Russische Sportler doch bei Olympia – Behindertensportverband kritisiert IOC

„Trauriger Tag“: DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher findet klare Worte.

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Im Gegensatz zum Deutschen Olympischen Sportbund hat der Deutsche Behindertensportverband die Zulassung russischer Sportler bei den Olympischen Spielen in Rio massiv kritisiert. „Das ist ein deutlicher Rückschritt in der Dopingbekämpfung und ein trauriger Tag für den gesamten Sport“, sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher am Montag. „Das IOC hätte mit einer klaren Entscheidung die Chance gehabt, Fair-Play als Kerngedanken der Olympischen Spiele wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Doping ist Betrug und kann auch nicht durch einen Teilerlass behoben werden.“

Beucher begrüßte ausdrücklich, dass Russland aufgrund seines staatlich gelenkten Doping-Programms weiterhin der Ausschluss von den Paralympischen Spielen im September in Rio de Janeiro droht. Das Internationale Paralympics Komitee (IPC) hatte am Freitag die Eröffnung eines entsprechenden Verfahrens beschlossen. (ROLLINGPLANET berichtete.) „Damit setzt der Paralympische Sport ein klares Zeichen und zeigt, dass im Gegensatz zum IOC die Null-Toleranz-Politik in der Dopingbekämpfung des Paralympischen Sports keine leere Worthülse ist“, heißt es in einer Erklärung des Deutschen Behindertensportverbands.

(dpa)

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