Sachsen: Behinderter Asylbewerber zu Boden geschlagen

Fremdenhass auf offener Straße in Chemnitz – tunesische Familie attackiert.

Aus der Vogelperspektive: Tatort Augustusburger Straße in Chemnitz (Foto: Google Earth)

Aus der Vogelperspektive: Tatort Augustusburger Straße in Chemnitz (Foto: Google Earth)

Unbekannte haben in der Neujahrsnacht im sächsischen Chemnitz einen gehbehinderten Asylbewerber und seine Kinder attackiert. Wie die Polizei erst heute mitteilte, wurden der auf einen Rollator gestützte Tunesier, seine Tochter und der 16-jährige Sohn an einer Haltestelle von mehreren Menschen mit Flaschen in der Hand fremdenfeindlich beschimpft. Der 48-Jährige wurde mit Reizgas besprüht und zu Boden geschlagen, die 13-jährige Tochter getreten.

Die Täter flüchteten danach, die Opfer riefen die Polizei und kamen ins Krankenhaus. Wegen Sprachschwierigkeiten konnten die Ermittler Vater und Kinder erst am Dienstag befragen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Nach ihren Beschreibungen wurden sie von zwei Männern und einer Frau attackiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und anderer Straftaten.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Pflegeperson

    Unbekannte, das ist immer öfter ein Synonym für eigene Landsleute.

    9. Januar 2016 at 09:15

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