Sachsen präsentiert Aktionsplan für Menschen mit Behinderung

Unter anderem Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern bei Elternabenden in Kitas und Schulen geplant. Wird die Gebärdensprache bei Tests zugelassen?

Sozialministerin Barbara Klepsch (Foto: Arno Burgi/dpa)

Sozialministerin Barbara Klepsch (Foto: Arno Burgi/dpa)

Von der Kita bis zum Beruf sollen Menschen mit Behinderung in Sachsen mehr Chancen bekommen. Es gelte zudem, Barrieren im Kopf, im Verkehr, an Gebäuden oder auch in der Kommunikation abzubauen, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) am Montag in Dresden. Anlass war die Vorstellung des ersten Entwurfs für einen Aktionsplan der Regierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. „Wir wollen Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilnahme am Leben ermöglichen“, betonte Klepsch.

Das auch unter Beteiligung Betroffener und Bürger erarbeitete Papier enthält vielfältige Maßnahmen – von Bildung bis Gesundheit. So sollen der Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern bei Elternabenden in Kitas und Schulen sowie die Zulassung der Deutschen Gebärdensprache bei Tests geprüft, der Zugang zu Weiterbildung erleichtert, ein inklusives Kita-System entwickelt und und möglichst viele Menschen mit Behinderungen aus speziellen Werkstätten im allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden.

Nach Ministeriumsangaben hat sich die Zahl Schwerbehinderter in Sachsen zwischen 1995 und 2013 um knapp ein Viertel auf 377.550 erhöht.

(dpa/sn)

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