Sachsens Sozialministerin will mehr Jobs für Menschen mit Behinderung

Obwohl die Mehrheit eine abgeschlossene Berufsausbildung hat: In dem Bundesland haben nur 6 Prozent unserer Club-Mitglieder einen Job.

Sozialministerin Barbara Klepsch (Foto: Arno Burgi/dpa)

Sozialministerin Barbara Klepsch (Foto: Arno Burgi/dpa)

Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) wirbt für einen leichteren Zugang Behinderter zum Arbeitsmarkt. „Wir brauchen mehr öffentliches Bewusstsein“, sagte sie am Donnerstag bei einer Informationsveranstaltung zum Thema in Dresden. „Denn Menschen mit Behinderung sind motivierte und leistungsfähige Fachkräfte“,
appellierte sie an Unternehmer. „Arbeit und Behinderung, das geht zusammen und nutzt allen Beteiligten.»

Laut Ministerium haben 76 Prozent der rund 680.000 Betroffenen in Sachsen – fast 450.000 sind schwer behindert – eine abgeschlossene Berufsausbildung, finden aber oft nur schwer einen Job. Im März waren nur knapp 42.100 von ihnen beruflich tätig. Wenn ROLLINGPLANET richtig mitgerechnet hat, sind das nur sechs Prozent. „Ob nach Unfall oder überstandener Krankheit – eine Behinderung kann jeden treffen“, hieß es.

Das Handwerk sieht Menschen mit Behinderung „definitiv“ als eine Bereicherung, wie Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, sagte. Für den Dresdner IHK-Chef Günter Bruntsch sind sie auch wegen der häufig überdurchschnittlichen Qualifikation und Loyalität „ein echter Geheimtipp für jeden Personaler“.

(RP/dpa/sn)

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