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RSV-Manager Andreas Joneck knallhart: „Wasserball? Niemals!“

Der US-Amerikaner Steve Serio war mit 15 Treffern Topscorer gegen Großbritannien

Rollstuhlbasketball: Der Deutsche Meister unterliegt in einem intensiven Duell gegen Europameister Großbritannien mit 59:65.

(aj) – Rund 400 Zuschauer in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle sahen am Donnerstag abend ein äußerst intensives Duell auf Augenhöhe. Nach zwei Testspielsiegen am Dienstag und Mittwoch musste sich der der europäische Ranglistenersten RSV Lahn-Dill Wetzlarer Rollis im offiziellen Match gegen den Paralympics-Gastgeber mit 59:65 (15:17/36:34/45:51) geschlagen geben.

Beide Seiten übten bereits in der Verteidigung enormen Druck auf den jeweiligen Kontrahenten aus, woraus sich ein spannendes und gutklassiges Testspiel entwickelte.

Die Statistik verdeutlicht, dass beide Seiten fast gleich stark waren: 37:34 Rebounds für den RSV, eine Wurfquote aus dem Feld von 45 zu 46 Prozent sowie eine ausgeglichene Bilanz bei Assists und der Trefferquote von der Freiwurflinie.

Zu viele Nachlässigkeiten

Lediglich die hohe Anzahl von Turnovers beim amtierenden deutschen Meister im dritten Viertel verhinderte letztlich einen Erfolg der Mittelhessen. Nach der Pause führten diese Nachlässigkeiten erstmals zu einem etwas deutlicheren Rückstand (39:47, 24.), wodurch bedingt auch in der Offensive zahlreiche Chancen ungenutzt blieben.

Gegen die cleveren Briten konnte dieser Rückstand nicht mehr wettgemacht werden, auch wenn Joey Johnson & Co. im Schlussabschnitt noch einmal bis auf 50:53 (34.) und 56:59 (37.) heran kamen.

„Uns haben diese Testspiele enorm viel in Hinblick auf die Champions League Vorbereitung gebracht. So intensiv wie gegen den amtierenden Europameister wird man eben nicht oft gefordert“, freute sich Trainer Nicolai Zeltinger trotz der Niederlage über die willkommene Abwechslung und gab die weitere Marschroute vor: „Wir müssen den Druck und die Härte der Konkurrenz auf diesem Niveau noch mehr annehmen!“

ROLLINGPLANET-Verhandlungen gescheitert

Derweil hat RSV-Manager Andreas Joneck dem ROLLINGPLANET-Vorschlag, sein Team solle wegen der beängstigenden Dominanz die Sportart wechseln, eine knallharte Absage erteilt: „Wir spielen kein Wasserball.“ Hinter vorgehaltener Hand räumte er jedoch kurz vor Spielbeginn ein: „Doof sind die nicht von ROLLINGPLANET. Natürlich ist dies in der Liga und für uns ein nicht wegzudiskutierendes Problem. Wir können als Sportler aber schlecht die eigene Handbremse ziehen.“

Lahn-Dill: Steve Serio (15), Dirk Köhler (13), Michael Paye (12), Joey Johnson (9), Thomas Böhme (5), Jan Haller (4), Wataru Horie (1), Thomas Gundert, Mina Mojtahedi, Gesche Schünemann, Marco Zwerger (n.e.).

Großbritannien: Dan Highcock (18), Simon Munn (16), Ade Orgebemi (16), Ian Sagar (9), Matt Sealy (4), Gaz Choudry (2), Jama Abdi, Joe Bestwick, Harry Brown, Matt Byrne, Peter Finbow, Billy Bridge (n.e.), Jon Hall (n.e.).

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