""

Sachsen will ab 1.1.2018 Zuwendungen für Menschen mit Behinderungen erhöhen

Höherer Nachteilsausgleich geplant für hochgradig Sehbehinderte, Gehörlose und schwerstbehinderte Kinder.

Sozialministerin Barbara Klepsch (Foto: Arno Burgi/dpa)

Sozialministerin Barbara Klepsch (Foto: Arno Burgi/dpa)

Sachsen will seine finanzielle Unterstützung für Menschen mit Behinderungen erhöhen. Das Kabinett gab am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Anhörung frei. Das Geld wird als sogenannter Nachteilsausgleich gezahlt. Die monatlichen Beträge dafür sollen steigen: für hochgradig Sehbehinderte von bisher 52 Euro auf 62 Euro, für Gehörlose von 103 Euro auf 115 Euro und für schwerstbehinderte Kinder von 77 Euro auf 90 Euro. Menschen, die gleichzeitig blind und taub sind, sollen einen Ausgleich von 147 Euro bekommen.

„Die moderaten Erhöhungen sind sozialpolitisch gerechtfertigt. Es ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen, nach der Erhöhung des Landesblindengeldes auch die anderen Zuwendungen zu verbessern“, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Es gehe darum, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation Betroffener zu leisten. Die finanziellen Zuwendungen seien freiwillige Leistungen des Freistaates und würden unabhängig von Vermögen und Einkommen gewährt. Die Änderungen sollen zum 1. Januar 2018 in Kraft treten.

Sachsen hatte bereits zum Jahresanfang das Landesblindengeld von 333 Euro auf 350 Euro angepasst.

(dpa/sn)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN