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Rollstuhlbasketballerinnen im Finale – am Samstag in der ARD zu sehen

71:36-Erfolg über Großbritannien bei der Europameisterschaft. Mareike Adermann erneut Topscorerin.

Mareike Adermann gegen Clare Strange (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Mareike Adermann gegen Clare Strange (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Gesche Schünemann (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Gesche Schünemann (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Mit 50 Prozent hatte Bundestrainer Holger Glinicki vor Beginn der Rollstuhlbasketball-Europameisterschaften die Wahrscheinlichkeit angegeben, dass sein Team im Endspiel auf die Niederländerinnen treffen würde. Nun ist das erwartete Finale zu 100 Prozent Wirklichkeit.

Durch einen 71:36 (14:15/28:26/50:33)-Erfolg über Großbritannien sind die Titelverteidigerinnen am Freitagnachmittag in das Endspiel der Eurobasketball 2013 in Frankfurt am Main eingezogen. Dort wartet nun Erzrivale Niederlande, der sein Halbfinale mit 67:52 gegen Frankreich gewann.

Das Finale im Fernsehen

Das Finale zwischen Deutschland und den Niederlanden wird am Samstag (6. Juli 2013) um 15 Uhr von der ARD ausgestrahlt. Es ist damit das erste Rollstuhlbasketball-Spiel hierzulande, das bundesweit live im TV gezeigt wird, nachdem das hr Fernsehen bereits das Viertel- und Halbfinale der Damen übertragen hatte.

Spektakuläre zweite Halbzeit

Kapitän Marina Mohnen (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Kapitän Marina Mohnen (Foto: Uli Gasper/uliphoto.de)

Der deutsche Semifinalerfolg wurde erst in einer spektakulären zweite Halbzeit erkämpft, nachdem die Britinnen dem Favoriten zunächst ein offenes Duell lieferten. Nach dem 10:4 (6.) der Gastgeberinnen durch Gesche Schünemann übernahm zunächst das Team von der Insel die Regie und wendete die Partie durch Helen Freeman zum 10:11 (8.) aus deutscher Sicht.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild auf dem Parkett der Eissporthalle. Aggressiv und mit deutlich mehr Bewegung und Tempo zog Deutschland Punkt für Punkt davon. Über 44:30 (27.) durch Mareike Adermann und 56:33 (35.) durch Kapitän Marina Mohnen ließen die deutschen Paralympicssiegerinnen Großbritannien nicht mehr den Hauch einer Chance.

Adermann war – nach dem Auftaktspiel gegen Frankreich und dem gestrigen Semifinale gegen Italien – erneut Topscorerin. Sie steuerte 28 Punkte zum Sieg gegen Großbritannien bei.

„In der zweiten Halbzeit haben wir viel besser verteidigt, waren eng an den Stühlen der Britinnen dran und haben deren Schlüsselspielerinnen Helen Freeman und Amy Conroy komplett aus dem Spiel genommen“, so ein glücklicher Glinicki.

Deutschland: Mareike Adermann (28, University of Wisconsin/USA), Marina Mohnen (12, Köln 99ers), Johanna Welin (8, RBB München), Annika Zeyen (8, University of Alabama/USA), Edina Müller (6, Hamburger SV), Gesche Schünemann (6, Hamburger SV), Anna Gerwinat (4, ALBA Berlin), Annabel Breuer (RSV Lahn-Dill), Anne Brießmann (Mainhatten Skywheelers), Heike Friedrich (n.e., Mainhatten Skywheelers), Maria Kühn (n.e., Mainhatten Skywheelers), Maya Lindholm (n.e., Hamburger SV).
Großbritannien: Helen Freeman (15), Laurie Williams (7), Amy Conroy (6), Clare Strange (4), Madeleine Thompson (3), Helen Turner (1), Sarah Grady, Judith Hammer, Charlotte Moore, Louise Sugden, Sophie Carrigill (n.e.), Kristy Wallace (n.e.).

(aj)

Wenige Stunden vor dem Finale: Interview mit Kapitän Marina Mohnen


ROLLINGPLANET-SPECIAL: Eurobasketball 2013
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