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Rollstuhlbasketball-WM: Deutschland droht bereits das Aus

Auch das zweite Spiel in Incheon geht verloren: 38:62-Klatsche gegen Titelverteidiger Australien.

Hochball: Dirk Passiwan (#11) und Justin Eveson (#4). (Foto: Andreas Joneck)

Hochball: Dirk Passiwan (#11) und
Justin Eveson (#4). (Foto: Andreas Joneck)

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat bereits an Tag drei der Weltmeisterschaft im südkoreanischen Incheon ein erstes Endspiel vor Augen. Grund hierfür war am Sonntag eine 38:62 (16:16/24:28/32:42)-Niederlage gegen Weltmeister Australien, während im zweiten Spiel der Vorrundengruppe D Italien dem abschließenden deutschen Gegner Schweden unterlag.

Wie zum Auftakt gegen Italien präsentierte sich die Mannschaft von Bundestrainer Nicolai Zeltinger zu Beginn bestens eingestellt gegen den hohen Favoriten. Vor Augen von IPC Präsident Sir Philipp Craven verschafften sich der spätere Topscorer Kai Möller mit seinen Teamkollegen über 8:4 (4.) und 16:16 nach dem ersten Viertel bereits gehörig Respekt, während die lange Garde aus Down Under bereits frühzeitig in Foulprobleme kam.

Entscheidung im Spiel gegen Schweden

Der nachnominierte Felix Schell hat hier den Ball, blieb aber im ganzen Spiel ohne Korbpunkte (Foto: Andreas Joneck)

Der nachnominierte Felix Schell hat hier den Ball, blieb aber im ganzen Spiel ohne Korbpunkte (Foto: Andreas Joneck)

Selbst zur Pause war beim 24:28 noch eine faustdicke Überraschung drin, doch wie am Vortag sank mit zunehmender Spielzeit auch die Konzentration im deutschen Team. Individuelle Fehler gepaart mit einer deutlich sinkenden Trefferquote in der Offensive sorgten nun dafür, dass der Titelverteidiger im Schlussviertel leichtes Spiel hatte und den zuvor starken Deutschen eine am Ende deftige Niederlage zufügen konnte, die den gesamten Spielverlauf nicht repräsentativ widerspiegelt.

Nichtsdestotrotz muss die Mannschaft um die beiden Kapitäne Björn Lohmann und Dirk Passiwan nun am Montag um 12:15 Uhr Ortszeit (5:15 Uhr MESZ) gegen die bisher stark aufspielenden Schweden mit mindestens elf Punkten Differenz gewinnen, um auf den allerletzten Drücker doch noch die Zwischenrunde erreichen zu können.

„Wir haben stark begonnen, doch erneut den Faden verloren und uns im zweiten Durchgang keine guten Wurfpositionen mehr erarbeiten können. Den Weltmeister auf 62 Punkte zu halten ist aller Ehren wert, doch mit dieser Offensivleistung kann man halt keine Spiele bei einer Weltmeisterschaft gewinnen. Dies muss Morgen besser werden“, so Bundestrainer Zeltinger nach der Partie in der Samsun World Arena von Incheon.

(aj)

Australien: Shaun Norris (16), Nick Taylor (12), Brad Ness (10), Bill Latham (8), Justin Eveson (6), Tristan Knowles (6), Adam Deans (2), Tom O´Neil-Thorne (2), Joshua Allison, Jannik Blair, Michael Hartnett, Luke Pope.

Deutschland: Kai Möller (10, RSC-Rollis Zwickau), André Bienek (8, Unipol Briantea ´84 Cantu), Thomas Böhme (8), RSV Lahn-Dill), Dirk Passiwan (6, Goldmann Dolphins Trier), Jens-Eike Albrecht (2, Oettinger RSB Team Thüringen), Thomas Becker (2, Mainhatten Skywheelers), Jan Haller (2, RSV Lahn-Dill), Björn Lohmann (RSV Lahn-Dill), Matthias Heimbach (1.FCK Rolling Devils), Christopher Huber (RSV Lahn-Dill), Felix Schell (RSV Lahn-Dill), Marco Zwerger (RSV Lahn-Dill).

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