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Sachsen-Anhalt will behinderte Frauen besser vor Gewalt schützen

Frauen mit Behinderung erleben fast doppelt so häufig körperliche Gewalt wie Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt.

Prof. Dr. Kolb (Pressefoto: SPD/Karin Böhme, Halle)

Mädchen und Frauen mit Behinderung sollen in Sachsen-Anhalt künftig besser vor Gewalt geschützt werden. Die Ministerin für Gleichstellung und Justiz, Angela Kolb (SPD) sagte gestern in Magdeburg auf einer Fachtagung, die Betroffenen müssten noch besser darüber informiert werden, dass es Hilfe, Beratung und Schutzmöglichkeiten gebe. Zudem müsse jeder in seinem Umfeld genauer hinschauen.

Starkes Abhängigkeitsverhältnis

Eine Studie des Bundesfamilienministeriums hatte gezeigt, dass Frauen mit Behinderungen fast doppelt so häufig körperliche Gewalt erleben wie Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt. „Behinderte Frauen sind in einem noch stärkeren Abhängigkeitsverhältnis“, sagte Kolb.

Der Behindertenbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt, Adrian Maerevoet, kündigte an, dass ein Entwurf für einen Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bis Ende des Jahres ins Kabinett eingebracht wird.

(dpa/sa)

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