Sachsen will bei Inklusion an Hochschulen Gas geben

Das Bundesland will nicht mehr nur einfach mitschwimmen, sondern bessere Arbeits- und Studienbedingungen schaffen.

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). (Foto: dpa)

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). (Foto: dpa)

Sachsen will behinderten Menschen bessere Arbeits- und Studienbedingungen an den Hochschulen bieten. Bislang stehe man erst am Beginn eines Entwicklungsprozesses hin zur inklusiven Hochschule, teilte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) in Dresden mit. Im Auftrag des Ministeriums hatte die Leipziger Zarof GmbH – ein Unternehmen für Personal, Organisations- und Regionalentwicklung – die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an den staatlichen Hochschulen im Freistaat qualitativ untersucht. Zaref-Chefin Kathrin Rieger sieht die Lehranstalten im bundesweiten Vergleich weder weit vorn noch am Ende: „Sachsen schwimmt in der Mitte mit“, sagte Rieger.

Stange verwies auf das Beispiel eines blinden Lehrers aus Baden-Württemberg, der an einem Gymnasium Geografie unterrichtet. Die sächsischen Hochschulen hätten sich bislang sehr unterschiedlich mit dem Thema befasst. Mit der Studie sei nun klar, wo und wie man konkret ansetzen müsse. Sie zeige aber auch, dass die vom Land 2015 und 2016 bereitgestellten Inklusionsmittel für Hochschulen von je zwei Millionen Euro etwas in Gang gesetzt hätten.

„Wir brauchen alle Talente in unserer Gesellschaft und haben nicht das Recht, einzelne zurückzulassen. Jeder Mensch ist wertvoll“, sagte Stange. Sie ermutige auch Studierende und Hochschulmitarbeiter mit Behinderungen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

(dpa)

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