Rollstuhlfahrer gefesselt und ins Bein geschossen

Noch nicht in „XY Aktenzeichen“: Notoperation nach brutalem Raubüberfall.

Einbrecher mit Pistole (Symbolfoto: Shutterstock)

Einbrecher mit Pistole (Symbolfoto: Shutterstock)

Wie man einen Rollstuhlfahrer lahm legt? Am besten indem man sein Bein kaputt macht. Was sich wie ein makabrer Witz anhört, wurde am Dienstag für einen Geschäftsinhaber in Köln-Bickendorf bittere Realität. Zwei bislang unbekannte Maskierte überfielen und beraubten den 71-Jährigen. In seinem Wohnhaus mit Gewerbeanteil an der Silcherstraße fesselte das Räuberduo den Senior zunächst an seinen Rollstuhl – und schoss ihm dann mit einer Schusswaffe ins Bein. „An den Rollstuhl gefesselt“ bekommt da plötzlich eine ganz wörtliche Bedeutung.

Unmittelbar vor dem Überfall gegen 21.30 Uhr hatte das spätere Opfer einen ihm oberflächlich bekannten Besucher verabschiedet. „Plötzlich standen die beiden schwarz Maskierten vor mir“, gab der Schwerverletzte anschließend zu Protokoll. Mit Klebeband fesselten die circa 1,85 Meter großen Angreifer den Unternehmer an seinen Rollstuhl. Einer der Unbekannten fügte ihm vermutlich mit einer Pistole die Schussverletzung im Oberschenkel zu. Mehrfach fragten die Unbekannten den Senior in akzentfreiem Deutsch, wo er sein Bargeld deponiert habe. Nachdem sie eine Geldsumme im unteren fünfstelligen Bereich aus einem Arbeitsraum entwendet hatten, flüchteten die Täter mit ihrer Beute in unbekannte Richtung.

Zeugen gesucht

Die im Obergeschoss schlafende Ehefrau (62) des Opfers wachte gegen 00.30 Uhr auf, fand den Schwerverletzten und alarmierte umgehend die Polizei. Den Überfall selbst hatte die Kölnerin nicht wahrgenommen. Im Rettungswagen musste ihr Ehemann in ein Krankenhaus gefahren werden. Dort muss er nach einer zwischenzeitlich durchgeführten Notoperation stationär verbleiben.

(RP/PM/cg)

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