuell notwendiges drittes Spiel folgen eine Woche später in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle.

Hoch favorisiert ist die Mannschaft von Trainer Nicolai Zeltinger, die sich im Falle einer erfolgreichen Titelverteidigung nach 2010 und 2011 über einen Meisterschaftshattrick freuen dürfte. „Es geht vor allem darum, in der Finalserie vorzulegen, um ohne Druck in die Spiele Nummer zwei und eventuell drei gehen zu können“, heißt es beim frisch gebackenen Rekord-Pokalsieger.

Bei der jüngsten Begegnung überraschten starke Zwickauer

Der Gastgeber aus Sachsen will dies in seinem letzten Heimauftritt der Saison natürlich verhindern und baut dabei vor allem auf seine Leistung aus dem Pokalhalbfinale. Ende März boten die Sachsen den Wetzlarer Rollis couragiert und taktisch clever die Stirn. Auch wenn nach der Schlusssirene der RSV Lahn-Dill über den Einzug ins DRS-Pokalendspiel jubeln konnte – über drei Viertel der Spielzeit agierte Zwickau auf Augenhöhe.

„Wir sind gewarnt und müssen trotz Favoritenrolle am Sonntag von Beginn an hoch konzentriert und ebenso entschlossen auftreten, um die kämpferisch starken Zwickauer gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen“, gibt Trainer Nicolai Zeltinger die Marschroute für das Spiel am Sonntag klar aus.

Auf dem Zwickauer Scheffelberg begegneten sich die beiden Erzrivalen zuletzt Ende November. Damals gewann der RSV Lahn-Dill mit 75:59 – vor allem Dank seines Pointguards Michael Paye, der mit 22 Punkten als Topscorer seiner Mannschaft voranmarschierte. Mit bisher 363 erzielten Punkten in der Liga-Hauptrunde und 31 Zählern in den beiden Halbfinalspielen gegen Rekordmeister München ist der 29-jährige US-Amerikaner die gefährlichste Offensivkraft der Mittelhessen.

Ihm gegenüber steht vor allem der tschechische Nationalspieler Adam Erben, der die RSV-Verteidigung insbesondere im Pokalspiel vor zwei Wochen vor große Probleme stellte. Mit 25 Punkten im DRS-Pokal und 13 Zählern in Ligaspiel Ende Februar in Wetzlar war er stets der entscheidende Spieler auf Seiten der Zwickauer.

RSV Lahn-Dill mit angeschlagenen Spielern

RSV Lahn-Dill hat personelle Sorgen: Abgesehen vom Langzeitausfall Felix Schell, der erst zu Beginn der neuen Spielzeit wieder zur Verfügung stehen wird, laborierten in dieser Woche auch Joey Johnson und Gesche Schünemann an Verletzungen, die sie am vergangenen Wochenende erneut von den Auftritten mit ihren Nationalmannschaften aus Belgien und Großbritannien mitbrachten. Während Johnson wie im Pokalspiel gegen Zwickau einen Schlag am Kopf abbekam, macht bei Schünemann eine Verletzung am Daumen Probleme.

Die Zwickauer Gastgeber betonen, „ein tolles letztes Heimspiel der Saison zeigen“ zu wollen: „Die Leistung der Mannschaft in den letzten Monaten kann als phänomenal bezeichnet werden. Sich mit dem kleinsten Kader der Liga auf dem zweiten Platz aller Teams zu behaupten, verdient große Anerkennung. Und mit dem deutschen Vizemeistertitel, der den Rollis bereits jetzt sicher ist, ist uns ein großer Coup gelungen“, so die Verantwortlichen des achtfachen Deutschen Meisters aus Sachsen.

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