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Samuel-Koch-Unfall: Gottschalk wehrt sich gegen Vorwürfe

Die neue „Spiegel“-Titelgeschichte über Schleichwerbung in „Wetten, dass…“ eröffnet Spekulationen, denen der Moderator vehement widerspricht.

Vor dem verhängnisvollen Auftritt: Samuel Koch (Mitte) bei den Proben mit Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker. (Foto: Carmen Sauerbrei/ZDF)

„Spiegel“-Geschichte über die „krummen Geschäfte mit Deutschlands größter Fernsehshow“

Der „Spiegel“ erhebt in seiner neuen Ausgabe schwere Vorwürfe wegen Schleichwerbung in „Wetten, dass…“: „Die 1999 von Christoph Gottschalk, dem Bruder des langjährigen ZDF-Showmasters Thomas Gottschalk, gegründete Firma Dolce Media bietet seit Jahren zahlungswilligen Unternehmen die Möglichkeit, für Millionensummen verbotene Werbung in Deutschlands populärster Fernsehshow ,Wetten, dass ..?‘ zu platzieren.“

Im Dezember 2010 war Samuel Koch als Kandidat in der ZDF-Show beim Sprung über den von seinem Vater gelenkten Audi A8, eine 5,14 Meter lange Limousine, schwer verunglückt und ist seither vom Hals abwärts gelähmt. Unklar sei, warum in der Show ein derart langes Fahrzeug verwendet wurde, hatten die Betreuer des Wettkandidaten im Vorfeld doch auf kompaktere Autos gesetzt: „Je kleiner, je besser.“

Über seinen Anwalt Christian Schertz wehrt sich Thomas Gottschalk nun gegen Spekulationen: „Was ihn (Gottschalk, die Red.) allerdings schwer trifft, ist der … im aktuellen Spiegel vermittelte Eindruck, er habe aufgrund von Verträgen oder Gewinnstreben den verunglückten Wettkandidaten Samuel Koch in seiner Fahrzeugwahl bei der verhängnisvollen Wette beeinflusst. Herr Gottschalk erklärt hierzu: ,Das Gegenteil ist der Fall: Ich habe bei der Probe am Tag vor der Sendung Samuel eindringlich abgeraten, über eine Limousine zu springen, und ihn mehrfach beschworen, sich mit den kleinen Smarts zufrieden zu geben. Michelle Hunziker hat versucht, mich dabei zu unterstützen. Ich wünschte nichts sehnlicher, als dass Samuel damals auf uns gehört hätte.‘“

Samuel Koch hat bereits in der Vergangenheit mehrfach Schuld-Vorwürfe in Richtung Gottschalk abgelehnt.

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1 Kommentar

  • Willi Schroeder

    Das Gottschalk alle Vorwürfe von sich weist, ist verständlich und solange Koch, Gottschalk und das ZDF eine einheitliche Meinung vertreten werden sich die vom Spiegel gemachten Anschuldigungen nicht beweisen lassen. Allerdings, und das ist meine persönliche Meinung, ist Wetten dass ein Format welches von Einschaltquoten lebt. Je spektakulärer die Wetten sind desto höher sind demzufolge die Einschaltquoten. Hohe Einschaltquoten garantieren saftige Gewinne. Da ist es dem ZDF und Gottschalk wohl ziemlich egal ob Koch auf der Strecke geblieben ist. Ausserdem hätte er nicht springen müssen.

    15. Januar 2013 at 00:53

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